@Softwareprüfer schrieb: @Stefanie_Herold DATEVnet bietet einen grundsätzlichen Schutz gegen Angriffe von außen und prinzipiell auch gegen Angriffe über die Log4j-Lücke Es tut mir leid, Ihnen hier widersprechen zu müssen, aber der Angriff bei Log4j erfolgt ja normalerweise gerade nicht über den sonst oft benutzten Weg des direkt eingehenden Netzwerkverkehrs. Auch ist diesmal kein ausgehender Zugriff auf ein "bösartiges" System für einen erfolgreichen Angriff notwendig. Das bedeutet, dass die bisherigen Filter von DATEVnet wie auch von anderen Firewallsystemen eine Infektion so einfach nicht verhindern können. Der einzige Nutzen läge im späteren Unterbinden der Kommunikation mit einen C&C Server, wenn nach erfolgreicher Kompromittierung des Systems die Schwachstelle nicht direkt ausgenutzt wird, sondern eine Hintertür eingebaut werden sollte, was bei dieser Art der Lücke nicht unwahrscheinlich ist (ich würde es zumindest als Hacker so machen). Dann wäre die Hintertür eventuell durch Filtermaßnahmen auf Netzwerkebene und damit auch wieder für DATEVnet oder andere Firewalls blockierbar. Aber dann ist es eigentlich schon viel zu spät und das System unter fremder Kontrolle. Bis vor kurzem war es noch relativ einfach möglich, DATEV Systeme vernünftig zumindest von der "bösen" Außenwelt abzuschotten. Leider ist das seit der Nutzung der Amazon Cloud durch DATEV selbst im Installationsmanager nahezu unmöglich geworden, da AWS/Cloudfront auch immer wieder zum Nachladen von Trojanern genutzt wird und damit eine normale DNS/IP basierte Sperre seine Wirkung komplett verliert. Das ist sehr schade, da DATEV für ihre eigenen Programme bisher einen eigenen IP Adressbereich genutzt hat, was in den unterschiedlichsten Firewallarchitekturen relativ gut und einfach zu pflegen war. Da wird ein geringer Nutzen für DATEV (Netzwerkauslastung, aber auch nur, weil die Programme immer größer werden!) zu einem riesigen sicherheitsrelevanten Problem für Steuerberater und deren Mandanten. Leider zeigen sich solche Probleme meist erst, wenn es schon zu spät ist. Es wäre schön, wenn DATEV die Konsequenzen solcher Auslagerungen besser analysiert oder sie am besten vorher zur Diskussion stellt und nicht einfach integriert, um an der falschen Stelle (aus meiner Sicht) ein paar Ressourcen einzusparen oder auszulagern. Hallo @Softwareprüfer, damit ich Ihnen antworten kann, musste ich mich erstmal bei ein paar Kollegen technisch aufschlauen 😊 Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es Ihnen um den Fall, dass wir mit dem Softwareabruf im Installationsmanager über die uns bekannten IP-Adressen der AWS-Plattform kompromittierte Installationsdateien herunterladen und dann über DATEVnet nur den Folgeschaden verhindern könnten. Richtig? An der Ecke kann ich Sie in insofern beruhigen, als dass wir vor dem Download den Hashwert der angeforderten Dateien überprüfen und erst nach Übereinstimmung der eigentliche Download stattfindet. Viele Grüße Stefanie Herold
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