Hallo zusammen, ich habe mich in der Community bislang eher zurück gehalten. Das hat, denke ich, zwei Gründe: zum Einen bin ich als Umsetzer und Organisator eher damit beschäftigt den Alltag (egal mit welchen, auch technischen Hindernissen) zu bewältigen, zum Anderen, da ich nicht, wie die TopUser, mit guten und differenzierten Lösungen, die auch für Andere Nutzen bringen, aufwarten kann. Als ich angefangen habe mit DATEV zu arbeiten, habe ich mich oftmals gefragt, warum Kollegen scheinbar komplizierte Wege gehen, um programmtechnische Lösungen zu finden, die doch nicht im Einzelfall zu lösen sein müssten, sondern sicherlich noch mehr Nutzer betreffen. Dann bin ich auf einigen Fortbildungen, IT-Clubs, KOB-Veranstaltungen, Regional-Infotagen, SneakPreview gewesen und habe festgestellt, dass die Beherrschung des komplizierten Umgangs auch Anerkennung und Stolz auslösen. (Finde den Fehler!) Dennoch, ich habe mich sehr gefreut, man kann im Kontoblatt Summen ziehen! Ein echtes Dankeschön dafür, muss man sich nun nicht mehr mit Excel oder gar der Rechenmaschine abmühen! Auch, ja, trotz aller Kritik, auch "Meine Steuern" hat sich schon echt verbessert. Weit entfernt von Workflow, aber auf einem guten Weg (ich hoffe, es wird noch weiter verbessert!). Die Unzufriedenheit bei mir rührt eher daher, dass ich bereits vor Jahren auf Regional-Infotagen von den tollen Möglichkeiten der KI und Digitalisierung gehört habe. Wir haben immer versucht vorne mit dabei zu sein, doch manchmal komme ich mir vor wie bei der Sendung mit der Maus: Es gibt da eine tolle Maschine, die Kuchen backen kann - vollautomatisch! Die Maus wirft vorne die Zutaten ein, hinten kommt vollautomatisch der fertige Kuchen raus, erst anschließend sieht man, wie der Elefant in der Maschine steht und den Kuchen backt, ! Schade, dass ich all zu oft der Elefant bin! Im Alltag geht es um Geschwindigkeit und funktionierende Abläufe. (Hier fragt man sich wieder: warum so kompliziert? Ich bin jedoch kein Entwickler, Systemadministrator, noch technisch sonderlich begabt - also angewiesen darauf, dass ich das Beste zur Verfügung gestellt bekomme!) Ich gehöre also eher zu denen, die die neuen innovativen Ideen ausprobieren, Fehler oder im Alltag benötigte Verbesserungen erkennen, auf Grund der Unkenntnis von Abhilfe dann eher bremsen und sagen, wir schauen uns das in einem halben Jahr nochmal an. Die sich jetzt in Sendepause befindlichen Personen sind aber ebenfalls Innovatoren (wie auch die Entwicklungsabteilung der DATEV), sogar mit direkter Verbindung zu den Nutzern, sie haben Ideen und ganz konkrete Vorschläge zur Abhilfe. Manches davon ist mir als Nutzer der Programme schon zu hoch, aber DATEV, die Entwickler und Innovatoren sollten doch den Wert der sich dort bietet erkennen! Hier komme ich zu der angesprochenen Wahrnehmung! Ja, die Wahrnehmung der "Sendepausler" ist scheinbar eine ganz andere als die der DATEV. Sie fühlen sich gerade NICHT gehört und respektiert! Wo ist die Einladung zu einem Gespräch? Wo sind echte Ansprechpartner, die auch Dinge verändern oder zumindest verständlich erklären können? Herr Krämer, Sie schreiben, dass dies "jetzt nicht der Raum" ist, "um differenzierte Antworten zu geben". Wo und wann ist dieser Raum? Wenn Menschen, mit denen Sie, wie Sie schreiben, wiederholt in Dialog getreten sind, trotzdem keinen anderen Ausweg mehr sehen als zu streiken, liegt es vielleicht nicht nur an der Wahrnehmung, der angesprochene Respekt könnte auch eine Ursache sein! Ich hoffe doch, dass der Dialog von DATEV auch weiterhin gesucht wird! Die "Sendepausler" sind, in meinen Augen, keine Gegner sondern konstruktive Kritiker der DATEV, die aber immer an gemeinsamen Lösungen interessiert waren und sicherlich auch noch sind. Sie stehen nicht auf der anderen Seite! Nur, das Leben besteht aus Geben und Nehmen! Ich erwarte keine Antwort auf meinen Post. Ich wende mich jetzt wieder der Arbeit zu, für die ich bezahlt werde (wie gut, dass ich auch für meine KOB-Tätigkeit bezahlt werde)! Aber die engagierten Community-Mitglieder, die sehr wohl zur sozialen Gemeinschaft einen großen, uneigennützigen (oftmals unbezahlten, da in ihrer Freizeit oder als selbständiger Steuerberater ohne festem Gehalt) Beitrag geleistet haben, verdienen mehr, als das, was hier zu lesen ist! In der Hoffnung auf eine konstruktive Lösung! Doro
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