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DATEV, mir graut vor der Cloud ...

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letzte Antwort am 04.05.2026 09:14:04 von heitschmidt
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olafbietz
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Guter Hinweis.

 

Microsoft Ireland Operations Limited, South Count Business Park, Leopardstown, Dublin 18, D18P521 IE

DATEV Einspruchsgenerator, DATEV LEXchat 

KI-Funktionalitäten

 

Hier sieht man z.B. , dass die Technik von Microsoft genutzt wird. Verlassen die Daten hier also das DATEV-Rechenzentrum?

 

 

Mit den Kollaborationslösungen der DATEV kann man wunderbar mit dem Mandanten kollabieren.
olafbietz
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Viele Unternehmen, die Bundesregierung und das Flächenbundesland Schleswig-Holstein bemühen sich um digitale Souveränität. Fachverlage bieten Sonderveröffentlichung zum Thema. Es gibt Seminare für Unternehmen. Das ist mehr als nur ein Trend.

 

Bei DATEV sehe ich da keine Bemühungen, sondern eher das Gegenteil. 

 

 

 

Mit den Kollaborationslösungen der DATEV kann man wunderbar mit dem Mandanten kollabieren.
Steuerberater_DO
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@olafbietz  schrieb:

Viele Unternehmen, die Bundesregierung und das Flächenbundesland Schleswig-Holstein bemühen sich um digitale Souveränität. Fachverlage bieten Sonderveröffentlichung zum Thema. Es gibt Seminare für Unternehmen. 

 

Bei DATEV sehe ich da keine Bemühungen, sondern eher das Gegenteil.

 

 

 


Die gleiche Bundesregierung, die gerade erst einen neuen Rekordbetrag für MS-Lizenzen ausgegeben hat?

olafbietz
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@Steuerberater_DO  schrieb:

@olafbietz  schrieb:

Viele Unternehmen, die Bundesregierung und das Flächenbundesland Schleswig-Holstein bemühen sich um digitale Souveränität. Fachverlage bieten Sonderveröffentlichung zum Thema. Es gibt Seminare für Unternehmen. 

 

Bei DATEV sehe ich da keine Bemühungen, sondern eher das Gegenteil.

 

 

 


Die gleiche Bundesregierung, die gerade erst einen neuen Rekordbetrag für MS-Lizenzen ausgegeben hat?


Ja, genau die. Selbst die. Sogar die Stadt München, die sich damals von Linux losgesagt hat. Selbst die.

Mit den Kollaborationslösungen der DATEV kann man wunderbar mit dem Mandanten kollabieren.
cwes
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@olafbietz  schrieb:

@Steuerberater_DO  schrieb:


Ja, genau die. Selbst die. Sogar die Stadt München, die sich damals von Linux losgesagt hat. Selbst die.


Nein! Doch! Oh!

olafbietz
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Weitere Auftragsverarbeiter / EmpfängerBetroffene DATEV-Produkte / DienstleistungenZweckDrittlandübermittlungGrundlage für die Datenübermittlung

 

 

 

 

 

Datadog, Inc., 620 8th Avenue 45th Floor, 10018-1741 New York, US

DATEV Bankdatenservice

Dienstleistungen

USA

Angemessenheitsbeschluss zum EU-U.S. DPF

 

 

Hust..

Mit den Kollaborationslösungen der DATEV kann man wunderbar mit dem Mandanten kollabieren.
theo
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@janm AWS für Zahlungsverkehr und Azure für andere Dinge sind bzw. werden implementiert. 

in dubio pro theo
TobiasX
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Ich habe schon viel gelesen zum Datev native Cloud Rechenzentrum, haben Sie ein Bespiel für den Umzug der Datev in die Microsoft Cloud?



Ja, direkt bei Datev finden sich diverse Meldungen.

 

Zum Beispiel wird hier ganz offen über die Verschmelzung mit Microsoft Cloud-Diensten (die auf keinen Fall Datev-intern auf eigenen Server bereitgestellt werden können!) gesprochen:

 

https://www.datev.de/web/de/berufsgruppenuebergreifend/presse/presseinformationen/meldungen-2024/datev-baut-zusammenarbeit-mit-microsoft-aus

 

Lesen Sie die Seite ruhig einmal selbst ganz durch.

 

Hier nur mal ein paar Schnipsel von der Seite:

"Die DATEV eG baut ihre langjährige Zusammenarbeit mit Microsoft aus. Der Nürnberger IT-Dienstleister entwickelt sein Produktportfolio durch Cloud-Technologie weiter und setzt dabei auch auf Microsoft Azure als wichtige Grundlage."

 

"Nach Ansicht von DATEV ist auch der Einsatz von Microsoft 365 für Angehörige steuerberatender Berufe unter bestimmten Voraussetzungen rechtskonform möglich."

 

"Ein Beispiel dafür, wie Cloud-Lösungen die Arbeit in Steuerberatungskanzleien produktiver und effizienter machen, ist Microsoft 365: Mit dem Office-Paket in der Cloud nutzen Anwender immer die neueste Software-Version und können von überall auf ihre gespeicherten Daten zugreifen. Außerdem lassen sich praktische KI-Funktionen einfach dazu buchen, wie Copilot für Microsoft 365, der beim Erstellen oder Zusammenfassen von Dokumenten helfen kann."

 

"Ein weiterer zentraler Baustein für die DATEV-Lösungen der Zukunft ist KI. Auch bei deren Einsatz baut DATEV unter anderem verstärkt auf Microsoft-Technik. So plant der IT-Dienstleister für viele seiner Software Lösungen die Verfügbarkeit von Assistenten, die auf Azure OpenAI Service basieren."

 

"Deshalb schützt Microsoft die Daten seiner Kunden nach den höchsten Maßstäben und kann auch sicherstellen, dass sie nur in europäischen Rechenzentren gespeichert werden."

 

 

Ich denke, das zeigt doch ganz klar, wohin die Entwicklung gehen soll. 

 

Der Datenschutz wird zwar erfreulich oft erwähnt - aber wie das funktionieren soll vor dem Hintergrund des US Cloud Acts und wenn sogar das Office in der Microsoft Cloud genutzt werden soll - ganz zu schweigen von KI-Diensten Microsofts - da fehlen doch sehr viele Erklärungen. Die in Europa befindlichen Microsoft Server sind dafür jedenfalls nicht geeignet. Auch nicht der Hinweis auf Verschlüsselung, wenn auf die Daten im Cloud Office und in der KI zugegriffen werden soll.

 

heitschmidt
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@janm 

@olafbietz 

 

Teilweise dürfte man hier (Übersicht der eingesetzten weiteren Auftragsverarbeiter nach Art. 28 Abs. 2 ... - DATEV Hilfe-Center) fündig werden.

 

Man kann der DATEV nun wohl schon das Zeugnis ausstellen, mit den Daten sorgsam und nicht fahrlässig umzugehen. DATEV beschreibt, dass die üblichen Serviceprozesse keinen Austausch von Auftragsdaten außerhalb EU/EWR vorsehen. In kritischen Fehlerfällen können allerdings Logs, Speicherdumps etc. nötig sein und es ist nicht zu 100 % auszuschließen, dass Kundeninfos darin enthalten sind - das legt die DATEV offen. Aber selbst wenn Verarbeitung und Rechenzentren in der EU liegen, kann ein US-Anbieter durch US-Rechtsanordnungen verpflichtet sein, Daten herauszugeben oder Zugriffe zu ermöglichen, die nach EU-Maßstäben (insbesondere bei Berufsgeheimnissen) rechtswidrig wären, und das lässt sich vertraglich und organisatorisch nicht mit letzter Sicherheit ausschließen. Und wie hat einmal einer meiner Mandanten (amerikanischer Staatsbürger) gesagt: "Die USA sind keine Demokratie mehr." (@Christian_Buggisch - das ist jetzt KEIN politisches Statement von mir!) 

Allerdings gibt es durch den Bankdatenservice mit Datadog (USA, EU-U.S. DPF) eine im Register ausgewiesene Drittlandkomponente im Betrieb, sodass ein US-Rechtszugriffspfad nicht nur theoretisch bleibt.

"Wehret den Anfängen!" Das wird heute leider oft vergessen.
Steuerberater_DO
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Der Datenschutz wird zwar erfreulich oft erwähnt - aber wie das funktionieren soll vor dem Hintergrund des US Cloud Acts und wenn sogar das Office in der Microsoft Cloud genutzt werden soll - ganz zu schweigen von KI-Diensten Microsofts - da fehlen doch sehr viele Erklärungen. Die in Europa befindlichen Microsoft Server sind dafür jedenfalls nicht geeignet. Auch nicht der Hinweis auf Verschlüsselung, wenn auf die Daten im Cloud Office und in der KI zugegriffen werden soll.

 


Und nun? Nachdem Sie deutlich gemacht haben, dass die USA böse sind: Was ist Ihr Alternativszenario?

 

Und vor allem: Wer macht das, was Sie so gerne hätten? Die DATEV schon mal nicht. Der deutsche Staat auch nicht. Bei dem gilt nämlich: In Sonntagsreden wird über digitale Souveranität gesprochen, aber wenn was funktionieren soll, nimmt man die Dinge, die funktionieren: US-Produkte. Weil es keine anderen am Markt gibt.

 

Der Wettbewerb der DATEV? Agenda und Addison nutzen genauso MS wie die DATEV. Oder wie gefühlt 95% aller Anwender.

 

Was verlangen Sie eigentlich genau? Dass die DATEV im Alleingang mit der historisch gewachsenen amerikanischen Übermacht aufräumt und sich wie Don Quijote in den Kampf stürzt? 

 

"Europa" wird niemals etwas gleichwertiges wie Amazon, MS, Facebook oder Google haben. Das hat viele Gründe und keinen davon wird die DATEV beseitigen. Egal, was Sie gerne hätten.

siro
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@TobiasX  schrieb:


Ich habe schon viel gelesen zum Datev native Cloud Rechenzentrum, haben Sie ein Bespiel für den Umzug der Datev in die Microsoft Cloud?



Ja, direkt bei Datev finden sich diverse Meldungen.

 

https://www.datev.de/web/de/berufsgruppenuebergreifend/presse/presseinformationen/meldungen-2024/datev-baut-zusammenarbeit-mit-microsoft-aus

 


In dem ganzen ersten Absatz des Artikel geht es nicht einmal um die neue Cloud Lösung der Datev! Es geht darum das die Datev den rechtskonformen Einsatz von M365 bejaht.

 

Im zweiten Absatz geht es um den Einsatz von KI Agenten die in der Tat Azure OpenAI Service benutzen, aber auch hier kein Hinweis auf die Verwendung in der neuen Datev Cloud.

 

aktuelles Zitat : "Einige Prototypen in der DATEV KI-Werkstatt nutzen die Microsoft Azure Open AI Services. Die Eingaben der Nutzer werden als Anfrage durch das DATEV-Cloud-Native-Rechenzentrum an Microsoft Azure gesendet und dort temporär verarbeitet. Die Antwort wird anschließend an das DATEV-Cloud-Native-Rechenzentrum zurückgesendet. Es erfolgt keine persistente Speicherung von personenbezogenen Daten bei Azure. Die über Microsoft Azure verarbeiteten Daten werden nicht an OpenAI weitergegeben auch nicht zum Training der Modelle genutzt.​"

 

( von https://www.datev.de/web/de/berufsgruppenuebergreifend/ueber-datev/innovation/kuenstliche-intelligenz/datev-ki-werkstatt )

 

Sie stellen es hier so dar als ob alle Anwendungen von Datev zukünftig ausschließlich bei MS laufen oder dies durch die Hintertür erreicht werden soll. 

#ITeinfachmachen mit Datev Solution Partner
janm
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@Steuerberater_DO  schrieb:

 

Was verlangen Sie eigentlich genau? Dass die DATEV im Alleingang mit der historisch gewachsenen amerikanischen Übermacht aufräumt und sich wie Don Quijote in den Kampf stürzt? 


Die eigentliche Frage ist doch nur, wie viele Zuse Z1 bis Z3 oder auch Nixdorf 820 können wir noch auftreiben? "Problem solved." 🙂

 

"Europa" wird niemals etwas gleichwertiges wie Amazon, MS, Facebook oder Google haben. Das hat viele Gründe und keinen davon wird die DATEV beseitigen. Egal, was Sie gerne hätten.

Hier wäre die Frage, wie "gleichwertig" muss es denn überhaupt sein. Am Ende wird aber auch hier wieder viel nicht EU Hard- und/oder Software involviert sein. Auch wenn gerade "NanoIC" startet (EU invests €700 million in newly opened NanoIC, Europe's largest Chips Act pilot line / NanoIC: EU startet Chips Acts Pilot-Fertigung | Borns IT- und Windows-BlogBorns IT- und Windows-Blog).

 

 

TobiasX
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Und nun? Nachdem Sie deutlich gemacht haben, dass die USA böse sind: Was ist Ihr Alternativszenario?

 

Es geht hier nicht um böse und lieb.

 

Es geht ganz sachlich darum, dass die Datenschutzgesetze eingehalten werden.

 

Und als zweiter Aspekt, dass man kein Risiko eingehen muss, den Zugriff auf seine Daten gesperrt zu bekommen.

 

Beides wird mit der Nutzung der Microsoft Cloud nicht erfüllt.

 

Was ich erwarte:

 

Das Datev alle angebotenen Cloud-Leistungen in einem eigenem, vollständig selbst verwalteten Rechenzentrum anbietet. 

 

Bei E-Mails hätten sie das auch nach 2025 tun können, haben das aber aus Kostengründen abgeschafft.

 

So etwas darf Datev nicht tun. Ebenso müssen sie sich dann Techniken aussuchen, die auch ohne Microsoft Azure funktioineren.

 

Und ja, man kann auch ohne Microsoft Azure und AWS Steuerberater-Software programmieren.

 

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TobiasX
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aktuelles Zitat : "Einige Prototypen in der DATEV KI-Werkstatt nutzen die Microsoft Azure Open AI Services. Die Eingaben der Nutzer werden als Anfrage durch das DATEV-Cloud-Native-Rechenzentrum an Microsoft Azure gesendet und dort temporär verarbeitet. Die Antwort wird anschließend an das DATEV-Cloud-Native-Rechenzentrum zurückgesendet. Es erfolgt keine persistente Speicherung von personenbezogenen Daten bei Azure. Die über Microsoft Azure verarbeiteten Daten werden nicht an OpenAI weitergegeben auch nicht zum Training der Modelle genutzt.​"

 

( von https://www.datev.de/web/de/berufsgruppenuebergreifend/ueber-datev/innovation/kuenstliche-intelligenz/datev-ki-werkstatt )

 

Sie stellen es hier so dar als ob alle Anwendungen von Datev zukünftig ausschließlich bei MS laufen oder dies durch die Hintertür erreicht werden soll. 


Genau das, was Sie hier zum Schluss zitieren, belegt doch, was ich schreibe:

Die Daten wandern munter zur Weiterverarbeitung in die Azure Cloud. Ob sie dann auch wieder zurückübertragen werden, ist ja erst einmal völlig egal. Auf jeden Fall sind sie unverschlüsselt, wenn sie in der Azure Cloud verarbeitet werden sollen, oder nutzen einen Schlüssel, den Microsoft kennt. 

 

Und wenn Ihr Microsoft Konto gesperrt ist - Pech gehabt.

 

Stellen Sie sich nur mal vor, Sie haben einen Mandanten aus den USA (oder auch woanders her), der auf einer Sanktionsliste landet. Die bedeutet, dass jede Geschäftsbeziehung mit diesem Mandanten verboten ist. Sie wissen vielleicht davon noch nicht einma etwas. Und Microsoft ermittelt anhand Ihrer Dokumente und E-Mails, dass Sie diesen Mandanten betreuen. Zack - Konto weg. Muss nicht so kommen - aber ein denkbares Szenario ist das durchaus. 

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Steuerberater_DO
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Und ja, man kann auch ohne Microsoft Azure und AWS Steuerberater-Software programmieren.

 


Das macht die DATEV aber nicht.

 

Wenn Sie einen Anbieter haben wollen, der das macht, müssen Sie daraus die Konsequenzen ziehen.

 

In einem Forum zu schreiben "Ich hätte das aber gerne so" wird bei der DATEV exakt nichts bewirken.

Steuerberater_DO
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Stellen Sie sich nur mal vor, Sie haben einen Mandanten aus den USA (oder auch woanders her), der auf einer Sanktionsliste landet. Die bedeutet, dass jede Geschäftsbeziehung mit diesem Mandanten verboten ist. Sie wissen vielleicht davon noch nicht einma etwas. Und Microsoft ermittelt anhand Ihrer Dokumente und E-Mails, dass Sie diesen Mandanten betreuen. Zack - Konto weg. Muss nicht so kommen - aber ein denkbares Szenario ist das durchaus. 


Wenn das passiert, sind Sie Ihren Verpflichtungen aus dem GWG nicht nachgekommen. Nach denen müssen Sie prüfen, ob Mandanten auf Sanktionslisten stehen.

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heitschmidt
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@Steuerberater_DO 

 

Ihre Antwort verstehe ich nicht. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

"Wehret den Anfängen!" Das wird heute leider oft vergessen.
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cwes
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@heitschmidt  schrieb:

 

Ihre Antwort verstehe ich nicht. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?


Das Vorgehen von @Steuerberater_DO  heißt "Victim blaming"

Steuerberater_DO
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Ganz einfach:

 

Beim Datenschutz muss jedes Komma genauestens befolgt werden.

 

Bei anderen Gesetzen ist die Anwendung offensichtlich optional. Wenn man das GWG korrekt anwendet, kann der hier geschilderte Fall "Mandant steht auf Sanktionsliste - Ich werde gesperrt" gar nicht eintreten.

 

Stehen Mandanten auf Sanktionslisten, darf mit denen keine Geschäftsbeziehung begründet werden. Eine bereits bestehende Mandatsbeziehung ist zu beenden. Das Argument "Davon wusste ich aber nichts" ist kein Argument: Man muss eben dafür sorgen, dass man es weiß. Dafür gibt es genug Software am Markt.

 

Mal abgesehen davon, dass die Wahrscheinlichkeit, dass eine Sperrung deswegen passiert, vermutlich deutlich geringer ist, als dass man im Lotto gewinnt. Das hält aber nicht davon ab, solche Szenarien zur Grundlage einer Diskussion zu machen,

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c_kleineboymann
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sie sind und bleiben ein echter Spaßvogel; ich möchte nicht wissen wieviele Kanzleien das GWG gar nicht berücksichtigen und wenn dann nur in einer extrem rudimentären Form. Die DATEV hilft da eben auch nicht weiter. 

 

Aber anders betrachtet; seien Sie doch bitte froh, dass Ihr Unternehmen so rund läuft, sie alles immer richtig machen, volldigital unterwegs sind, ein tolles Verhältnis zu den Mandanten haben; ich gönne es Ihnen. 

 

Was einem nur auf den Keks geht; wenn man notorisch versucht Leute von durchaus fundierten Meinungen abzubringen in dem man eigene Fakten ständig wiederholt. Offensichtlich haben Sie nichts beizutragen, warum belassen Sie es dann nicht dabei? Ich denke, jeder hier weiß es. Es gibt halt Menschen die sich täglich selbst beweihräuchern müssen. 

 

 

P.S.

Wenn der Mandant auf die Sanktionsliste kommt, ist es übrigens im schlimmsten Fall mind. ein Jahr bis zum nächsten Abruf bei der Schufa ( etc.) und dann sprechen wir noch nicht einmal davon, dass es Namen doppelt geben soll und daher gewisse Prozesse ausgelöst werden müssen, die eben eine Beendigung der Mandatsbeziehung nicht auf Knopfdruck auslösen. 

Steuerberater_DO
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@c_kleineboymann  schrieb:

sie sind und bleiben ein echter Spaßvogel; ich möchte nicht wissen wieviele Kanzleien das GWG gar nicht berücksichtigen und wenn dann nur in einer extrem rudimentären Form. Die DATEV hilft da eben auch nicht weiter. 

 

Der Spaßvogel sind Sie: Datenschutz ist also höchst komplex. Das hält Sie aber nicht davon ab, ihn einzuhalten und Forderungen zu stellen, dass die DATEV bitte Ihrer Sichtweise auf die Auslegung der DSGVO zu folgen hat.

 

Beim GWG ist das also anders? Da ist es also okay, es nicht zu beachten? Oder es ist ein Argument: Das machen viele aber gar nicht?

 

Und nur darauf weise ich hin: Es wird ein Szenario aufgemalt, dass bei gesetzeskonformen Verhalten nicht passieren kann. Und wer ist für die Konsequenz verantwortlich: Genau, die DATEV. Nicht der, der sich nicht an das Gesetz hält.

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dn1
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geh doch garnicht auf diese Provo-Trolls ein... 🍩

cwes
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siro
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@TobiasX  schrieb:

aktuelles Zitat : "Einige Prototypen in der DATEV KI-Werkstatt nutzen die Microsoft Azure Open AI Services. Die Eingaben der Nutzer werden als Anfrage durch das DATEV-Cloud-Native-Rechenzentrum an Microsoft Azure gesendet und dort temporär verarbeitet. Die Antwort wird anschließend an das DATEV-Cloud-Native-Rechenzentrum zurückgesendet. Es erfolgt keine persistente Speicherung von personenbezogenen Daten bei Azure. Die über Microsoft Azure verarbeiteten Daten werden nicht an OpenAI weitergegeben auch nicht zum Training der Modelle genutzt.​"

 

( von https://www.datev.de/web/de/berufsgruppenuebergreifend/ueber-datev/innovation/kuenstliche-intelligenz/datev-ki-werkstatt )

 

Sie stellen es hier so dar als ob alle Anwendungen von Datev zukünftig ausschließlich bei MS laufen oder dies durch die Hintertür erreicht werden soll. 


Genau das, was Sie hier zum Schluss zitieren, belegt doch, was ich schreibe:

Die Daten wandern munter zur Weiterverarbeitung in die Azure Cloud. Ob sie dann auch wieder zurückübertragen werden, ist ja erst einmal völlig egal. Auf jeden Fall sind sie unverschlüsselt, wenn sie in der Azure Cloud verarbeitet werden sollen, oder nutzen einen Schlüssel, den Microsoft kennt. 

 

Und wenn Ihr Microsoft Konto gesperrt ist - Pech gehabt.

 

Stellen Sie sich nur mal vor, Sie haben einen Mandanten aus den USA (oder auch woanders her), der auf einer Sanktionsliste landet. Die bedeutet, dass jede Geschäftsbeziehung mit diesem Mandanten verboten ist. Sie wissen vielleicht davon noch nicht einma etwas. Und Microsoft ermittelt anhand Ihrer Dokumente und E-Mails, dass Sie diesen Mandanten betreuen. Zack - Konto weg. Muss nicht so kommen - aber ein denkbares Szenario ist das durchaus. 


NOPE

 

In dem als von Ihnen als Beweis für die Verlagerung der Datev Daten in die MS Cloud verweisen Sie auf einen Artikel in dem es im zweiten Absatz um die Datev KI Agenten geht. Datev schreibt dazu die Anfrage des KI Agenten geht an MS und dann zurück an Datev und dann zum Fragesteller.

 

Abgesehen davon das die Datev beim KI Agenten schreibt "Bitte geben Sie hier keine Informationen ein, die unter die berufsrechtliche Verschwiegenheitspflicht fallen." führen Sie weiter aus das nun Microsoft anhand der Dokumente und E-Mails ermittelt das man mit einem Mandanten von einer Sanktionsliste zusammenarbeitet.

Welche Dokumente und E-Mails?? Die Sie im Rahmen des KI Agenten hochgeladen haben? Oder wo kommen die plötzlich her?

 

Ich verstehe sehr wohl den Gesamtansatz, Datensparsamkeit, Anonymisierung, Berücksichtigung geopolitischer Weltlage, Datenhoheit etc.pp. 

 

Aber dennoch ist die Aussage Datev macht Cloud und damit ist jetzt alles bei Microsoft schlicht falsch.

 

#ITeinfachmachen mit Datev Solution Partner
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heitschmidt
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Ok !

 

Ich verstehe, warum Sie beim Beispiel „US-Mandant auf Sanktionsliste“ sofort ans GWG denken. Nur greift Ihre Antwort aus meiner Sicht am Kern vorbei. TobiasX wollte damit nicht ernsthaft begründen, dass man sanktionierte Mandanten „einfach weiterbetreut“, sondern ein Betriebsrisiko illustrieren: Wenn zentrale IT-Dienste über automatisierte Policies sperren können, trifft das im Zweifel auch bei Fehlklassifikationen oder Overblocking die Arbeitsfähigkeit einer Kanzlei, und zwar unabhängig davon, ob man seine GWG-Prüfungen grundsätzlich sauber organisiert hat. GWG-Compliance beantwortet daher nicht die eigentliche Frage, die hier mitschwingt: Welche Schutzmechanismen und Notfallpfade gibt es, damit eine Kanzlei nicht mit einem einzigen Provider-Entscheid auf einen Schlag handlungsunfähig wird. Genau da geht die Diskussion hin. Auf „selbst schuld“ zu verkürzen, ist da nicht wirklich hilfreich.

"Wehret den Anfängen!" Das wird heute leider oft vergessen.
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Steuerberater_DO
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Ich kann die Bedenken nachvollziehen.

 

Nur: Dieses Problem ist ja kein Datev-exklusives Problem.

 

Das besteht grundsätzlich und auf allen Ebenen. Die Bundesregierung schreibt sich digitale Souveranität auf die Fahne und kauft erst mal für einen halbe Milliarde MS-Lizenzen. Niedersachsen beendet das Experiment mit OpenSource in der Finanzverwaltung und geht zurück zu MS.

 

Ja, es gibt Gegenbewegungen, z. B. SH. Mal abwarten, was da passiert. Die Opposition im Kieler Landtag sieht das Projekt nicht als Erfolg.

 

Aber von der Datev zu fordern, dass sie jetzt Jahrzehnte europäischer Versäumnis bitte bis Ende 2029 beheben soll, geht mE völlig an der Realität vorbei.

 

Da hat die Datev das Risiko, dass TobiasX darstellt, gegen die Risiken abzuwägen, bis 2029 kein funktionsfähiges Softwaremodell auf die Beine zu stellen.

 

Da ist mir lieber, dass es theoretisch möglich ist, dass US-Behörden Zugänge sperren können als Ende 2029 keine Software mehr zu haben.

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heitschmidt
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Danke, so kann man es gut diskutieren. Mir geht es auch nicht darum, von DATEV bis 2029 einen europäischen Microsoft-Ersatz zu verlangen oder so zu tun, als sei das ein DATEV-exklusives Problem. Was ich aber nicht akzeptiere, ist die Alternative „entweder volles US-Risiko oder ab 2029 keine Software mehr“. Dazwischen liegt eine Menge, was DATEV sehr wohl beeinflussen kann: klare Datenklassen und Transparenz je Anwendung, möglichst wenig Drittlandpfade im Betrieb, saubere Dokumentation für TIA und Berufsgeheimnis, technische und organisatorische Begrenzungen für Admin- und Supportzugriffe und vor allem ein belastbares Betriebsmodell mit Notfall- und Exit-Szenarien, falls ein Provider sperrt oder Konditionen kippen. Das ist kein Don-Quijote-Programm, sondern schlicht die Governance, die man für ein Mitgliedermodell verlangen muss, in dem wir am Ende die Risiken und Kosten tragen.

"Wehret den Anfängen!" Das wird heute leider oft vergessen.
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Steuerberater_DO
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Ich halte das für überfordernd.

 

Das bekommen weitaus größere Organisationen als die DATEV nicht hin.

 

An einem Punkt unterscheiden wir uns allerdings deutlich:

Ich vertraue der DATEV, dass sie die Probleme sieht und entsprechend handelt. Sofern es in ihren Möglichkeiten liegt.

 

Sie tun das nicht. Das ist ihr gutes Recht. Nur was ist Ihr Alternativszenario?  Wann ziehen Sie die Reißleine und holen sich eine neue Software? Und welche?

 

Schauen Sie sich nur mal Pennylane an. Was die an Integrationen versprechen, wird ohne eine umfassende Cloud-Architektur gar nicht zu realisieren sein. Was Agenda und Addison machen, weiß auch keiner. 

 

Mal abgesehen davon: MS wird sich hüten, mal eben allen europäischen Unternehmen den Datenzugang abzuklemmen. Die sind ja auch nicht doof und wissen, dass dann auch Europa auf Ideen kommen könnte, die man in Seattle nicht gerne hört.

 

Side Note: Ein Freund in einer Agenda-Kanzlei erzählte mir, dass da ähnliche Diskussionen in den Foren ablaufen. Das Gras scheint da auch nicht grüner zu sein.

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jjunker
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@heitschmidt Man kann der DATEV nun wohl schon das Zeugnis ausstellen, mit den Daten sorgsam und nicht fahrlässig umzugehen

 

Man könnte es ihr noch ausstellen wenn nicht kürzlich Probeabrechnungen lustig in der Republik verteilt worden wären.

 

 

https://youtu.be/1hBVqgxA_Cg?is=YjY7xP181hKIKdt8
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heitschmidt
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@jjunker 

 

Das klingt interessant und wie ein gravierender Betriebsunfall - je nach Ursache. Haben Sie Details?

 

"Wehret den Anfängen!" Das wird heute leider oft vergessen.
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letzte Antwort am 04.05.2026 09:14:04 von heitschmidt
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