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DATEV, mir graut vor der Cloud ...

339
letzte Antwort am 23.01.2026 20:09:41 von steuerbär
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Steuerberater_DO
Aufsteiger
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Ich sehe nicht nur Lohn und FiBu sondern auch die komplette Welt der Abschlußerstellung, Steuerberechnungen und Eklärungen, Statistiken und Unternehmensberatung, die natürlich Vergleiche aus den Vorjahren benötigt und aktuell auf lieb gewonnenen Prozessen aufbaut. Hinzu kommt die seit zig Jahren gepflegte Dokumentenablage.



Das ist doch das Hauptproblem. Der "lieb gewonnene" Prozess darf sich nicht ändern.

 

Und das potenzieren Sie bitte mal mit der Anzahl der Kunden. Jeder Kunde hat seinen eigenen lieb gewonnenen Prozess, der sich auf gar keinen Fall ändern darf. Also darf sich gar nichts ändern.

 

Eine Automatisierung erfordert im ersten Schritt eine Standardisierung. Also müssen die Prozesse vereinheitlicht werden. Das muss einem nicht gefallen. Aber dann muss man bitte auch die Konsequenzen daraus ziehen.

 

Ich habe überhaupt kein Problem damit, einem von der Datev vorgegebenen Best Practice Prozess zu folgen. Sie haben die völlige Freiheit, das nicht zu wollen.

 

Aber bitte erwarten Sie nicht von mir, dass ich höhere Kosten dafür habe, dass die Datev neben ihrem Prozess noch zig weitere Prozesse unterstützen muss.




Prozesse kann man umstellen, aber bitte nicht unter Zeitdruck und Zwang, weil das alte System plötzlich und unerwartet weg fällt und durch ein neues und nicht vollständig ausgereiftes System ersetzt werden muß.

An dem Punkt haben Sie Recht. Aber das alte ReWe wird ja nicht morgen abgeschaltet. Wir wissen ja noch nicht mal, wann es abgeschaltet wird, welche Übergangslösungen es geben wird etc.

Der Umstand, dass immer wieder behauptet wird, dass die Datev alles nicht interessiert und die einfach ReWe abschalten und ein Gurkensystem anbieten, wird auch durch ständige Wiederholung nicht zu einer Tatsache.

andreashofmeister
Überflieger
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@Steuerberater_DO  schrieb:

......

Vielleicht, nur ganz vielleicht, teilen die allermeisten Patienten Ihre Einschätzung nicht und bleiben deswegen bei der DATEV.


Danke!

 

@Algo , Sie wollten sich doch nach Alternativen umschauen. Hat sich schon etwas ergeben?

heitschmidt
Erfahrener
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Vielleicht, nur ganz vielleicht, teilen die allermeisten Patienten Ihre Einschätzung nicht und bleiben deswegen bei der DATEV.

Vielleicht - nur ganz vielleicht - bekommen mittlerweile viele Patienten einen echten Wechselwillen, aber keiner hat Bock auf Warteliste bei anderen Ärzten.

 

"Wehret den Anfängen!" Das wird heute leider oft vergessen.
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heitschmidt
Erfahrener
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Nachricht 274 von 340
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Und das potenzieren Sie bitte mal mit der Anzahl der Kunden. Jeder Kunde hat seinen eigenen lieb gewonnenen Prozess, der sich auf gar keinen Fall ändern darf. Also darf sich gar nichts ändern.

 

Ihre Schlussfolgerungen sind penetrant falsch und unterstellend.

"Wehret den Anfängen!" Das wird heute leider oft vergessen.
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Steuerberater_DO
Aufsteiger
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Nachricht 275 von 340
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Vielleicht - nur ganz vielleicht - bekommen mittlerweile viele Patienten einen echten Wechselwillen, aber keiner hat Bock auf Warteliste bei anderen Ärzten.

 


Dann ist der Leidensdruck offenbar nicht groß genug. Wenn er das wäre, würde gewechselt werden.

 

Oder die Patienten wissen, dass das Gras anderswo auch nicht grüner ist.

 

Und es bleibt beim Fakt: Der Marktanteil der Datev liegt wo? Bei 80%+?

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andreashofmeister
Überflieger
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@heitschmidt  schrieb:

Und das potenzieren Sie bitte mal mit der Anzahl der Kunden. Jeder Kunde hat seinen eigenen lieb gewonnenen Prozess, der sich auf gar keinen Fall ändern darf. Also darf sich gar nichts ändern.

 

Ihre Schlussfolgerungen sind penetrant falsch und unterstellend.


Na, jetzt kommt doch mal Schwung in die Sache....kopfschüttel...

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Algo
Einsteiger
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Nachricht 277 von 340
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Die Gleichsetzung von „bleiben“ mit „einverstanden sein“ bzw. „gehen“ mit „nicht einverstanden sein“ ist nicht ganz richtig.

In vielen Fällen verstummen kritische Stimmen nicht aus Überzeugung, sondern aufgrund struktureller Einschränkungen /Lock-in-Effekte, die oft entscheidend für Kundenverhalten sind.

Ich bestehe keineswegs darauf, dass Alle meine Meinung teilen sollen. Bis Herbst 2025 war ich mit der DATEV sehr zufrieden und habe die Leistungen stets geschätzt.

Wenn aber ein Unternehmen mit 1,5 von 5 Punkten bewertet wird, dann besteht m.E. ein dringender Handlungsbedarf.

Der Gedanke, dass Unzufriedene einfach wechseln und damit alles „wieder gut“ wird, wird durch historische Erfahrungen klar widerlegt. Die Geschichten wie bei z.B. Nokia, Blackberry, Yahoo, Windows 8 usw., verdeutlichen, dass Systemnutzung und Kundenzufriedenheit nicht automatisch gleichgestellt werden kann.

Steuerberater_DO
Aufsteiger
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Nachricht 278 von 340
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Der Gedanke, dass Unzufriedene einfach wechseln und damit alles „wieder gut“ wird, wird durch historische Erfahrungen klar widerlegt. Die Geschichten wie bei z.B. Nokia, Blackberry, Yahoo, Windows 8 usw., verdeutlichen, dass Systemnutzung und Kundenzufriedenheit nicht automatisch gleichgestellt werden kann.

Nokia, Yahoo, Blackberry sind alle vom Markt verschwunden.

 

Aber Microsoft ist ein super Beispiel: Da wird immer wieder gepredigt, wie doof das ist, LINUX (oder wahlweise irgendwas anders) weit überlegen sei und alle Leute, die bei Microsoft bleiben, einfach nur keine Ahnung haben.

 

Trotzdem ist MS Marktführer und die Versuche, zu anderen Anbieter zu wechseln, zeigen, dass es nicht ganz so einfach ist (siehe aktuell SH). Andere Programme sind nämlich erst mal nur eins: Anders.

 

Und nur weil sie unzufrieden sind, heißt das nicht, dass die Mehrheit der Kunden unzufrieden ist.

 

Ich kann nämlich eins nicht verstehen: Hier wird sich von den immer selben Leuten darüber beschwert, dass die Datev das eigene Unternehmen mit ihren Handlungen im Bestand bedroht. Wechseln wollen die aber nicht. Oft kommt dann das Argument mit Lock-In-Effekten.

Wenn ich der Meinung wäre, dass die Datev mein Unternehmen mit ihrem Geschäftsgebahren bedroht., würde ich wechseln und zwar so schnell wie möglich. Gerade die anstehende Änderung der Programme führt das Argument Lock-In ohnehin ad absurdum. Die neuen Programme werden so komplett anders sein, dass das vermutlich einem Anbieterwechsel gleichkommt.

 

Also: Warum wechseln die Leute nicht?

 

Und damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich sehe bei Datev auch eine Menge Dinge, die besser sein könnten. Nur sehe ich keinen anderen Anbieter, der besser wäre.

cwes
Meister
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@Steuerberater_DO  schrieb:

 

Ich kann nämlich eins nicht verstehen: Hier wird sich von den immer selben Leuten darüber beschwert, dass die Datev das eigene Unternehmen mit ihren Handlungen im Bestand bedroht. Wechseln wollen die aber nicht. Oft kommt dann das Argument mit Lock-In-Effekten.


Häh? Wir sind alle kräftig dabei Alternativen auszuprobieren und auch einzuführen und zu nutzen. Datev ist nur noch der Kern, der zum Schluss ersetzt wird (oder auch nicht, je nachdem wie es sich entwickelt).

Algo
Einsteiger
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Nachricht 280 von 340
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Nokia, Yahoo, Blackberry sind alle vom Markt verschwunden.


Ja, wegen Management-Fehlentscheidungen

 

Aber Microsoft ist ein super Beispiel: Da wird immer wieder gepredigt, wie doof das ist, LINUX (oder wahlweise irgendwas anders) weit überlegen sei und alle Leute, die bei Microsoft bleiben, einfach nur keine Ahnung haben.

 

Trotzdem ist MS Marktführer und die Versuche, zu anderen Anbieter zu wechseln, zeigen, dass es nicht ganz so einfach ist (siehe aktuell SH). Andere Programme sind nämlich erst mal nur eins: Anders.

 

Hier geht es nicht um Linux, sondern darum, dass der Unmut gegenüber Windows 8 so groß war, dass Microsoft das Produkt so schnell wie möglich vom Markt genommen und ersetzt hat.

 

 

Und nur weil sie unzufrieden sind, heißt das nicht, dass die Mehrheit der Kunden unzufrieden ist.

Nur weil Sie zufrieden sind, heißt das nicht, dass die Mehrheit der Kunden zufrieden ist.

 

 

Wechseln wollen die aber nicht. Oft kommt dann das Argument mit Lock-In-Effekten.

 

Eine Kanzleisoftware lässt sich nicht von heute auf morgen austauschen. Ein solcher Wechsel erfordert viel Zeit und sorgfältige Planung.

 

Solange die aktuelle Lösung funktioniert, sehe ich keinen Grund für einen sofortigen Wechsel.

Steuerberater_DO
Aufsteiger
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Nachricht 281 von 340
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Und nur weil sie unzufrieden sind, heißt das nicht, dass die Mehrheit der Kunden unzufrieden ist.

Nur weil Sie zufrieden sind, heißt das nicht, dass die Mehrheit der Kunden zufrieden ist.

 

 

 


Ich habe aber das Argument auf meiner Seite, dass der seit Jahren immer wieder prognostizierte Massenexodus der Kunden von der Datev bisher ausgeblieben ist. Also ist der Leidensdruck nicht so groß, dass man wechselt.

 

Mag sein, dass das diesmal anders ist und in 2 Jahre massenhaft Kunden der Datev kündigen. Solange das aber nicht passiert, wird sich die Datev nicht von Einzelmeinungen wie von Ihnen oder mir in einem Forum von ihrer Geschäftspolitik abbringen lassen.

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StB_in
Aufsteiger
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@cwes  schrieb:
... Häh? Wir sind alle kräftig dabei Alternativen auszuprobieren und auch einzuführen und zu nutzen. Datev ist nur noch der Kern, der zum Schluss ersetzt wird (oder auch nicht, je nachdem wie es sich entwickelt).

... und das hat die Datev selbst zu verantworten.. Bei den Grundsteuererklärungen hat man uns GenossInnen im Regen stehen lassen und stattdessen eine Kooperation, später Übernahme einer kleinen Softwareschmiede vorgenommen. Warum man das nicht selbst konnte, ist unklar .. aber so konnten wir SteuerberaterInnen feststellen, dass auch andere Wettbewerber hübsche Söhne oder Töchter haben... 

 

einmalnoch
Experte
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@Steuerberater_DO  schrieb:

 

 

Und nur weil sie unzufrieden sind, heißt das nicht, dass die Mehrheit der Kunden unzufrieden ist.

Nur weil Sie zufrieden sind, heißt das nicht, dass die Mehrheit der Kunden zufrieden ist.

 

 

 


Ich habe aber das Argument auf meiner Seite, dass der seit Jahren immer wieder prognostizierte Massenexodus der Kunden von der Datev bisher ausgeblieben ist. Also ist der Leidensdruck nicht so groß, dass man wechselt.

 

Mag sein, dass das diesmal anders ist und in 2 Jahre massenhaft Kunden der Datev kündigen. Solange das aber nicht passiert, wird sich die Datev nicht von Einzelmeinungen wie von Ihnen oder mir in einem Forum von ihrer Geschäftspolitik abbringen lassen.


Aber Sie haben verlässliche Zahlen.

 

Wissen Sie eigentlich wie Sie klingen?

 

Aus meiner Erfahrung kann Ihnen sagen, dass ich diese Worte schon einmal gehört habe. Das war Anfang der 1990er, bis Ende der 1990er hat DATEV dann ganz schön Federn lassen müssen, erst mit pro hat sich das Blatt ganz langsam gewendet.

 

Und Schleswig-Holstein geht weg von MS, das wird dort sauber umgesetzt, die "Schreihälse" sind die, die immer was zu meckern haben und nie kunstruktiv sind.

„Einen guten Ruf erwirbt man sich nicht mit Dingen, die man erst machen will.“ - Henry Ford
Steuerberater_DO
Aufsteiger
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Aber Sie haben verlässliche Zahlen.

 

 


Dazu muss ich nur in den Geschäftsbericht der Datev reingucken. Seit 2020 hat sich der Umsatz von 1,1 auf 1,5 Mrd. erhöht. 

 

Die Kundenzahl ist stabil bei 40.000. Ein Massenexodus von Kunden ist also nicht eingetreten.

 

 

 

 

Und Schleswig-Holstein geht weg von MS, das wird dort sauber umgesetzt, die "Schreihälse" sind die, die immer was zu meckern haben und nie kunstruktiv sind.


Das bezweifle ich auch nicht. Nur ist das nicht ohne Probleme im Übergang machbar und auch SH stellt fest, dass der Wechsel weg von MS kein Allheilmittel ist (und ob das sauber umgesetzt wird, sieht die Opposition in SH anders). Also genau wie bei uns und der Datev.


Aus meiner Erfahrung kann Ihnen sagen, dass ich diese Worte schon einmal gehört habe. Das war Anfang der 1990er, bis Ende der 1990er hat DATEV dann ganz schön Federn lassen müssen, erst mit pro hat sich das Blatt ganz langsam gewendet.

 

 


Das beweist meine These: Der Markt wird es richten. Liefert die Datev nicht das, was die Mehrzahl (!) der Kunden will, wird die Mehrzahl gehen. Nur sieht es nicht so aus, als ob die Mehrzahl der Kunden derzeit die Einschätzung teilt.

 

Wir werden es in 2 - 3 Jahren sehen.

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martinkolberg
Meister
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Eine Kanzleisoftware lässt sich nicht von heute auf morgen austauschen. Ein solcher Wechsel erfordert viel Zeit und sorgfältige Planung.

 

Solange die aktuelle Lösung funktioniert, sehe ich keinen Grund für einen sofortigen Wechsel.


Ich befürchte, daß die Sperrung des SQL- Servers und der komplette Umzug in die Cloud einem Wechsel der produktiven Kanzleisoftware mit all ihren Folgen gleich kommt.

 

bodensee
Allwissender
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@Steuerberater_DO  schrieb:


Aber Sie haben verlässliche Zahlen.

 

 


Dazu muss ich nur in den Geschäftsbericht der Datev reingucken. Seit 2020 hat sich der Umsatz von 1,1 auf 1,5 Mrd. erhöht. 

 

Die Kundenzahl ist stabil bei 40.000. Ein Massenexodus von Kunden ist also nicht eingetreten.

 

 

Das beweist meine These: Der Markt wird es richten. Liefert die Datev nicht das, was die Mehrzahl (!) der Kunden will, wird die Mehrzahl gehen. Nur sieht es nicht so aus, als ob die Mehrzahl der Kunden derzeit die Einschätzung teilt.

 

Wir werden es in 2 - 3 Jahren sehen.


NUn wie immer mit Zahlen ist da so eine Sache.  Selbstverständlich haben Sie Recht das die Mitgliederzahl mehr oder weniger konstant bei ca. 40000 liegt.  Aber man muss sich finde ich die Entwicklung ansehen. Damit hatte die Datev jahrelang geworben wie sich die Mitgliederzahlen erhöhen und dies ist seit Jahren nicht mehr der Fall weil die die hinuzukommen durch die kompensiert werden die  in den Ruhestand oder zur Konkurrenz gehen. 

 

Im zweiten Zuge müsste man sich ansehen wie alt im Detail die Genossen sind. Ich weiss es nicht aber ich vermute - also meine eigene Annahme- das ein Großteil der Genossen "alt" ist und der Ruhestand absehbar.  Nun stellt sich die Frage machen die Kollegen einfach die Tür zu oder verkaufen Sie die Kanzlei, dann wiederum an wen  Einzelnachfolger(in) oder eine der immer stärker auftretenden Kraken KG's. Bleibt die Beraternummer = Mitglied oder verschwindet das Mitglied und nur die Beraternummer bleibt bei der neuen KG- ich weiß es nicht, da müsste ich mir mal das Mitgliederverzeichnis ansehen.  Macht der / die Neue mit Datev weiter am Anfang sicherlich weil er dann quasi alle Prozesse einfach übernehmen kann und dann sukzessive umstellen kann auf das was er/Sie möchte. 

 

Wenn meine Vermutung mit dem "alt" stimmt wird in ein paar Jahren - wie Sie ja selbst auch schreiben- der Schwund einsetzen, der dann ggf. beträchlich sein wird. 

Aber selbstverständlich habe ich keine Glaskugel sonst wäre ich nicht mehr StB sondern Glücksfee. Aber meine These oder auch mein Gefühl sagt mir einfach das die Datev eG für die Zukunft nicht gut aufgestellt ist und daher und da gebe ich Ihnen völlig Recht der Markt das Thema regeln wird. Wer langsam und träge ist wird in diesem Markt nicht mehr bestehen können. 

 

Aber wie gesagt alles meine Meinung, ob die stimmt oder nicht sei dahingestellt. MIr ging es nur darum das Argument 40000 Mitglieder spräche für die Datev zu entkräften bzw. eine andere Sichtweise der absoluten Zahlen zu präsentieren. 

Grüße vom wunderschönen Bodensee
U.K.Eberhardt
martinkolberg
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Das ist doch das Hauptproblem. Der "lieb gewonnene" Prozess darf sich nicht ändern.

Warum haben wir diese "lieb gewonnenen" Prozesse?
Könnte es vielleicht daran liegen, daß oftmals die normalen Prozesse vom Standard nicht abgebildet werden?

z.B. im Bereich der UST- Erklärungen:

- Abweichende Wirtschaftsjahre und es gab noch Nachbuchungen, die nicht gesendet wurden
- Konsolidierte Firmen mit UST- oder GewSt- Verrechnungen.

 

Das sind eigentlich Standard- Prozesse, bei denen mich die DATEV Software immer wieder ins Messer laufen läßt.

 

nehmen Sie den Fall: 
- eine neue Filiale wird gekauft (viel VST)
-> Das Finanzamt stellt die Buchhaltung um auf quartalsweise Anmeldung und Sie haben ein abweichendes Wirtschaftsjahr zum Juli.

 

Da kommen Sie nicht umhin, die MwSt per Excel zu verproben und korrekte Zahlen manuell in die Steuerprogramme zu kopieren. Da nutzen wir "lieb gewonnenen" Prozesse, um schnell zum sauberen Ergebnis zu kommen.

 

PS an DATEV: In diesem Fall ist es notwendig die Buchhaltung zweier Firmen und die Steuerprogramme, Excel und die Bilanzberichte alle parallel auf den Bildschirmen darzustellen. - in Fenstern, die sich zoomen und verschieben lassen, wie es bei ReWe, Biber, usw. heute problemlos möglich ist. UO bietet diese Optionen meines Wissens nicht.

 

Steuerberater_DO
Aufsteiger
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Nachricht 288 von 340
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@bodensee  schrieb:

Aber selbstverständlich habe ich keine Glaskugel sonst wäre ich nicht mehr StB sondern Glücksfee. Aber meine These oder auch mein Gefühl sagt mir einfach das die Datev eG für die Zukunft nicht gut aufgestellt ist und daher und da gebe ich Ihnen völlig Recht der Markt das Thema regeln wird. Wer langsam und träge ist wird in diesem Markt nicht mehr bestehen können. 

 

 


Wenn ich eine Glaskugel hätte, hätte ich schon mehrmals die Lottozahlen vorhergesagt und würde, statt hier mit Ihnen zu argumentieren, an einem Strand in der Sonne sitzen, einen Cocktail (oder auch mehrere trinken) und mich darüber amüsieren, dass Leute es nötig haben zu arbeiten :-).

 

Ich kann das Gefühl verstehen. Nur die ehrliche Frage: Wenn Sie meinen, dass die Datev nicht mehr gut gerüstet ist, warum wechseln Sie nicht? Der anstehende Wechsel der Datev-Programme ist mE faktisch ein Anbieterwechsel, weil "kein Stein auf dem anderen bleibt". Dann kann man aber auch ohne Rücksicht auf Lock-In-Effekte wechseln.

 

Und wenn Sie der Datev nicht zutrauen, dass zu schaffen, haben Sie doch eigentlich keine andere Wahl? Wenn ich es der Datev nicht zutrauen würde, würde ich gehen.

 

Es mag sein, dass ich in ein paar Jahren diese Entscheidung bereue. Aber dann schiebe ich es auf die fehlende Glaskugel 🙂

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martinkolberg
Meister
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Nachricht 289 von 340
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Das ist doch das Hauptproblem. Der "lieb gewonnene" Prozess darf sich nicht ändern.

Wir haben leider aktuell ein großes Abschneiden unserer funktionierenden Prozesse.

Seit Anbeginn der Berichtschreibung haben wir Standard- Zuordnungstabellen gepflegt, auf denen unsere Berichte und Arbeitsunterlagen fußen.

Vollautomatische UST- Verprobung, Statistische Auswertungen, und Vieles mehr.

 

Durch den unnötigen Wegfall der Zuordnungstabellen können wir für alle Mandanten neue Arbeitsblätter bauen.
Wem ist es gelungen, aus dem Standard ReWe Funktionen einfach nur die UST- Verbindlichkeit für den Bilanzbericht herauszukitzeln, die anschließend mit der UST- Erklärung verprobst wird?

Kalkulationstabelle neu: <Value>, wenn auch nur eines der angesprochenen Konten nicht bebucht wurde.
Wurde das nicht getestet, oder möchte man uns ärgern? Wie soll ich so Musterberichte erstellen?
Option. Zurück zu Excel- Plugins in BiBer?

Natürlich werden die Kontenfunktionen für die Schnittstellen zu den Steuerprogrammen genutzt, aber warum durften die Zuordnungstabellen nicht parallel bleiben?
 

martinkolberg
Meister
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Nachricht 290 von 340
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Und wenn Sie der Datev nicht zutrauen, dass zu schaffen, haben Sie doch eigentlich keine andere Wahl? Wenn ich es der Datev nicht zutrauen würde, würde ich gehen.


Leider gibt es auch noch einen dritten Weg:
Kompletter geplanter Exit, also Frührente...

 

Was nun, wenn viele kleine Kanzleien sich entschließen, diesen Weg zu gehen, weil die oftmals schon älteren Mitarbeiter abspringen, da sie keine Lust haben, das Buchen wieder komplett neu zu erlernen?

 

Forderung: Das neue System muß ansprechend sein und darf die Mitarbeiter nicht frustrieren oder enttäuschen.

Ein Herumgeklickse  mit der Maus darf es genauso wenig geben, wie dauerhaft unlesbare Belege oder gar der Zeilenverlust, wenn ich einen Beleg zoome, wie es aktuell in UO- Posteingang programmiert ist..

bodensee
Allwissender
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Nachricht 291 von 340
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Vor einigen Jahren habe ich mir das sehr ernsthaft überlegt und habe über Monate hinweg mir Addison als Alternative angesehen. 

 

Was mich letztlich davon abgehalten hat, waren die Umstellungskosten , die Mitarbeiter(um)schulungen und jede Menge Kanzleiprozesse die ich hätte ändern müssen und last and least die Aussage von Addison 1 PC sollte ich sicherheitshalber bei Datev belassen, falls doch nicht alles klappt mit dem Umzug. 

 

Agenda wäre auch ein Kandidat gewesen. 

 

Durch das Beschäftigen mit der Konkurrenz konnte ich allerdings für mich sehr schnell lernen warum die Konkurrenz deutlich günstiger ist als die Datev. Sprich wo die inhaltlichen aber auch die Programmseitigen Unterschiede sind. Ich hatte durch Zufall oder war ein Mandant - ich weiß es nicht mehr - ein Video die one click Performance von Addison angesehen und daher gedacht / gehofft das wäre ggf. eine Alternative. 

 

 

Grüße vom wunderschönen Bodensee
U.K.Eberhardt
Steuerberater_DO
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Nachricht 292 von 340
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@martinkolberg  schrieb:

 

 

Was nun, wenn viele kleine Kanzleien sich entschließen, diesen Weg zu gehen, weil die oftmals schon älteren Mitarbeiter abspringen, da sie keine Lust haben, das Buchen wieder komplett neu zu erlernen?

 

 


Wenn Kanzleien schließen, brauchen deren Mandanten auch weiterhin Steuerberatung. 

 

Meine Forderung ist , dass das System für junge Mitarbeiter ansprechend ist. Das jetzige UI verbinde ich mit DOS 3.11 und nicht mit einem modernen UI.

 

Es muss sich an junge Mitarbeiter richten und nicht an ältere. Wir brauchen Nachwuchs, um der Zukunft gerecht zu werden.

 

 

steuerbär
Fortgeschrittener
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Sie schwingen schon gerne die Keule, dass man dann halt wechseln soll.

 

Das ist eine Alternative.

 

Aber es sollte die letzte Alternative sein!

 

Sicher denkt jeder von uns Anwendern immer wieder darüber nach, zu wechseln. Das ist ganz natürlich. Dann kommt mir immer wieder der Spruch eines Kollegen in den Kopf: "Die DATEV ist vermutlich das geringste Übel."

 

Das mag zutreffend sein, aber es wäre doch traurig, wenn das der neue Anspruch der DATEV werden sollte, seine Mitglieder zu behalten, weil man das geringste Übel ist.

 

Soweit sind wir doch noch nicht und ich hoffe, dass es auch nicht so weit kommt. Aber wir haben uns doch alle bewusst für unsere Genossenschaft entschieden und es muss doch der Anspruch sein, mit dieser enormen Zahl von Mitarbeitern und Mitgliedern eine Cloud-Software hin zu bekommen, die vielleicht am Anfang noch nicht begeistert, aber doch wenigstens die Anforderungen anständig erfüllt, ohne Rumgemurkse, ohne unsinniges Rumgeklicke, ohne ständig die Software austricksen zu müssen, ohne jedes Jahr tausende Hilfedokumente in Endlosschleifen zu lesen, ...

 

Der Anspruch muss doch sein, dass die neue Cloud-Software nicht nur anders, sondern auch besser wird. Und der Anspruch muss sein, dass ein Unternehmen dieser Größe der technische Anführer der Branche bleibt oder wieder wird.

 

Vielleicht bin ich zu blauäugig, aber meine Hoffnung wäre es ...

 

Sonst kommen Plan B oder C zum Zug ...

cwes
Meister
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@Steuerberater_DO  schrieb:

 

Es muss sich an junge Mitarbeiter richten und nicht an ältere. Wir brauchen Nachwuchs, um der Zukunft gerecht zu werden.

Junge MA haben auch keine Lust, Ihre Zeit damit zu verplempern, sich durch zähe HTML-Formulare zu klicken.

c_kleineboymann
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Schon wieder so ein Quatsch den Sie da von sich geben, so einseitig und realitätsfremd, dass es mir wirklich weh tut. 

 

Womit wollen Sie die Jugend für unseren Beruf begeistern? Was glauben Sie denn wie viele sich vor einer Ausbildung die Software dahinter anschauen? Was glauben Sie denn wie es in anderen Unternehmen zu geht; Möbelhäuser, Autohäuser die noch mit AS400 basierten Systemen arbeiten sind "hipper" als die DATEV Software? DOS 3.11? Was soll das überhaupt für eine Version gewesen sein? Sie meinen sicherlich Windows 3.11 for Workgroups? Dazu die ziemlich direkte indirekte Behauptung "die Älteren sind egal"; merken Sie eigentlich noch was? Schonmal auf den Berufsindex geschaut? über 60% der Berufsträger sind im fortgeschrittenem Alter, wenn wir die nun ausgrenzen; gute Nacht Berufsstand! 

 

P.S.

Wirtschaftlich, politisch sollte klar sein was passiert. Wie in allen anderen Berufen wird der einst verschlossene Beruf (durch Titel; Meister, etc.) sukzessive geöffnet. Seit Jahren schwelt es, dass Bilanzbuchhalter Jahresabschlüsse erstellen sollen dürfen. Faktisch wird damit die Preisstruktur der Branche zerstört und immer mehr und mehr Berufsfremde werden Consulting Firmen gründen die Buchhaltung / Jahresabschluss anbieten und zufällig Elster Dateien zur Übermittlung ans FA vorbereiten. 

Steuerberater_DO
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Der einzige, der Quatsch von sich gibt, sind Sie.

 

Es darf sich nichts ändern, alles muss so bleiben, wie Sie es kennen.

 

Wo ist das Problem, wenn die Vorbehaltsaufgaben geöffnet werden? Wir sind SteuerBERATER und keine Buchhalter.

 

Wo ist das Problem, wenn wir moderne Software anbieten? Nur weil manche Leute nicht veränderungswillig und lernbereit sind, muss alles so bleiben, wie Sie es kennen?

 

Bleiben Sie bei Ihrer Meinung, helfen kann man Ihnen nicht mehr.

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Steuerberater_DO
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Soweit sind wir doch noch nicht und ich hoffe, dass es auch nicht so weit kommt. Aber wir haben uns doch alle bewusst für unsere Genossenschaft entschieden und es muss doch der Anspruch sein, mit dieser enormen Zahl von Mitarbeitern und Mitgliedern eine Cloud-Software hin zu bekommen, die vielleicht am Anfang noch nicht begeistert, aber doch wenigstens die Anforderungen anständig erfüllt, ohne Rumgemurkse, ohne unsinniges Rumgeklicke, ohne ständig die Software austricksen zu müssen, ohne jedes Jahr tausende Hilfedokumente in Endlosschleifen zu lesen, ...


Die Leistungsfähigkeit der Software kommt eben zum Preis einer komplexen Bedienung. 

 

Den Anzahlungsassistenten muss ich mir detailliert anschauen, damit ich weiß, wie er funktioniert. Die Kreditanbindung über Finanzanalyse muss ich auch erst mal verstehen. Die automatisierte Generierung von SoBil-Buchungen kann ich auch nicht sofort aus dem Stegreif anlegen.

 

Wie wollen Sie solche komplexen Funktionen intuitiv machen? 

 

Ich habe mich nicht für die Datev entschieden, weil sie eine Genossenschaft ist. Datev war "eben" da, als ich die Kanzlei gekauft habe und ich bin geblieben, weil die Software die Anforderungen erfüllt, die ich habe.

 

Tut die Software das irgendwann nicht mehr, werde ich die Datev verlassen. Ich bin aber der Meinung, dass die Datev weiß, was sie tut.

 

Eine Genossenschaft im eigentlichen Sinne ist die Datev doch längst nicht mehr. Der einzelne Genosse hat keinerlei Möglichkeit, etwas zu ändern, weil er nur einer von 40.000 ist. Alles andere ist Marketingsprech der Datev, zumindest meiner Meinung nach.

 

Und wie @bodensee geschrieben hat, sind die Wettbewerber auch deswegen günstiger, weil sie eben nicht den Funktionsumfang der Datev bieten. 



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heitschmidt
Erfahrener
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Ich gebe @c_kleineboymann recht. Ihr Auftreten ist derart dogmatisch, dass eine Diskussion faktisch nicht zustande kommt, weil abweichende Sichtweisen von vornherein ausgeschlossen werden.

"Wehret den Anfängen!" Das wird heute leider oft vergessen.
cwes
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@c_kleineboymann  schrieb:

 

 

P.S.

Wirtschaftlich, politisch sollte klar sein was passiert. Wie in allen anderen Berufen wird der einst verschlossene Beruf (durch Titel; Meister, etc.) sukzessive geöffnet. Seit Jahren schwelt es, dass Bilanzbuchhalter Jahresabschlüsse erstellen sollen dürfen. Faktisch wird damit die Preisstruktur der Branche zerstört und immer mehr und mehr Berufsfremde werden Consulting Firmen gründen die Buchhaltung / Jahresabschluss anbieten und zufällig Elster Dateien zur Übermittlung ans FA vorbereiten. 


That will be fun. Es wird nicht lange dauern, bis der "Fachberater für Steuerstrafrecht" geschaffen werden wird.

StB_in
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Konsequenz:

 

StB_in_0-1768990271409.png

 

Meines Erachtens sollten sich mit dem Thema unsere VertreterInnen bei der Vertreterversammlung der Datev beschäftigen. Hier ist das witzlos (auch im wahrsten Sinne des Wortes)

339
letzte Antwort am 23.01.2026 20:09:41 von steuerbär
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