Ich sehe nicht nur Lohn und FiBu sondern auch die komplette Welt der Abschlußerstellung, Steuerberechnungen und Eklärungen, Statistiken und Unternehmensberatung, die natürlich Vergleiche aus den Vorjahren benötigt und aktuell auf lieb gewonnenen Prozessen aufbaut. Hinzu kommt die seit zig Jahren gepflegte Dokumentenablage.
Das ist doch das Hauptproblem. Der "lieb gewonnene" Prozess darf sich nicht ändern.
Und das potenzieren Sie bitte mal mit der Anzahl der Kunden. Jeder Kunde hat seinen eigenen lieb gewonnenen Prozess, der sich auf gar keinen Fall ändern darf. Also darf sich gar nichts ändern.
Eine Automatisierung erfordert im ersten Schritt eine Standardisierung. Also müssen die Prozesse vereinheitlicht werden. Das muss einem nicht gefallen. Aber dann muss man bitte auch die Konsequenzen daraus ziehen.
Ich habe überhaupt kein Problem damit, einem von der Datev vorgegebenen Best Practice Prozess zu folgen. Sie haben die völlige Freiheit, das nicht zu wollen.
Aber bitte erwarten Sie nicht von mir, dass ich höhere Kosten dafür habe, dass die Datev neben ihrem Prozess noch zig weitere Prozesse unterstützen muss.
Prozesse kann man umstellen, aber bitte nicht unter Zeitdruck und Zwang, weil das alte System plötzlich und unerwartet weg fällt und durch ein neues und nicht vollständig ausgereiftes System ersetzt werden muß.
An dem Punkt haben Sie Recht. Aber das alte ReWe wird ja nicht morgen abgeschaltet. Wir wissen ja noch nicht mal, wann es abgeschaltet wird, welche Übergangslösungen es geben wird etc.
Der Umstand, dass immer wieder behauptet wird, dass die Datev alles nicht interessiert und die einfach ReWe abschalten und ein Gurkensystem anbieten, wird auch durch ständige Wiederholung nicht zu einer Tatsache.
@Steuerberater_DO schrieb:......
Vielleicht, nur ganz vielleicht, teilen die allermeisten Patienten Ihre Einschätzung nicht und bleiben deswegen bei der DATEV.
Danke!
@Algo , Sie wollten sich doch nach Alternativen umschauen. Hat sich schon etwas ergeben?
Vielleicht, nur ganz vielleicht, teilen die allermeisten Patienten Ihre Einschätzung nicht und bleiben deswegen bei der DATEV.
Vielleicht - nur ganz vielleicht - bekommen mittlerweile viele Patienten einen echten Wechselwillen, aber keiner hat Bock auf Warteliste bei anderen Ärzten.
Und das potenzieren Sie bitte mal mit der Anzahl der Kunden. Jeder Kunde hat seinen eigenen lieb gewonnenen Prozess, der sich auf gar keinen Fall ändern darf. Also darf sich gar nichts ändern.
Ihre Schlussfolgerungen sind penetrant falsch und unterstellend.
Vielleicht - nur ganz vielleicht - bekommen mittlerweile viele Patienten einen echten Wechselwillen, aber keiner hat Bock auf Warteliste bei anderen Ärzten.
Dann ist der Leidensdruck offenbar nicht groß genug. Wenn er das wäre, würde gewechselt werden.
Oder die Patienten wissen, dass das Gras anderswo auch nicht grüner ist.
Und es bleibt beim Fakt: Der Marktanteil der Datev liegt wo? Bei 80%+?
@heitschmidt schrieb:Und das potenzieren Sie bitte mal mit der Anzahl der Kunden. Jeder Kunde hat seinen eigenen lieb gewonnenen Prozess, der sich auf gar keinen Fall ändern darf. Also darf sich gar nichts ändern.
Ihre Schlussfolgerungen sind penetrant falsch und unterstellend.
Na, jetzt kommt doch mal Schwung in die Sache....kopfschüttel...
Die Gleichsetzung von „bleiben“ mit „einverstanden sein“ bzw. „gehen“ mit „nicht einverstanden sein“ ist nicht ganz richtig.
In vielen Fällen verstummen kritische Stimmen nicht aus Überzeugung, sondern aufgrund struktureller Einschränkungen /Lock-in-Effekte, die oft entscheidend für Kundenverhalten sind.
Ich bestehe keineswegs darauf, dass Alle meine Meinung teilen sollen. Bis Herbst 2025 war ich mit der DATEV sehr zufrieden und habe die Leistungen stets geschätzt.
Wenn aber ein Unternehmen mit 1,5 von 5 Punkten bewertet wird, dann besteht m.E. ein dringender Handlungsbedarf.
Der Gedanke, dass Unzufriedene einfach wechseln und damit alles „wieder gut“ wird, wird durch historische Erfahrungen klar widerlegt. Die Geschichten wie bei z.B. Nokia, Blackberry, Yahoo, Windows 8 usw., verdeutlichen, dass Systemnutzung und Kundenzufriedenheit nicht automatisch gleichgestellt werden kann.
Der Gedanke, dass Unzufriedene einfach wechseln und damit alles „wieder gut“ wird, wird durch historische Erfahrungen klar widerlegt. Die Geschichten wie bei z.B. Nokia, Blackberry, Yahoo, Windows 8 usw., verdeutlichen, dass Systemnutzung und Kundenzufriedenheit nicht automatisch gleichgestellt werden kann.
Nokia, Yahoo, Blackberry sind alle vom Markt verschwunden.
Aber Microsoft ist ein super Beispiel: Da wird immer wieder gepredigt, wie doof das ist, LINUX (oder wahlweise irgendwas anders) weit überlegen sei und alle Leute, die bei Microsoft bleiben, einfach nur keine Ahnung haben.
Trotzdem ist MS Marktführer und die Versuche, zu anderen Anbieter zu wechseln, zeigen, dass es nicht ganz so einfach ist (siehe aktuell SH). Andere Programme sind nämlich erst mal nur eins: Anders.
Und nur weil sie unzufrieden sind, heißt das nicht, dass die Mehrheit der Kunden unzufrieden ist.
Ich kann nämlich eins nicht verstehen: Hier wird sich von den immer selben Leuten darüber beschwert, dass die Datev das eigene Unternehmen mit ihren Handlungen im Bestand bedroht. Wechseln wollen die aber nicht. Oft kommt dann das Argument mit Lock-In-Effekten.
Wenn ich der Meinung wäre, dass die Datev mein Unternehmen mit ihrem Geschäftsgebahren bedroht., würde ich wechseln und zwar so schnell wie möglich. Gerade die anstehende Änderung der Programme führt das Argument Lock-In ohnehin ad absurdum. Die neuen Programme werden so komplett anders sein, dass das vermutlich einem Anbieterwechsel gleichkommt.
Also: Warum wechseln die Leute nicht?
Und damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich sehe bei Datev auch eine Menge Dinge, die besser sein könnten. Nur sehe ich keinen anderen Anbieter, der besser wäre.
@Steuerberater_DO schrieb:
Ich kann nämlich eins nicht verstehen: Hier wird sich von den immer selben Leuten darüber beschwert, dass die Datev das eigene Unternehmen mit ihren Handlungen im Bestand bedroht. Wechseln wollen die aber nicht. Oft kommt dann das Argument mit Lock-In-Effekten.
Häh? Wir sind alle kräftig dabei Alternativen auszuprobieren und auch einzuführen und zu nutzen. Datev ist nur noch der Kern, der zum Schluss ersetzt wird (oder auch nicht, je nachdem wie es sich entwickelt).
Nokia, Yahoo, Blackberry sind alle vom Markt verschwunden.
Ja, wegen Management-Fehlentscheidungen
Aber Microsoft ist ein super Beispiel: Da wird immer wieder gepredigt, wie doof das ist, LINUX (oder wahlweise irgendwas anders) weit überlegen sei und alle Leute, die bei Microsoft bleiben, einfach nur keine Ahnung haben.
Trotzdem ist MS Marktführer und die Versuche, zu anderen Anbieter zu wechseln, zeigen, dass es nicht ganz so einfach ist (siehe aktuell SH). Andere Programme sind nämlich erst mal nur eins: Anders.
Hier geht es nicht um Linux, sondern darum, dass der Unmut gegenüber Windows 8 so groß war, dass Microsoft das Produkt so schnell wie möglich vom Markt genommen und ersetzt hat.
Und nur weil sie unzufrieden sind, heißt das nicht, dass die Mehrheit der Kunden unzufrieden ist.
Nur weil Sie zufrieden sind, heißt das nicht, dass die Mehrheit der Kunden zufrieden ist.
Wechseln wollen die aber nicht. Oft kommt dann das Argument mit Lock-In-Effekten.
Eine Kanzleisoftware lässt sich nicht von heute auf morgen austauschen. Ein solcher Wechsel erfordert viel Zeit und sorgfältige Planung.
Solange die aktuelle Lösung funktioniert, sehe ich keinen Grund für einen sofortigen Wechsel.
Und nur weil sie unzufrieden sind, heißt das nicht, dass die Mehrheit der Kunden unzufrieden ist.
Nur weil Sie zufrieden sind, heißt das nicht, dass die Mehrheit der Kunden zufrieden ist.
Ich habe aber das Argument auf meiner Seite, dass der seit Jahren immer wieder prognostizierte Massenexodus der Kunden von der Datev bisher ausgeblieben ist. Also ist der Leidensdruck nicht so groß, dass man wechselt.
Mag sein, dass das diesmal anders ist und in 2 Jahre massenhaft Kunden der Datev kündigen. Solange das aber nicht passiert, wird sich die Datev nicht von Einzelmeinungen wie von Ihnen oder mir in einem Forum von ihrer Geschäftspolitik abbringen lassen.
@cwes schrieb:
... Häh? Wir sind alle kräftig dabei Alternativen auszuprobieren und auch einzuführen und zu nutzen. Datev ist nur noch der Kern, der zum Schluss ersetzt wird (oder auch nicht, je nachdem wie es sich entwickelt).
... und das hat die Datev selbst zu verantworten.. Bei den Grundsteuererklärungen hat man uns GenossInnen im Regen stehen lassen und stattdessen eine Kooperation, später Übernahme einer kleinen Softwareschmiede vorgenommen. Warum man das nicht selbst konnte, ist unklar .. aber so konnten wir SteuerberaterInnen feststellen, dass auch andere Wettbewerber hübsche Söhne oder Töchter haben...
@Steuerberater_DO schrieb:
Und nur weil sie unzufrieden sind, heißt das nicht, dass die Mehrheit der Kunden unzufrieden ist.
Nur weil Sie zufrieden sind, heißt das nicht, dass die Mehrheit der Kunden zufrieden ist.
Ich habe aber das Argument auf meiner Seite, dass der seit Jahren immer wieder prognostizierte Massenexodus der Kunden von der Datev bisher ausgeblieben ist. Also ist der Leidensdruck nicht so groß, dass man wechselt.
Mag sein, dass das diesmal anders ist und in 2 Jahre massenhaft Kunden der Datev kündigen. Solange das aber nicht passiert, wird sich die Datev nicht von Einzelmeinungen wie von Ihnen oder mir in einem Forum von ihrer Geschäftspolitik abbringen lassen.
Aber Sie haben verlässliche Zahlen.
Wissen Sie eigentlich wie Sie klingen?
Aus meiner Erfahrung kann Ihnen sagen, dass ich diese Worte schon einmal gehört habe. Das war Anfang der 1990er, bis Ende der 1990er hat DATEV dann ganz schön Federn lassen müssen, erst mit pro hat sich das Blatt ganz langsam gewendet.
Und Schleswig-Holstein geht weg von MS, das wird dort sauber umgesetzt, die "Schreihälse" sind die, die immer was zu meckern haben und nie kunstruktiv sind.
Aber Sie haben verlässliche Zahlen.
Dazu muss ich nur in den Geschäftsbericht der Datev reingucken. Seit 2020 hat sich der Umsatz von 1,1 auf 1,5 Mrd. erhöht.
Die Kundenzahl ist stabil bei 40.000. Ein Massenexodus von Kunden ist also nicht eingetreten.
Und Schleswig-Holstein geht weg von MS, das wird dort sauber umgesetzt, die "Schreihälse" sind die, die immer was zu meckern haben und nie kunstruktiv sind.
Das bezweifle ich auch nicht. Nur ist das nicht ohne Probleme im Übergang machbar und auch SH stellt fest, dass der Wechsel weg von MS kein Allheilmittel ist (und ob das sauber umgesetzt wird, sieht die Opposition in SH anders). Also genau wie bei uns und der Datev.
Aus meiner Erfahrung kann Ihnen sagen, dass ich diese Worte schon einmal gehört habe. Das war Anfang der 1990er, bis Ende der 1990er hat DATEV dann ganz schön Federn lassen müssen, erst mit pro hat sich das Blatt ganz langsam gewendet.
Das beweist meine These: Der Markt wird es richten. Liefert die Datev nicht das, was die Mehrzahl (!) der Kunden will, wird die Mehrzahl gehen. Nur sieht es nicht so aus, als ob die Mehrzahl der Kunden derzeit die Einschätzung teilt.
Wir werden es in 2 - 3 Jahren sehen.
Eine Kanzleisoftware lässt sich nicht von heute auf morgen austauschen. Ein solcher Wechsel erfordert viel Zeit und sorgfältige Planung.
Solange die aktuelle Lösung funktioniert, sehe ich keinen Grund für einen sofortigen Wechsel.
Ich befürchte, daß die Sperrung des SQL- Servers und der komplette Umzug in die Cloud einem Wechsel der produktiven Kanzleisoftware mit all ihren Folgen gleich kommt.