Ich habe zwischenzeitlich tatsächlich 99% der Mandanten an FP-Sign herangeführt; eine Signatur ist ausschließlich mit Registierung möglich, was bei der Anfrage bereits hinterlegt wird; inkl. 2FA via Smartphone. Einmal registriert, via Link in der Anfrage-E-Mail und hinterlegten Login-Daten, gehen die Signaturen selbsterklärend, zügig und barrierefrei; einzig und allein bei der Neueinrichtung entsteht selten Supportbedarf; danach i.d.R. nicht mehr. Selbstredend waren hier zusätzliche Datein einzuholen, da ich bspw. auch von Ehegatten nun ebenso die Signatur für die ESt-Erklärung einfordere. Diese Vollmachtserteilung in Freizeichnung online für den Ehegatten leisten zu dürfen, weil dies systemseitig nicht möglich ist, empfinde ich als absolut amateuerhaft und untragbar. Wir hatten in der Kanzlei hier diesbezüglich tatsächlich einen recht brisanten Fall, den die Rechtsanwälte der sich scheidenden Ehegatten zerpflückten (ich berichtete bereits). Unsere "Augangspost" führt tatsächlich überwiegend nach "Meine Steuern - Posteingang" und wir achten zumindest bei der übrigen E-Mail-Korrespondenz, dass hier möglichst keine "sensiblen" Mandantendaten offen übermittelt werden; oftmals befinden sich diese in einer passwortgeschützten Anlage. Einen gewissen "Ablageknigge", der sicherlich noch Optimierungspotential hat, lässt sich nicht von der Hand weisen, aber im Moment versuche ich zumindest die effizientesten und möglichst sichersten Arbeitsabläufe einzurichten. Unseren Mandanten bieten wir stets proaktiv eine End-to-end-Verschlüsselung an, erläutern die Verschlüsselungsarten, aber tatsächlich wünscht jeder lediglich die Transportverschlüsselung; ich lasse mir dies via Auftragbedingungen auch bestätigen. Ich mag aktuell niemals "nie" zu MyDatev Kanzlei sagen, aber ich teile Ihre Einschätzung, dass wir momentan von einem vollwertigen Produkt noch zu weit entfernt sind. @TLudwig Es ist absolut richtig den Großteil der Kommunikation von E-Mails zu entkoppeln. Allerdings ist es dafür unabdingbar, dass handhabbare, integrierte und performante Alternativen geschaffen werden. MyDATEV Kommunikation ist das aktuell leider (noch) nicht. Keine Frage und da bin ich auch bei Ihnen. Meine Kanzleiphilosophie ist auf maximale Entlastung meiner Mandanten ausgerichtet und ich wiederhole mich immer wieder: Wir wollen unseren Mandanten Zeit verschaffen, denn Zeit ist mit Geld nicht zu kaufen; Geld mit Zeit ist problemlos. Daher lehne ich jegliches Konstrukt ab, das zu einer Mehrbelastung meiner Mandanten führt, nur um in Nürnberg die PO´s glücklich zu machen. Den ausdrücklichen Wunsch meiner Mandanten uns die Post per E-Mail zu überlassen, werde ich selbstverständlich nicht verweigern. Wir hatten vor geraumer Zeit, "MyKommunikation" (vor Abkündigung) testweise im Einsatz; in der Folge wurde manches Mal über das Portal kommunziert, andermal wieder über E-Mail. So wird es mit MyDatevKanzlei nicht anders, da bin ich sicher. Ich gehe gerne jede Lösung mit, die uns digital effizient weiterbringt und nicht zum Selbstzwecke (der DATEV) führt; im Moment ist´s eben so. Sofern MyDATEV-Kanzlei tatsächlich das Potential hat, Funktionen zu vereinen und die Prozesse zu verschlanken, bin ich der letzte, der sich verweigert.
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