Hallo, selbstverständlich hängt die Belegverknüpfung mit RABE zusammen, um die optionale Belegübermittlung herstellen zu können; dies waren vorbereitende Funktionen in ESt/Belegverknüpfung. Ich kann das Ansinnen der DATEV schon verstehen, weil sonst wieder gequengelt wird, warum DATEV RABE nicht kann. Für alles andere macht diese Funktion keinen Sinn. Ich hatte bezüglich der Belegverknüpfung in ESt von der DATEV die Auskunft erhalten, dass RABE mittelfristig verpflichtend werden würde, was schlicht reiner "Marketingsprech" für die Funktion ist. Die Nutzung wird weiterhin von der DATEV forciert, indem das Label "DATEV Digitale Kanzlei" nicht vergeben wird, wenn dies nicht genutzt wird. Selbstverständlich hatte ich angebracht, dass ein einziger verknüpfter ESt-Beleg je Mandant, egal wie unerheblich, den Zähler und den Prozentsatz für das Label hochsetzt und es wurde mir auch gesagt, ich solle dann eben "cheaten" und je einen Beleg verknüpfen, um das Label zu erhalten und . . . *kopfschüttel* und sich die Programmverantwortlichen an einer Nutzungsstatistik ergözen und selbstbeweihräuchern können, die "erstunken und erlogen" ist. Sorry, da bin ich raus . . . Ich hatte Gespräche mit zwei Sachgebietsleitern zweier Finanzämter, bezüglich RABE. Es wurde mir beide Male versichert, dass eine Verpflichtung von RABE seitens der Finanzverwaltung nicht einmal in Betracht gezogen wird, weil aus verwaltungsökonomischen Gründen an der Belegvorhaltepflicht festgehalten wird und Steuerpflichtige/Kanzleien angehalten werden, keine Belege in vorauseilendem (Nicht-) Gehorsam zu übermitteln. Ich habe in der Community zum Unsinn der digitalen Belegverküpfung schon ausführliche Stellungnahmen dargelegt und auch mir wurde von Anwendern bestätigt, dass eben ein "Schambeleg" verknüpft wird, damit das Label nicht gefährdet wird. Das ist grotesk. Wohl kaum ein wirtschaftlich geprägter Kanzleinhaber ordnet die Arbeitsweise der Belegverknüpfung an, für Belege, die nie oder ggf. vereinzelt angefordert werden (mehrere V+V mit Duzenden Belegen); es sein denn, er besteht auf das "DATEV-Lametta". Insofern ist es irrelevant, was innerhalb der Anwendung zur digitale Belegverknüpfung in ESt möglich ist, da dies m.E. eine absolut ineffizente, überflüssige Arbeitsweise ist und das kein Mandant bezahlen wird bzw. soll; ja ich würde mich wirklich schlecht fühlen, diesen Aufwand zu berechnen. Mandanten laden eben aus Unsicherheit oftmals Belege hoch, die nicht relevant sind; wir sagen ihnen auch, dass sie sicherheitshalber lieber einen Belege zu viel, als zu wenig hochladen sollen. Es wäre ein leichtes ein Verzeichnis für steuerirrelevante Belege in Meine Steuern anzulegen, um dem Mandanten darzulegen, was er künftig nicht hochladen muss; löschen der Belege würde nicht den gleichen Effekt erzielen. Ich will der DATEV hier nichts unterstellen, aber ein erwähnter "Papierkorb" wäre sinnvoll; so behelfe ich mich eben, mit einem Unterverzeichnis. Ich verweigere die digitale Belegverknüpfung, womit mir "intern" die farbliche Gestaltung steuerlich nicht relevanter Belege nichts bringt; der Mandant bekommt diese sowieso nicht zu Gesicht. Sind wir mal ehrlich: Sie verknüpfen 100 Belege mühselig. Keiner wird angefordert. Der Bescheid ergeht wie erklärt. Der Fall wird geschlossen.... das ganze verknüpfen ist Verschwendung von Ressourcen. Die Belege eines abgeschlossenen Falles schaut doch in ESt doch keine Mitarbeiter mehr an, wenn alle Beteiligten die Dokumente kollaborativ in Meine Steuern archiviert und einsehbar haben. Selbstverständlich kann dies jeder halten wie er will und das stellt auch nur meine persönliche Einschätzung und Meinung dar; diskussionslos. Es drängt sich manches Mal der Eindruck auf, dass gute workarounds etwas "sabotiert" werden, damit der DATEV-Weg (zwangsweise) beschritten werden soll . . . Nochwas: Wer solche Anforderungen wegen des DATEV-Labels und damit DATEV-Digitalisierung zum Selbstzweck mitmacht, kann das gerne tun, ich persönlich bin seit 2019 erstmal DATEV-Label frei und kein "Sklave des Systems" mehr 😉
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