Hallo Frau Schäuble, ich habe Ihre Fragen zur Beantwortung an unseren Entwickler weitergegeben. Ich kopiere Ihnen seine Stellungnahme hier einfach mal hinein: Ich habe mal in alten Chats hier nachgelesen: die "Akte mobil" bzw. der Wunsch der Kanzleien an DATEV, eine einfach zu handhabende Möglichkeit zu schaffen, Akten digital zu Gericht mitzunehmen, ist ja schon seit JAHREN aktuell. Vor diesem Hintergrund ist es schon etwas sehr dürftig, was mit der "Akte mobil" nun auf den Markt gebracht wurde. Antwort: "Akte mobil" entspricht einem Anwendungsszenario, welches darauf beruht, Text für eine i.d.R. einmalige Einsichtnahme und Orientierung auf einem elektronischen Device offline zu nutzen, um dadurch in bestimmten Situationen anlassbedingt auf Ausführungen von Gesprächspartnern oder Parteien reagieren zu können. Dies haben umfangreiche Kundenbefragungen als Ziel der Akte Mobil ergeben. Das zum Zeitpunkt der Befragung nahezu alleinige und entscheidende Kriterium dafür (also "Für die Schaffung einer Reaktionsmöglichkeit auf eine Replik in einer offline-Situation ohne haptischen Zugriff auf analoge Akten") war die Möglichkeit, nach Begriffen zu suchen. Gleichzeitig wurde der benötigte Umfang auch auf "das Notwendigste" reduziert, um Übersichtlichkeit und Geschwindigkeit auch auf kleinen Devices sicherzustellen. Daraus resultierte der erste Umsetzungsauftrag. Erwartungsgemäß zeigt der tägliche Einsatz der App aber, dass möglicherweise Erweiterungen notwendig sein könnten. Als Fachentwickler bin ich aber der Ansicht, dass sich viele dieser Anforderungen aber in eine ganz andere Bedieneroberfläche und Grundfunktionalität entwickeln, als es die App vorgesehen hat. Zu den Sortierfunktionen: Leider scheinen die geplanten Maßnahmen unserem Bedarf nicht gerecht zu werden: - wir arbeiten (aus gutem Grund) nicht mit dem Dateinamen, sondern der Beschreibung; - das Feld Datum ist für uns ebenfalls irrelevant, wir arbeiten mit dem Erstelldatum (so lassen sich beispielsweise Dokumente von Mandanten einfach sortieren) - Dokumentennummer ist o.k., quasi "besser als nichts". Antwort: Der Dateiname entspricht der von Ihnen verwendeten Beschreibung, nur das er zusätzlich den Dateityp enthält (z. B. *.pdf, *.msg, *docx). Die Sortierung wäre also dieselbe wie nach der Beschreibung. Warum ist es nicht möglich, die Ablagestruktur aus DATEV Arbeitsplatz zu übernehmen? Wir geben uns dort große Mühe, die Dateien korrekt abzuspeichern. Es wäre so einfach, mit dieser auch auf der "Akte mobil" zu arbeiten. Antwort: Diese Übernahme würde einer 1:1 Abbildung der Arbeitsoberfläche aus der OnPremise Anwendung auf einer App in Bezug auf die Dokumente entsprechen. Dies war nicht Inhalt der o.g. Zielanforderung der App im ersten Entwurf. Dort ging es um sehr selektiv in Menge und Inhalt ausgewählte Dokumente für den aktuellen Termin. Die Fachentwicklung sieht in diesem Wunsch eher eine völlig neue Bedieneroberfläche für Apps im Umgang mit der Bearbeitung von Dokumenten. Und das dann auch eher auf Surface und MacBook Geräten - weniger auf den eigentlichen mobilen Devices. Dieser Wunsch wird daher im aktuellen Build der App nicht umsetzbar sein. Mit Fenster meine ich die Dokumentenliste. Es wäre hilfreich, wenn es in seiner Größe veränderbar wäre (so dass zeitweise der ganze Dokumentenname lesbar wäre). Antwort: Diese Einschätzung teilt die Entwicklung. Allerdings gibt uns das von uns verwendete Tool zur Darstellung der Dokumente auf der App bestimmte Grenzen vor. Hier sind wir bereits im Gespräch mit dem Hersteller. In der jetzigen Form der mobilen Akte können wir die Skeptiker in unserer Kanzlei kaum von der papierlosen Akte überzeugen; welchen Aufwand ein Zwitterdasein in der Aktenverwaltung mit sich bringt, kann ich DATEV gerne näher erläutern, sofern Interesse besteht. Antwort: Das Interesse besteht sogar sehr. Bitte nehmen Sie Kontakt mit dem Programmservice DATEV Anwalt auf und teilen Sie unter Hinweis auf diesen Thread in der Community zu Anwalt Akte mobil mit, dass der Kontakt Sie an die Fachentwicklung von DATEV Anwalt/Akte Mobil weitergeleitet wird. Möglicherweise laufen die Planungen von DATEV mittelfristig darauf hinaus, bei Terminen über einen Onlinezugang auf die Akte zugreifen zu können. Da möchte ich zu bedenken geben, dass es noch Jahre dauern wird, bis in jeder Ecke Deutschlands ein zuverlässiges Internet verfügbar ist . Wir benötigen jedoch jetzt eine gute Lösung, damit eine Akte ohne Papier zuverlässig "funktioniert". Antwort: Aus diesem Grund sollte die Aktualisierung der App mit den benötigten Dokumenten im online-Kanzleiumfeld stattfinden. Aus eigener Erfahrung kann ich allerdings berichten, dass die Breitband-und Funkversorgung auch bei Gerichten im eher ländlichen Raum immer besser - wenn auch noch nicht abschließend zufriedenstellend - wird. Stabile VPN-Verbindungen könnten also vor allem bei Gerichten sehr bald sichergestellt sein. Können Sie "eine Ablagestruktur in Akte mobil bereitstellen" mal auf die Wunschliste nehmen? Antwort: Der Wunsch ist wie gesagt bekannt, wird aber - auch aus wirtschaftlichen Gründen - mittelfristig nicht zur Umsetzung kommen können. Wenn das eine wesentliche Anforderung bleibt, müssen wir uns gemeinsam andere Darstellungsformen überlegen, z.B. der offline DATEV - Arbeitsplatz analog zu dem Vorgehen, wie es z.B.Windows-Outlook vornimmt. Viele Grüße Silvia Kubisch Produktmanagement Rechtsanwaltsmarkt
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