Hallo @eliansawatzki , ich kann Ihnen nicht beipflichten. Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, seine Gedanken, kritischen Anmerkungen und Vorschläge zu äußern - auch ohne in der Lage sein zu können/müssen, es dann selbst in die Tat umsetzen zu müssen. Andernfalls kann man mit diesem Argument: "Dann mach´s doch selber und besser!" jedwede Kritik oder Idee totschlagen. Ich bin froh, dass sich noch FACHleute trauen, ihre Meinung zu äußern, Zusammenhänge darzulegen (die von vielen gar nicht mehr wahrgenommen werden a la "Man kann doch nicht an alles denken!"), Schieflagen zu nennen und Lösungsvorschläge zu äußern. DAS verstehe ich unter einer fruchtbaren Zusammenarbeit vieler in der heutigen komplexen und schnellebigen (bewusst alte Rechtschreibung mit nur zwei "l"!) Zeit; man braucht Ideengeber, Qualitäts- und Machbarkeitsprüfer (in der Industrie hoch bezahlt, im Theoretischen als Nörgler verschrieen), Macher etc.) Aber das ist leider auch ein Zeichen unserer modernen Zeit: Wer beispielsweise mangelnde Diplomatie in Krisengebieten kritisiert, wird ruhiggestellt mit: "Was würdest DU denn machen?" - Das ist aber nicht unsere Aufgabe als Bürger, Ideen für Konfliktbeseitigung oder Gespräche auf dem internationalen Parkett zu generieren (zumal ja der Verweis auf historische Persönlichkeiten a la Helmut Schmidt, Willy Brandt oder Genscher als nicht vergleichbar zurückgewiesen wird). Für die Ideenfindung, WIE das gehen könnte, haben wir hochbezahlte Politiker, deren ureigene Aufgabe beispielsweise die Diplomatie ist und die in ihren Ämtern (AUSSENMINISTER etc.) genau dafür die persönliche und fachliche Eignung mitbringen müssten. Viele Grüße und weiter so im konstruktiven Austausch! 🙂 PS: Ich mag ja Erich Kästner so gerne: "In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht."
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