Zum Schluss des Jahres und aktullem Anlass noch ein paar Gedanken zum Label: Signatur Homepage Ich habe da mehr Zeit darin verbracht, die Labels der letzten vier Jahre schön in meine Signatur einzubinden, als mich darum zu kümmern ob ich das darf. Wird sich schon jemand melden, wenn etwas nicht passt . . . Es trieb mich letztes Jahre schon um und dieses umso mehr, ob ich die ganzen Label der DATEV ab 2024 überhaupt noch öffentlich platzieren soll. Die Kriterien und Ermittlungen sind derart lächerlich und unrealistisch geworden. Ich werde sicherlich meine Mandanten nicht dazu nötigen, noch LODAS Vorerfassung online zu nutzen, nur damit ich ein unsinniges Label erfülle; damit ganz klar: LODAS Vorerfassung • DATEV Unternehmen online ist noch gute alte Neunziger Grafik, wo man den Eindruck hat, Donkey Kong und Mario hüpfen gleich ins Bild. Das mute ich doch meinen Mandanten nicht mehr zu, die ansonsten in der digitalen "grünen" Umgebung zwischenzeitlich sattelfest sind; dann noch der Zwang, obwohl bei Gehältern kaum Bewegungsdaten vorhanden sind; die Gelegenheit nutzt man, um miteinander zu "telefonieren" (ist quasi eine Sprachnachricht in Echtzeit). Irgendwie muss wohl DATEV seine lahmen Gäule an den Mann bringen. Das Kriterium stellte ich bereits vor vier Jahren in Frage, aber da sollte ja "LOON" längst am Start sein; also Lohn Online, der Nachfolger von LODAS Vorerfassung online; vier Jahre später: Null. Obwohl alle Mandanten Ihre Auswertungen digital erhalten, werden offensichtlich noch Alt-Mandanten mitgezählt, die längst nicht mehr da, aber noch gespeichert sind, was dann statt 95% dazu führt: In Bezug auf die Deckungsbeiträge, die hier z.T. im roten Bereich sind, würde ich bei Buchführung drauflegen, was natürlich den ausgeklügelten Berechnungsschlüsseln geschuldet ist. Die eigene Kalkulation i.V. mit der Zeiterfassung zeigt hier ein anderes Bild. Die Buchführung ist bei mir immer noch wesentlicher Ertragsaspekt und der Branchenvergleich gibt meiner Arbeitsweise recht. In der Personalauswertung sieht es ebenso widersprüchlich aus: Ich bin der Meinung, dass das Label einfach keine korrekten Aussagen trifft, weil es von starren Vorgaben ausgeht, wie es sich die DATEV vorstellt und da gehören einfach auch Arbeitsroutinen dazu, die m.E. überholt sind; wie auch die Kritierien für das Label. Wir haben in der Community die letzten Jahre schon vielfach erlebt, wie schwer sich DATEV damit tut workflows zu optimieren und leider bilden diese m.E. auch Grundlage für das Label. Das Label ist m.E. so etwas wie der Einäugige für die Blinden. Kanzleien die so insgesamt semi-digital arbeiten, können sich hier (zunächst) als digitale Speerspitze präsentieren und dennoch bspw. die Ordner monatlich vom Mandanten in die Kanzlei fahren und wieder abholen lassen... EDV-mündige, versierte und jüngere Mandanten muss man "richtige" Digitalisierung, Automatisierung und die damit gewonnen Ersparnis aufzeigen und dass man diese Prozesse in der Kanzlei auch "lebt"; die sind "raus", wenn man Ordner anfordert . . . So ist wohl noch weitgehend der Status Quo und trotz Label lässt man seine Mandanten für eine Unterschrift "antanzen. Nein, ein Qualitätsmerkmal ist das Label nicht, es zeigt nur den digitalen Stand an, wie konform der Berater nach DATEVs digitalen Insel-Vorgaben arbeitet; ob diese nun sinnvoll, nützlich oder effizient insgesamt, für alle Beteiligten sind, zeigt es nicht. Es wird ferner auch nicht die Größe der Kanzleien berücksichtigt, weil m.E. eine starre Anwendung der Kriterien nicht zielführend ist. Digitale DATEV-Kanzlei : Hier finden sich die neuen Kriterien für das Label 2024. Das Label könnte auch die ein oder andere Kanzlei einfach per c/p aus einer Signatur/Website kopieren und bei sich einfügen. Ich denke, das wird so auch vereinzelt praktiziert, denn eine Kontrolle gibt es wohl nicht. Bemerken wird dies ebenso wenig jemand und wenn doch, wie sähen die Sanktionen aus ? Bevor es zu einer Geschäftsverbindung zwischen Mandant und Kanzlei kommt, wird das Niveau und der Umfang der Zusammenarbeit sowie die Arbeitsprozesse besprochen; Mandant und Kanzlei müssen hier in den Vorstellungen harmonieren und zusammenfinden, um eine solide Geschäftsverbindung enstehen lassen zu können. So findet sich das richtige Mandat zur richtigen Kanzlei und umgekehrt. Es muss eben passen. Für beide Seiten. Ob dafür ein Label nötig ist ? Ich denke nein... So jetzt muss ich aber den Grill langsam anwerfen. Allen einen guten Rutsch und eine schöne Silvesterfeier !
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