@bodensee schrieb: @Steuerberater_DO schrieb: Im Übrigen heißt unser Beruf SteuerBERATER. Ich finde meine Erfüllung nicht daran, FiBu, JA und StE zu erstellen. Wenn mir dieser Teil des Berufs aus der Hand genommen wird, begrüße ich das sehr. Beim Beraten bin ich gerne bei Ihnen. Aber auf welcher Basis beraten Sie denn ? Aufgrund einer zu X% falschen oder ungenauen BWA auf einem Abschluss denn Sie nicht erstellt nur testiert haben. Auf Steuererklärungen die auf ungenauen Jahresabschlüssen basieren. Dann wünsche ich Ihnen viel Glück bei der korrekten Beratung. Also wenn die BWA statt eines Gewinns von 210k einen Gewinn von 205k ausweist, wird das ein Beratungsergebnis nur in sehr geringem Ausmaß beeinflussen. Genausowenig wird es das Ergebnis einer Beratung beeinflussen, ob die Materialaufwandsquote 32,34% oder 32,53% beträgt. Wesentlichkeit! Dafür muss nicht jeder Cent "sitzen". Und ich habe mehr als genug Erfahrung in Betriebsprüfungen, um zu wissen, dass die Prüfer auch nicht jedem Cent nachjagen. Wenn überhaupt eine BP stattfindet. Und bevor Sie jetzt mit dem Argument Steuerhinterziehung kommen: Das subjektive Tatbestandsmerkmal muss auch erfüllt sein, die Erfüllung lediglich des objektiven Merkmals reicht nicht. Außerdem habe ich in den letzten Jahren mehr als 50 neue Mandanten aufgenommen. Was ich da an Buchhaltungen von auch größeren Einheiten gesehen habe, hätte mir die Haare zu Berge stehen lassen, wenn noch welche da wären: - ARAP auf der Passivseite - OPOS aus 2013 ohne jede Auszifferung - Anzahlungsrechnungen nicht ordentlich behandelt, so dass zweimal USt gezahlt worden ist - Abschlüsse mit Saldo Klasse 9 herausgegeben und offengelegt - Ein Kollege hat es sogar fertiggebracht, ALLE Ausgaben > 810 EUR zu aktivieren. Anlag sah entsprechend aus. Über Qualitätsansprüche dieser Kollegen kann ich da nur lachen. Natürlich kann ich meine Berufszufriedenheit davon abhängig machen, dass ich bei jedem Beleg jeden einzelnen Aspekt des § 14 UStG durchgeprüft habe, jeden Beleg umfangreich darauf abgeklopft habe, ob es nicht doch irgendwo einen privaten Bezug gibt oder mich 5 Minuten damit auseinandergesetzt habe, ob ein 100 Euro Beleg Materialaufwand oder doch eher sbA ist. Das sei jeden gegönnt. Ich tue das nicht. Und ich wage zu bezweifeln, dass Mandanten für eine solch intensive Befassung Geld bezahlen.
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