Hallo Daniel, vielen Dank für die Rückfragen 🙂 Anbei einige Antworten. @metalposaunist schrieb: Das finde ich eine mutige Aussage. Das hätte ich mir selbst nicht getraut zu sagen 🤐. Nicht, dass das im Nachhinein noch Ansprüche ergibt. Ich hatte mir hier den Disclaimer gespart, dass wir natürlich keinen vollständigen Schutz garantieren können, sondern die erwähnten Mechanismen lediglich darauf abzielen, eine möglichst hohe Sicherheit zu gewährleisten 😀 @metalposaunist schrieb: Komisch, dass DATEV das aber selber nicht mag, wenn z.B. der Kaspersky SSL Verbindungen untersucht 😉. In welchen Konstellationen treten denn hier Probleme auf? Ich kann gerne mal versuchen herauszufinden, wo der Grund dafür liegt. @metalposaunist schrieb: @Stefan_Maetz schrieb: Da E-Mails häufig nach Erhalt nicht sofort geöffnet werden, Auf welche Basis stützt sich diese Begründung? Das kann ich nicht so ganz glauben, wenn E-Mail DAS Format bei DATEV ist, weil man bisher kaum Alternativen hat und DATEV die E-Mail auch in Zukunft als sehr wichtig betrachtet. Die Aussage basiert auf unserer (nicht-wissenschaftlichen) Beobachtung des typischen Nutzer-Workflows beim Bearbeiten von E-Mails. In vielen Fällen bleibt eine Mail erstmal einige Stunden im Posteingang liegen, bis sie geöffnet bzw. gelesen und bearbeitet wird. Im Falle von Makro-Viren, die sich in einem Anhang befinden, vergeht hier wertvolle Zeit, in der unser Reverse-Scan tätig werden kann. Zudem: wenn zum Beispiel zwischen 8 und 18 Uhr gearbeitet wird, werden in der restlichen Zeit die Mails permanent gescannt. Das trifft natürlich nicht auf alle Settings und Arbeitsweisen zu. Wie verhält sich denn der/die Mitarbeiter:in einer Steuerberatung typischerweise beim "Mail-Konsum"? Vielleicht gibt es hier ja auch noch etwas zu lernen für uns. @metalposaunist schrieb: @Stefan_Maetz schrieb: bietet der Reverse Scan noch einen zusätzlichen Schutz. Weil DATEV Kosten vs. Nutzen immer abwägt, muss das ja allgemein wohl passen und wenig Ressourcen in Anspruch nehmen bzw. der Nutzen derart hoch, dass ein gewisser nennenswerter %-Satz schadhafter E-Mails dadurch herausgefiltert wurden. Kann man nachlesen, wie lange man E-Mails nicht öffnen soll, damit der Reverse Scan denn greift? Oder reichen 5min nicht aus und nach 10min sagt DATEV: Na die E-Mail war aber schadhaft. Der Reverse Scan läuft jedes Mal, wenn wir ein Virensignatur-Update erhalten, in der Praxis mehrmals pro Stunde. @metalposaunist schrieb: @Stefan_Maetz schrieb: Eine Möglichkeit, bestimmte Dateiformate beim Empfang pauschal abzulehnen, gibt es nicht. Gelobe mir meinen eigenen Exchange (online) und eigene Sicherheitseinstellung 🤗. Wenn es sogar vereinzelt Mandanten gibt, die Anhänge von ZIPs und Office dicht machen ... kann ja nicht so falsch sein. Dem können wir uns anschließen - je restriktiver diese Einstellungen, desto sicherer. Die Abwägung zwischen Komfort und Sicherheit, die hier auch schon ein paarmal angeklungen ist, muss natürlich jede Kanzlei für sich treffen. @metalposaunist schrieb: @Stefan_Maetz schrieb: Dabei alle verfügbare Barrieren zu nutzen (Office-Warnmeldung, lokaler Virenscanner…) können wir ebenfalls empfehlen. Kann man ja mit DATEVnet dann wohl nicht? Und dass Virenscanner out of date sind, hatte @chrisocki schon angemerkt. Hier brauche ich noch etwas Kontext zum Verständnis - was funktioniert genau mit DATEVnet nicht? Hier stehe ich möglicherweise gerade auf dem Schlauch. Dass Virenscanner an Stellenwert verloren haben, ist in vielen Kontexten durchaus möglich und wahrscheinlich. Nichtsdestotrotz sind sie allgegenwärtiger denn je. Auch das BSI empfiehlt weiterhin einen Einsatz, sodass ich davon ausgehe, dass es zumindest nicht schaden kann, einen lokalen Virenscanner zu haben. @metalposaunist schrieb: @Stefan_Maetz schrieb: Excel-Dateien mit Makros, die aus unserem Hause stammen (z.B. von Lohn Vorerfassung), sind grundsätzlich signiert. Auch nur eine kleine Abhilfe, wenn es schon Schadsoftware gab, die offizielle Signaturen nutzte, weil die Zertifikate gestohlen wurden oder auf anderen Wegen bekannt wurden. Korrekt, vollständigen Schutz bietet eine Signierung nicht - sie verringert aber immerhin die Angriffsfläche erheblich. Ein Zertifikat zu entwenden und zur Signierung einzusetzen bedeutet in der Regel einen erheblichen Mehraufwand für einen Angreifer. Klar ist, dass es sicherlich Alternativen gibt, die eine noch geringere Angriffsfläche bieten. Unser Ziel ist, (möglichst sicher!) anzubieten, was nachgefragt wird. Das heißt auch, dass wir häufig mehrere Alternativen anbieten oder an solchen arbeiten. @metalposaunist schrieb: Also persönlich werde ich das Gefühl nicht los, dass DATEV auch hier der Technik hinterher hinkt - wenn gleich DATEV sicherlich einen erheblichen %-Satz vom Umsatz in die E-Mail Sicherheit investiert. Ob das der Zukunft ist?! Wie in einigen anderen Threads schon mal diskutiert - ob das der Zukunft ist, wage ich in diesem Kontext nicht zu beurteilen 🙂 Fakt ist, dass für unsere Nutzer die E-Mail eine große Rolle spielt, wie @chrisocki schon angemerkt hat. Insofern ist unser hohes Investment hier unserer Ansicht nach absolut gerechtfertigt, und macht sich insofern auch bezahlt, als dass wir uns hinsichtlich z.B. der Erkennungsraten nicht vor der Konkurrenz verstecken müssen. Natürlich ist die E-Mail ist in vielen Kontexten nicht alternativlos - auch das berücksichtigen wir bei der Entwicklung von neuen Angeboten.
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