Hallo Community, seit gestern Vormittag kommt es zu Problemen bei der Ausführung von Zahlungen, Kontoumsatzabholungen und der Umstellung auf das neue PIN/TAN Verfahren über finAPI. Uns ist bewusst, welche Störungen das auf Ihre Arbeitsprozesse hat und wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten. Was ist die Ursache der Störung? Mit der Anbindung des Drittanbieters finAPI sind wir einen neuen technischen Weg gegangen. Nötig wurde das im Rahmen der PSD2 Umstellung. Auf Grund der derzeit hohen Last auf unseren Systemen durch das parallele Umstellen und die „normale“ Nutzungsintensität bei Bank online sind diese Systeme gestern an ihre Grenzen gestoßen. Die hohe Last war doch jetzt keine Überraschung? Ja, wir wussten, dass eine hohe Last auf unsere Systeme zukommen wird. Wir haben im Vorfeld daher zahlreiche Lasttests durchgeführt und notwendige Erweiterungen vorgenommen. Dennoch: Die reale Last kann man im Vorfeld leider nicht testen. Dazu bräuchte man tausende echter Bankverbindungen und entsprechende Nutzerzahlen, die zeitgleich in Bank online verschiedenste Tätigkeiten ausführen. Geht denn jetzt gar nichts mehr? Nach unserem Kenntnisstand kann in den meisten Fällen in Bank online gearbeitet werden. 90% der Aktionen werden auch durchgeführt. Das Unangenehme: Es ist nicht ersichtlich, welche Aktionen es konkret sind: so kann es beispielsweise vorkommen, dass Ihre Zahlung an Lieferant X zwar durchgeht, Sie aber keine Kontoumsätze abrufen können oder Ihnen das „LKW-Symbol“ für die Umstellung nicht angezeigt wird. Was tut DATEV dagegen? Seitdem uns die Frühwarnindikatoren gestern Vormittag auf die technischen Probleme hingewiesen haben, befinden sich unsere Experten für Sie im Dauereinsatz. Wir haben seitdem verschiedene Fehlerquellen und Szenarien analysiert und getestet. Wir konnten mittlerweile Ursachen identifizieren und haben einige Einstellungen im Bereich der Systeme angepasst. Im Moment wird geprüft, ob diese Maßnahmen den gewünschten Erfolg bringen. Wäre es nicht besser gewesen, DATEV hätte eine eigene HBCI-Schnittstelle erstellt? Die aktuellen Probleme mit der Erreichbarkeit von Bank online liegen nicht an finAPI sondern an unseren Systemen. Durch die Umsetzung der zweiten EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) im deutschen Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) dürfen nur Zahlungsdienstleister das PIN/TAN-Verfahren in Deutschland anbieten, die durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) beaufsichtigt werden. Die Einschränkungen wie bspw. dass DATEV die Drittanbieterschnittstelle mit den Ihnen bekannten Veränderungen im Funktionsumfang hätte nutzen müssen als auch die Auswirkungen wären die selben gewesen. Unser Kooperationspartner finAPI GmbH ist ein seit 2008 in der FinTech-Branche etabliertes Unternehmen und verfügt bereits über große Erfahrung als Zahlungsauslöse-/Kontoinformationsdienst. Wie geht es weiter? Sobald wir wissen, ob die Maßnahmen die Systeme stabilisieren konnten, informieren wir Sie hier selbstverständlich umgehend. Bis dahin empfehlen wir, möglichst die Randzeiten des Tages zu nutzen, um Zahlungsaufträge zu senden bzw. Kontoumsätze zu holen. Update 19:50 Uhr: Unsere Maßnahmen waren erfolgreich, vereinzelt kann es jedoch noch auf den DATEV-Servern in der Kommunikation zu finAPI zu Beeinträchtigungen kommen. Sofern Sie Zahlungen mit Status „Doppelpfeil“ haben, finden Sie die Abhilfe im Info-Datenbank, Dok.-Nr. 1007343 Der RZ-Status bleib weiterhin auf gelb – wir informieren Sie Morgen wieder. Einen schönen Abend Viele Grüße aus Nürnberg Silvija Radicek
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