Hallo Community, die “neuen“ Lücken im Sicherheitskonzept bzw. der Konstruktion der Sicherheitskomponenten werden uns verfolgen, solange Technik - egal welcher Entwicklungsstufe und Ausprägung - eingesetzt wird. Ich bin überzeugt davon, dass es nie ein „sicheres“ System geben wird und im Übrigen auch bisher nie gab. Fehler und Missbrauch sind Systemimmanent. Am Ende ist die Frage zu klären, welche Art Fehler und Missbrauchsmöglichkeit wir und (zu aller vorderderst) der Gesetzgeber als hinnehmbar akzeptiert. So sehr wir uns alle perfekte Systeme wünschen - so überzeugt bin auch auch, dass ein (übertriebener) Perfektionismus nicht weiter führt. Die Diskussionen über die Sicherheitslücken sind nötig und die Bemühung, diese zu beseitigen auch, aber Augenmaß bei dem was relevant ist, ist eben auch wichtig. Ich hoffe darauf, dass das beA an den Start geht und den dringend nötigen Digitalisierungsschub im Rechtssystem (und der ganzen deutschen Verwaltungswirtschaft) in Gang setzt. Nur wenn ein System läuft, kann es sich in der Praxis bewähren und verbessert werden. Vom grünen Tisch allein wird m.E. kein Fortschritt generiert - die gute Idee braucht immer noch die gute und praktikable Umsetzung - sonst ist sie nichts wert. Langer Rede - kurzer Sinn. Ich hoffe auf einen beA-Start am 3.9. . Die Unzulänglichkeiten des Systems sind ja nun hinreichend bekannt und setzen uns in die Lage, den Einsatz des Systems so zu platzieren, wie es der Verwender für gut und richtig hält. Dass die BRAK jedes Vertrauen verspielt hat, kann man nicht dem - an sich- vernünftigen Digatalisierungswunsch anlasten, sondern den handelnden Personen und - nicht zu vergessen- den nicht handelnden (nämlich der uninteressierten Mehrzahl der Kollegen) leider auch. Wieso sollen sich die Kammern Stress machen, wenn die Mehrzahl der Kollegen eh keine aktive Mitwirkung und Einflussnahme entfalten - und dazu zähle ich mich durchaus auch. Wie man sich bettet, so liegt man.
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