Lieber Herr Eberhardt, der Genossenschaftsgedanke darf aber auch keine Einbahnstraße in Richtung des einzelnen Genossen sein. Der Gedanke „Genossenschaft„ lebt davon, dass die Leistungsfähigkeit von vielen in der Summe höher ist, als die der Summe der Einzelnen. Wenn das aber dazu mutiert, dass viele Einzelne meinen, die Genossenschaft sei ausschließlich dazu da, deren Bequemlichkeit zu fördern, dann ist das verfehlt. Die ICA (Vereinigung der Genossenschaften) beschreibt als grundlegende Werte des Genossenschaftsgedanken die Selbsthilfe, Selbstverantwortung, Demokratie, Gleichheit, Billigkeit und Solidarität. Ich denke, dass das hohe Service- und Telefonaufkommen die Leistungsfähigkeit UNSERER Genossenschaft im Moment massiv behindert. Viele Anfragen -auch und gerade in der Logistik und Programmbedienung die sehr aufwändig per Telefon vom Service geklärt werden, könnten durch die vielen Möglichkeiten der Selbsthilfe, die die DATEV bietet, vermieden werden. Sicher sind auch manche Anfragen durch Unzulänglichkeiten in der Usability der Programme begründet. Aber die Bepreisung von Serviceanfragen mit der Infragestellung der Rechtsform zu verknüpfen ist m.E. weder naheliegend noch nachvollziehbar. Meine Überzeugung ist, dass anders als übers Geld offensichtlich die nötige Selbstkritik der „Hilfesuchenden“ zum Mittel ihrer Wahl kaum erreicht werden kann - mir fällt jedenfalls kein erfolgversprechenderer Weg ein. Haben Sie eine Idee dazu.
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