Wir haben Tess ein paar Monate benutzt und dann wieder gekündigt. Tess verbucht soweit alles. Für den OPOS-Ausgleich sollten Beleg und Zahlung möglichst automatisch gematcht werden bzw. wird ggf. ein Zuordnungsvorschlag geliefert. Nach meinem Empfinden waren die Zuordnungsvorschläge aber auch nicht wirklich besser, als die in Unternehmen Online. Wenn in der Zahlung die Rechnungsnummer korrekt angegeben ist, findet Datev das genauso gut; wenn die Zahlung z.B. via Kreditkarte ist, wo meist der Verwendungszweck fehlt, kann Tess das genauso wenig zuordnen wie Datev oder eine andere Plattform. Falls der Mandant in der Vergangenheit nicht eh schon in Unternehmen Online jede Zahlung einem Beleg zugeordnet hat, ist Tess aus Mandantensicht möglicherweise somit ein Mehraufwand. Aus Kanzleisicht war es wiederrum so, dass halt relativ viel auf irgendwelchen „zu-Klären-Konten“ gelandet ist und die manuelle Nacharbeit auch nach mehreren Monaten immer noch erheblich war. Zudem sollten manche Nacharbeiten auch direkt in Tess erfolgen, damit der Vorgang final geklärt und dort ausgeglichen ist, einfach mal z.B. Zahlungsbeleg manuell mit einer Buchung verknüpfen, reicht in der Regel nicht. Dieses Wechseln zwischen Tess und Datev hat mich genervt. Auch waren manche Tess-Buchungen schlicht und ergreifend nicht korrekt, insbesondere was die gewählten Steuerschlüssel betraf. Positiv dagegen waren: Erzeugen von Zahlungssätzen auf Basis importierter PDF!-Kreditkartenabrechnungen (ein Traum, wenn die Datev das könnte) „Echte“ Duplikatsprüfung direkt beim Upload Schnelles Feedback auf Kritik und ggf. Berücksichtigung von Wünschen Letztendlich wird’s auch ein bisschen von der Vorarbeit des Mandanten abhängen, wie die Qualität des Ergebnisses ist. Bei einem wirklichen ordentlichen Mandanten, bei dem die Buchhaltung vernünftig eingerichtet wurde und ggf. eh schon Schnittstellen im Einsatz sind, bietet Tess wahrscheinlich nicht so viel Mehrwert. Zusammengefasst standen bei uns Tess-Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis. Es ist schon länger her, dass wir mit Tess gearbeitet haben und vielleicht empfinden das andere Nutzer anders.
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