Hallo, die Idee wurde nicht "in der Luft zerrissen", sondern es wurde ein Anspruch eines Unkundigen in rüdem Tonfall erhoben, der geradegerückt wird; von "alten weißen Buchhaltern", die sich anhören müssen, dass ihre Zeit gekommen ist usw. ... Das hat auch nichts mit "Direktheit, Wahrheit oder Ehrlichkeit" zu tun, sondern ist schlichtweg ehrenlos. Tja und wenn die Ideen dann nicht so prickelnd sind, ist die Selbsteinsicht wertvoll. Hierzu muss man aber das Problem erst erkennen. Ich würde mich es mir nicht anmaßen, Deinen technischen Sachverstand, im Bereich der Kanzlei-EDV in Zweifel zu ziehen, aber bei rechtlichen Zusammenhängen selbst wirst Du womöglich weniger versiert sein. EDV ist unser Werkzeug, nicht das Produkt ! Ich hatte erst jüngst wieder mal eine Anfrage, wo man sich selbst wohl und Kopf und Kragen gebucht hatte und jetzt einen Steuerberater sucht, der möglichst ab 2020 alles aufarbeitet, weil die Steufa im Haus ist und man eben gebucht hat, wie man dachte . . . NO THX ! Fragt gerne Lexware . . . Wir werden es noch erleben, dass der ASR in 5 - 10 Jahren eine Menge Daten und "Erfahrung" gesammelt hat sowie ggf. bereits am Branchenschlüssel erkennt, wie er einen "Feuerlöscher" buchen muss; im Kontext zur angewandeten Buchführungsmechanik des Individualmandates. Obgleich die Trefferanzahl vereinzelt schon erschreckend hoch ist, wird jeder Buchungssatz bei uns momentan noch bestätigt und nicht automatisch gebucht. Nenn mich altmodisch... Mir fehlt Motivation, Zeit und Personal im Jahresabschluss hunderte von Umbuchungen vornzunehmen, weil Lexware oder eine semi-KI so toll gebucht hat. Kosten soll so eine "Revision" dann natürlich auch nichts, weil Mandant ja selbst schon das Meiste, in seiner ungebremsten Selbstüberschätzung, gearbeitet hat (ja das hört man nicht selten)... dann soll man halt nur noch "geschwind" die Steuererklärungen und die Gewinnermittlung machen... oder noch besser, nur kurz mal drüberschauen, was man sich programmseitig so ausgedruckt hat. Boah ey ! Auf Kollegen, die Mandanten sagen, sie sollen alles auf Verrechnungskonten buchen, gehe ich ich mal nicht ein, aber das Vorgehen ist wohl immer noch besser, als den ganzen Stuss zu revidieren, der das ganze Jahr über "selbstgebucht" wurde. Genau dies ist doch der Beleg dafür, dass Lexware eben kein fachlicher Ersatz sein kann. Wir bewegen uns hier doch immer noch einem professionellen Arbeitsniveau oder nicht und Buchführung ist nur eine Facette einer Steuerkanzlei. Wie bereits erklärt, geht es nicht um " den Feuerlöscher", sondern wo er überall hingehören könnte. Noch mehr muss man sich die Frage gefallen lassen, wie man wohl bei komplexeren Sachverhalten vorgeht, wenn es nicht nur um einen profanen Feuerlöscher geht. So lange man aber schon gar nicht weiß, dass hier mehr als nur ein Buchungskonto zu suchen ist, sollte man die Finger von der Buchhaltung lassen.
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