warum soll denn das Selbstbuchen von Mandanten mit DATEV-Software ungeliebt sein? Meine über 30 Jahre vorhandene Erfahrung als DATEV-Berater sagt klar etwas anderes. Wenn ich den Komfort damit habe mit nahtlosem Übergang von Buchhaltung beim Mandanten zum Jahresabschluss in die Kanzlei und auch mittels Anlag, dann geht es doch nur noch um Ablaufregularien und die müssen nun mal definiert werden. Die DATEV gestattet jedem neuen selbstbuchenden Mandanten einen kostenlosen Termin um alles vorzubesprechen. Klar, bei besonders komplexen Fällen ist vielleicht auch eine Organisationsberatung von Nöten. Das Hauptproblem aus meiner Erfahrung ist aber, dass die Kanzleien für ihre Mandanten das nicht in Anspruch nehmen und mit Halbwissen ihrem Mandanten etwas überstülpen, so dass der Start nicht optimal verläuft. Viel mehr regt mich aber auf dass eine Reihe von Kanzleien die Selbstbucher zu reinen U-Online-Nutzern downgraden und das bei Größenordnungen wo dies längst nicht mehr gerechtfertigt ist und überwiegend Nachteile bringt. Klar wer selbst bucht muss die Materie auch beherrschen. Aber lieber dann DATEV-Software als etwas exotisches wo dann der Kanzlei am Jahresende was auch immer vorgesetzt wird. Darüber könnte ich ein Buch schreiben. Auf der anderen Seite muss ich sagen, wenn der Bestand jeden Monat in die Kanzlei muss wegen Kontrolle, bspw. der USt dann sollte man das selbst buchen aber auch gleich sein lassen. Die Kanzlei muss sich vielleicht sogar noch rechtfertigen für das Honorar hierfür, denn der Mandant meint ja es sei alles in bester Ordnung. Leider läuft es mit Nicht-DATEV-Software bei Mandanten wohl oder übel auch so.
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