Hallo Community, ich habe den Thread mal an unsere Kollegen aus der Entwicklungsabteilung weitergegeben, woraufhin ich eine sehr ausführliche Antwort erhalten habe. Diese möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten und poste sie daher ungekürzt: Wir beschäftigen uns schon einige Zeit mit der Größe der Datenbanken. Wie Sie schon richtig erkannt haben, betrifft es uns besonders bei der Dokumentenablage/DATEV DMS (insbesondere die Datenbank DOKORG_D wo die ganzen Dateien der Dokumente gespeichert werden). Daher ist hier der Handlungsbedarf am größten ,weshalb der Fokus auch dort liegt. Wie hier auch schon gesagt wurde, liegt der Fokus nicht unbedingt auf der Lauffähigkeit, denn die maximale Größe von Datenbanken werden wir nicht erreichen. Auch auf die Performance hat die Größe der DOKORG_D keinen Einfluss. Wo die Größe aktuell aber ein zunehmendes Problem darstellt, sind Prüfläufe, Wartungsläufe und Sicherungen und wieder Einspielen der Datenbanken. Es sind uns auch mittlerweile Anwender bekannt, die eine Maximalgröße von Volumes festgelegt haben und dadurch an Grenzen stoßen. Wir arbeiten daher gerade an der Möglichkeit, die DOKORG_D aufteilen zu können. Der aktuelle Plan ist, dass wir hierfür die vom Microsoft SQL-Manager angebotenen Funktionen der Filegroups verwenden. Die Datenbankdatei .MDF wird dabei ergänzt um .ndf Dateien. Die entsprechende Verteilung der Dokumentdateien auf die Datenbankdateien übernimmt der SQL-Server. Die Aufteilung soll dabei so vorgenommen werden, dass nur neuere Filegroups beschrieben werden und ältere Filegroups nur noch durch Löschen von Dokumenten verändert werden. Wenn es also Probleme in der Handhabung von zu großen Datenbanken geben sollte, kann diese aufgeteilt werden. Durch die Aufteilung können entsprechende Prüf-, Wartungsläufe oder Sicherungen zeitlich entzerrt werden. Z.B. die älteren Partitionen seltener (da sich wenig bis nichts ändert), die neueren häufiger prüfen. Für die tägliche Nutzung des Programms ergibt sich keinerlei Veränderung durch eine Aufteilung. Alles ist weiterhin im Zugriff und erste Tests haben auch keine Änderung des Laufzeitverhaltens gezeigt. Die entsprechenden Datenbankdateien können hierbei auch überall liegen (solange die nötigen Rechte auf dem Verzeichnis sind), wodurch eine Einhaltung von Maximalgrößen auch möglich ist. Das Ganze soll optional sein. Wer keine Probleme mit der Größe der Datenbank hat, kann weiterhin ohne Aufteilung arbeiten. Im Moment befindet sich die Möglichkeit zur Aufteilung in der Entwicklung und soll nach aktueller Planung im Laufe des Jahres möglich sein. Mit einer wirklichen Empfehlung, ab wann eine Datenbank zu groß ist, tun wir uns aktuell wegen den oben genannten Punkten auch schwer. Die Grenze der maximalen Datenmenge werden wir mit DMS nicht erreichen, wodurch die Lauffähigkeit für sich gewährleistet ist. Daher kommt es auf individuelle Faktoren an, wie z.B. wie lang sind Wartungsfenster, wie lang dürfen also Prüfungen, Wartung und Co. dauern? Gibt es maximale Volume Größen oder allgemein, wie ist die aktuelle Größe handhabbar? Die Überlegungen beschränken sich aktuell auf die Dokumentenablage/DMS, sind aber in Zukunft natürlich auch woanders denkbar. Viele Grüße aus Nürnberg Nina Schlee DATEV eG, Service Dokumentenmanagement
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