Hallo zusammen,
wir wurden beauftragt, für einen Kunden die Beleganzeige Drittanbieter zu konfigurieren, um Kanzlei Rewe an ein auf einem NGINX-Webserver basiertes DMS (EASY) anzukoppeln.
Was Beleganzeige Drittanbieter macht, ist mir soweit klar, allerdings verstehe ich nicht, wie das mit den Beleg-IDs genau funktioniert.
Ich verstehe es anhand der bisher studierten Info-Dokumente so, dass der Anbieter des Fremd-DMS die Belege zwingend mit einer Beleg-ID im UUID Schema versehen muss. Der in Rewe zu importierende Buchungsstapel muss dann an jedem Buchungssatz in der Spalte "Beleglink" eben diese UUID des Belegs zuzüglich des vierstelligen Kürzels (z.B. FDMS) drin haben.
Da man im Tool Beleganzeige Drittanbieter allerdings nur konfigurieren kann, mit welchem Programm die Belege geöffnet werden sollen (in den Datev-Infodokumenten wird z.B. der Internet Explorer als Beispiel genannt), frage ich mich jetzt, wie Rewe nur anhand der UUID und der Info zur passenden "viewer.exe" den Beleg findet bzw. finden soll? Steckt in der UUID bereits der exakte Pfad zum Dokument drin?
Kann das bei einem webbasierten DMS ohne Connect-Schnittstelle überhaupt funktionieren?
Guten Tag @unklarer_Posten
bitte entschuldigen Sie die verspätete Antwort.
DATEV Beleganzeige Drittanbieter braucht für den Aufruf 2 Parameter, die beide im Beleglink in der Buchung gespeichert sein müssen:
1. Das (zwingend 4-stellige) Beleglink Kürzel
2. Die ID des Beleges
Bei der ID des Beleges ist es übrigens egal, wie diese aufgebaut ist. Es muss keine UUIG oder GUID sein, die Beispiele aus dem Info DB Dokument richten sich einfach nach den DATEV-eigenen ID’s, und wir verwenden eben UUID’s oder GUID’s.
Anhand des Beleglink Kürzels entscheidet die Anwendung, ob sie den Aufruf an das eingestellte Dokumentenmanagement und/oder an Belege online weitergibt (BEDI, DDMS, DORG), oder ob der Aufruf an die Beleganzeige Drittanbieter weitergegeben wird (das ist bei jedem anderen 4-stelligen Kürzel der Fall).
Kürzere oder längere Beleglink Kürzel verursachen übrigens einen Fehler.
Die Beleg ID, die als zweiter Parameter im Buchungssatz stehen muss, ist die variable Komponente des Belegaufrufs, der in der Custom.ini mit dem Parameter %1 dargestellt wird.
Der einfachste Weg, den korrekten Aufruf für die Custom.ini zu finden ist, den kompletten Aufruf zu einem Beleg über Start / Ausführen einzugeben, und wenn der Aufruf klappt, dann in dieser Befehlszeile die ID des Beleges durch %1 ersetzen. Fertig ist das COMMAND= für die Custom.ini.
Wichtig ist, dass das Command in der korrekten Sektion steht, der Sektionsname entspricht dem Beleglink Kürzel. Bei dem Beleglink Kürzel FDMS heißt die Sektion also [FDMS].
Beantwortet das Ihre Frage?
Viele Grüße aus Nürnberg
Nina Schlee
DATEV eG, Service Dokumentenmanagement
Vielen Dank für die ausführlichen Infos. Wir konnten uns zwischenzeitlich auch schon selbst behelfen.
Wichtig bei "URL-gesteuerten" webbasierten DMS ist eigentlich nur, dass die Belege
1. Via Direktlink zum Beleg aufrufbar sind
2. Die Links immer gleich aufgebaut sind und nur die eigentliche Belegnummer, die zwingend ganz hinten stehen muss variabel ist
So kann man sich die custom.ini dann aufbauen, dass man den langen Teil der URL fest hinterlegt und hinten den Platzhalter setzt.
Der Aufruf über Google Chrome hat dann direkt funktioniert. Es ist sogar etwas praktischer als der integrierte Belegviewer von Datev, da beim Klick auf einen neuen Beleglink ein neuer Tab geöffnet wird und man so mehrere digitale Belege offen haben kann. 🙂
@Nina_Schlee schrieb:
... Bei der ID des Beleges ist es übrigens egal, wie diese aufgebaut ist ...
... da wir gerade beim Thema sind ...
... ich interpretiere Ihre Aussage so, dass man auch selbst beliebige GUIDs 'erfinden' könnte, Hauptsache, es gibt in der hochzuladenden XML-Datei jeweils eine Verknüpfung zwischen dem Beleglink im Buchungsstapel und dem Digitalen Dokument.
... dabei ist es anscheinend völlig egal, wo sich der Ablageort des Dokuments befindet.
Das Dokument wird in "Belege Online" auch nach einer Änderung des Ablageorts anhand der eindeutigen GUID gefunden
... ist das so ?
Der Aufbau der GUID ist tatsächlich egal, das war mir anfangs auch nicht klar, dass es nicht nach dem "offiziellen" Schema gehen muss. Wichtig ist nur, dass es insgesamt nicht mehr als 36 Stellen sind.
Unsere Custom.Ini lautet jetzt beispielsweise:
[PPPH]
COMMAND="C:\Program Files (x86)\Google\Chrome\Application\chrome.exe" https://mustermann-dms.xxxxxx.de/documents5/jsp/qv?pri=102959&ft=epiFiles@Store01&q_i_WorkflowFileId=%1
Das "%1" ganz hinten ist dann der Platzhalter für die Beleg-ID, die sind so aufgebaut: 102959_fi20210000000091