Hallo r24, erstmal will ich auf ihre „Namenswahl“ eingehen. Mir persönlich fiele es leichter, Sie „ernst zu nehmen“, wenn Sie mit Klarnamen auftreten würden. Wenn ich meine, was Richtiges oder Wichtiges zu sagen, dann kann und will ich dafür auch einstehen und mich dazu bekennen. Wenn‘s bloß provokanter „schlechte Laune Quatsch“ ist, den ich los werden will, setzt ich mich ins Wohnzimmer und schrei die Wand an. Ihren vorletzten Absatz „ich hab heute versucht ...“ den kann ich voll und ganz akzeptieren. Die neue Rechte- und Benutzerverwaltung ist aus technischen Zwängen entstanden und mit viel Zeitdruck und einem riesigen künftigen Einsatzgebiet entwickelt worden - aber Usability ist dabei völlig in den Hintergrund getreten und wird im Moment sträflich vernachlässigt. M.E. ein großer und sich in naher Zukunft massiv rächender Fehler der DATEV. Warum das so ist, wie es ist, wird weder kommuniziert noch ist es erkennbar. Erkennbar ist nur, dass theoretisch alle User betroffen sind, aber praktisch sich das nicht auswirkt, weil der Berufsstand die Risiken nicht stringend geführter Benutzerrechte nicht erfahren musste - also oft lauter Vollrechtsinhaber angelegt werden. Auch falsch, aber eben tägliches Geschehen. zu 1 : glauben Sie, dass das „Totschweigen“ einer technisch möglichen und schon laufenden Entwicklung diese aufhält oder nur verzögert? Ich glaube das nicht und die DATEV wäre schlecht beraten, Entwicklungen die ihr Kerngeschäft berühren werden nicht zu beachten und sogar zu negieren. DATEV und wir Berufsangehörige müssen ein anderes Kerngeschäftsmodell = Beratung und Datenanalyse erarbeiten, Zahlen in die richtigen Felder schreiben weil die fachlichen Kenntnisse dafür da sind, ist absolut nicht zukunftsfähig. zu 2 : Kooperation DATEV/Finanzamt im von Ihnen genannten Sinne, hat (einzig) das Ziel, die Arbeit in der Steuerberatungsbüros von unnötiger Zahlenübertragungsarbeit zu entschlacken, um genau den zeitlichen und personellen Freiraum zu schaffen, dass beraten und gestaltet werden kann. Ausserdem ist das Finanzamt nicht unser Gegner sondern unser Zwangs-Geschäftspartner - es macht so gar keinen Sinn, sich gegenseitig die Arbeit zu erschweren. Konzentrieren wir uns darauf, die unendlichen Möglichkeiten eines (verkorksten) deutschen Steuerrechts zu nutzen - nicht die schon geschaffenen Tatsachen zuverschleiern oder zu verstecken. Vorher beraten, nicht hinterher umbiegen ist der richtige Ansatz. zu 3 : Das neue Rechtessystem (Mitarbeiter im RZ speichern) soll schon dazu dienen, den technischen Wandel, der weg von lokalen PC’s hin zu RZ oder Plattformgestützter Technik geht, vorzubereiten. Damit der Umstieg fliessend geschehen kann, wird das damit vorbereitet. zu 4 und 5 : ja - da ist viel Wahres dran. Die von DATEV und uns genutzten Systeme sind (wie wir) in die Jahre gekommen - Es ist mehr als nötig, sich einer Verjüngungskur zu unterziehen. Ob das durch völlig neue technische Ansätze oder durch Reparatur an Altsystemen geschieht, ist ein immer währender Konflikt zwischen Wirtschaftlichkeit, Ressourcen und Priorität/Geschwindigkeit. Wenn da jemand den golden Weg hätte, wäre es wohl supercool - den zu finden und soweit wie möglich zu erreichen bemüht sich die DATEV sehr. Und nun die Antwort auf Ihre Eingangsfrage. Die DATEV arbeitet (an ganz vielen Fronten) ausschließlich im Interesse ihrer Genossen und dafür, dass der Berufsstand auch die aktuelle „digitale Revolution“ überlebt.
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