Moin,
da DATEV nun nach und nach das DATEV Konto ausrollt und in der Zukunft damit andere Zugangsmedien wie SmartCard oder SmartLogin obsolet werden, und zusätzlich sämtliche Software in die Cloud verlagert wird, also über den Browser abzurufen ist, steht es m.E. dem Nutzer in Zukunft völlig frei welches Betriebssystem er einsetzt. Die Verwendung von Linux sollte also auch in Kanzlei m.E. kein Problem mehr sein.
Was dann noch von Microsoft bleibt sind eventuell die Office-Anwendungen (Word, Excel, Outlook ...).
Hier würde ich mir Wünschen die DATEV würde sich von den Lizenzen bei Microsoft befreien und das Geld lieber in Libre Office stecken und dieses dafür lieber passgenau in die eigenen Dienste integrieren.
Wäre dass nicht ganz wunderbar?
Evtl. würde man so viel Geld sparen und passgenaue Anwendungen erhalten und man wäre nicht auf die
@Fr3ddy schrieb:Moin,
da DATEV nun nach und nach das DATEV Konto ausrollt und in der Zukunft damit andere Zugangsmedien wie SmartCard oder SmartLogin obsolet werden, und zusätzlich sämtliche Software in die Cloud verlagert wird, also über den Browser abzurufen ist, steht es m.E. dem Nutzer in Zukunft völlig frei welches Betriebssystem er einsetzt. Die Verwendung von Linux sollte also auch in Kanzlei m.E. kein Problem mehr sein.
Was dann noch von Microsoft bleibt sind eventuell die Office-Anwendungen (Word, Excel, Outlook ...).
Hier würde ich mir Wünschen die DATEV würde sich von den Lizenzen bei Microsoft befreien und das Geld lieber in Libre Office stecken und dieses dafür lieber passgenau in die eigenen Dienste integrieren.
Wäre dass nicht ganz wunderbar?
Evtl. würde man so viel Geld sparen und passgenaue Anwendungen erhalten und man wäre nicht auf die
Wohlgesonnenheit Microsofts angewiesen.Was denkt ihr dazu?
Oh, gibt´s schon wieder Glühwein...?
Diese These ist auch nicht schlecht:
@Fr3ddy schrieb:..da DATEV nun nach und nach das DATEV Konto ausrollt und in der Zukunft damit andere Zugangsmedien wie SmartCard oder SmartLogin obsolet werden, ... ...
Ich weiß nicht was ich davon halten soll, dass mir unterstellt wird, dass ich besoffen bin.
Ganz sachlich und nett ist das nicht.
Gerne akzeptiere ich andere Sichtweisen. Diese würde ich dann aber auch gerne hören, sachlich.
Hilfedokument 1038521 Abschnitt 2.4
hier kann man nach meinem Verständnis herauslesen, dass man eine SmartCard oder einen SmartLogin in Zukunft nicht mehr zwingend braucht (sofern wirklich alles in die Cloud gewandert ist)
so ähnlich habe ich es auch gestern auf dem Digitalisierungsworkshop bei der DATEV in Hamburg verstanden.
@Fr3ddy
Gerne akzeptiere ich andere Sichtweisen. Diese würde ich dann aber auch gerne hören, sachlich.
Dazu gibt es hier dann etliche Beiträge zum Thema.
Ihre weiteren Mutmaßungen/Vermutungen/Unterstellungen kommentiere ich mal nicht. War auch lediglich eine Frage.
Aber wie gesagt, die Loslösung von Microsoft wird hier in diversen Beiträgen diskutiert.
@RAHagena , der Klammerzusatz sagt es ja fast..
.. (sofern wirklich alles in die Cloud gewandert ist)
Durch alle Flüsse wird bis dahin viel Wasser fließen....
@Fr3ddy schrieb:Ich weiß nicht was ich davon halten soll, dass mir unterstellt wird, dass ich besoffen bin.
Mit gibt es schon wieder Glühwein ist gemeint, dass etwas regelmäßig wiederholt wird.
Eine Sache die sich regelmäßig jährlich wiederholt, so wie es jedes Jahr Glühwein gibt oder auch die Frage wann Datev sich von MS "trennt".
@Fr3ddy schrieb:
Evtl. würde man so viel Geld sparen und passgenaue Anwendungen erhalten und man wäre nicht auf die
Wohlgesonnenheit Microsofts angewiesen.
Am Ende geht es also überwiegend darum Geld zu sparen? Wenn das die einzige "Anforderung" an den "IT Betrieb" ist, nun dann..
Auch wenn 2026 (erneut (wie auch 2025, 2024, 2023, 2022, 2021, 2020, 2019, ...)) das Jahr des Linux Desktops ist, so werden die meisten Geräte mit einem Microsoft OS ausgeliefert und der Preis dafür ist marginal. Schauen wir uns bspw. "Tuxedo Computers" an, sind die Geräte mit vorinstalliertem Linux recht teuer. Bestellt man sich PCs ohne OS oder mit Windows und installiert selber Linux, kostet das Zeit ( -> Geld).
Die M365 Apps for Enterprise oder auch ein Office 2024 Standard liegen am Ende bei 5 Jahren Laufzeit bei ca. 10 - 14 € im Monat pro User bzw. pro Device.
Nehmen wir an, man tut dem Mitarbeiter was gutes und alle drei Jahre gibt es neue Hardware für ca. 500 €. Dann sollten wir in der Microsoft Welt (auf 5 Jahre gesehen) bei ca. 22 Arbeitstagen pro Monat bei ca. 1,16 € pro Mitarbeiter am Tag (für das primäre / wichtigste(?) Arbeitsmittel) landen.
Evtl. spart man besser beim Obstkorb oder gratis Kaffee / Wasser / ... 😉
Die Wohlgesonnenheit von Microsoft tauscht man dann je nachdem gegen die Wohlgesonnenheit eines (möglicherweise einzelnen) Maintainer der Open Source Community. Ebenfalls gibt es hier und da auch "Unstimmigkeiten" zwischen Entwicklern und es wird "lustig geforked" und neu gestartet. Grob bspw. wie im Fall Nextcloud / Owncloud.
Hallo @janm
Es geht nicht um die Wohlgesonnenheit zum einen oder anderen Anbieter einer Office-Suite.
Richtig wäre, dass DATEV die künftigen Cloud-Lösungen so baut, dass es keine Rolle spielt ob ich da MS-Office on premise oder cloud, Libre/OpenOffice, OpenDesk, Googe-Workspace oder was auch immer benutze.
Dann könnte jeder selbst abwägen was ihm wichtig ist (Unabhängigkeit, Datenschutz, Produktivität, Kosten).
Das erfordert natürlich, dass es die jetzigen festen Schnittstellen so nicht mehr gibt, was zu gewissen Komforteinbußen führt.
In den jetzigen DATEV-Programmen wird das nicht mehr passieren. Für künftige Cloudlösungen wäre das aber eine Chance.
Diesen Weg wird DATEV aber vermutlich leider nicht gehen.
MfG, F.Lange
@flange schrieb:Dann könnte jeder selbst abwägen was ihm wichtig ist (Unabhängigkeit, Datenschutz, Produktivität, Kosten).
Das erfordert natürlich, dass es die jetzigen festen Schnittstellen so nicht mehr gibt, was zu gewissen Komforteinbußen führt.
In den jetzigen DATEV-Programmen wird das nicht mehr passieren. Für künftige Cloudlösungen wäre das aber eine Chance.
Diesen Weg wird DATEV aber vermutlich leider nicht gehen.
Hallo, ich habe auch nie verstanden, warum DATEV in schon beinahe boshafter Weise seine Berater und Mandanten an Microsoft bindet.
Denn man muß weder die Outlook- noch die Office-APIs verwenden.
DATEV könnte doch das ODF benutzen und so den Benutzer wählen lassen.
Auch automatisch mailen aus DATEV ist nun nicht das größte Problem.
Ich gehe aber nicht davon aus, daß das mit DATEV nochmal etwas wird.
FRÜHER war das Unternehmen wendig, wurde kompetent durch Herrn Sebiger geführt und hatte gute Leute. RICHTIG GUTE.
Trotz vielfacher Behinderungen durch Post und Postminister baute DATEV ein eigenes Intranet auf. Geil, mit Konzentratoren in allen größeren Städten, nix BATCH, die Verbindungen, via BSC mit 1.200 oder 2.400 Baud, waren bidirektional mit Dialoganwendungen nutzbar. Und vor allen Dingen waren die Protokolle und Prozeduren so schlank, daß diese Übertragungsraten auch ausreichten für flüssiges Arbeiten ! Die hatten auch von vornherein Sicherheit mit eingebaut, natürlich gab es 2FA.
Und jeder Steuerberater konnte sich sein Endgerät aussuchen. Er brauchte nur eine geringe Anzahl von Programmen. Ein Systemwechsel erfolgte innerhalb weniger Stunden.
Die DATEV war zuverlässig, seriös und ein absoluter Technologieführer.
Es wurde mit Computern gearbeitet, typischerweise /370ern, und richtigen Betriebssystemen, MVS/XA.
Ein "PC" ist ja ein "Personal Computer" zum Daddeln, Pornogucken oder Diplomarbeitenmogeln. Damit ernsthaft zu arbeiten, zeigt ein krankes "Mindset".
Niemand würde einem Handwerker trauen, der mit "Black & Decker" angetanzt kommt.
Und wenn ich als Mandant, sagen wir, ich habe einen Schlossereibetrieb, ab und zu mal ein paar Tafeln Feinblech brauche, dann stelle ich mir doch keinen Hochofen aufs Gelände, inclusive Sekundärmetallurgie, LD-Konverter und Walzwerk. Zumal man den Hochofen ja nicht so ohne weiteres abstellen kann. Wie auch den Server beim Mandanten nicht.
Genau das macht aber die DATEV ! Die gesamte Verarbeitung ist auf das Kundengelände ausgelagert.
Nun haben die bei der DATEV hauptsächlich nur noch verweichlichte PC-Daddler. Mainframes haben sie auch noch --- aber was machen sie damit ? Sie "parzellieren" die und machen 1.000 PCs daraus.
Und DIE wollen an die Pionierleistungen der Vorgänger herankommen ?
Da lachen ja die Hühner,
Ich dachte vor allem an die Kosten bei der DATEV. Die Lizenzen für Windows-Server und was es da noch alles gibt werden sicher auch ne Mark kosten.
Dann möchte sich Microsoft am liebsten von den klassischen alten Office-Anwendungen und Lizenzmodellen verabschieden und alles in die "Cloud" schieben (siehe z.B. altes und neues Outlook), dass wieder so anzupassen, dass es den deutschen/europäischen Datenschutzbestimmungen entspricht und die Funktionen bietet die man möchte ist sicher auch nicht ganz günstig in der Entwicklung.
Das Geld könnte man auch nehmen und in Opensource-Projekte stecken die können sich dadurch weiter professionalisieren und so dafür sorgen, dass man nicht mehr nur noch von einem Maintainer abhängig ist. Und man könnte deutlich mehr Einfluss auf die Funktionen und Schnittstellen nehmen.
Hier sehe ich eine Chance für die DATEV ein besseres Produkt für Ihre Genossen anzubieten.
@Fr3ddy schrieb:...
Hier sehe ich eine Chance für die DATEV ein besseres Produkt für Ihre Genossen anzubieten.
Sie sehen da eine Chance.
Dann machen Sie doch eine Petition, damit die übrigen (geschätzten) 40.000 DATEV-Genossen das auch so sehen.
Natürlich ist das ganze momentan ja auch politisch sehr heikel.
Wie schon gesagt, das ist jetzt der 3. oder vielleicht auch 4. Post zu diesem Thema in dieser Community.
Haben Sie die anderen Beiträge denn auch verfolgt?
Vor allen Dingen hatte früher einmal bei Datev der Datenschutz eine ganz hoch angesiedelte Priorität.
Davon ist praktisch nicht mehr viel übrig geblieben.
Immer mehr wird mittel- und langfristig in die Microsoft Cloud geschoben (trotz der Anwendbarkeit des Cloud Acts und der ständigen Bedrohung durch willkürliche Kontensperren)
Google Chrome wird auf dem ASP-Desktop als Standardbrowser vorinstalliert (keine sichere Chromium-Variante, nein, original Google mit allem drum und dran)
Mailnutzer werden von Datev-Exchange-Servern zu Microsoft 365 gedrängt, wo ganz offen kommuniziert wird, dass über 770 "Partner" Informationen über die Mails erhalten, ..
Teamviewer wird benutzt
...
Nunja - das war früher vermutlich noch die heute verhasste Generation der Boomer, die bei Datev bestimmte.
Jetzt übernimmt Gen-Z.
Die muss erst einmal am eigenen Leib erleben, was übergriffige Staaten / Behörden / Unternehmen für einzelne bedeuten können...
@TobiasX schrieb:
Die muss erst einmal am eigenen Leib erleben, was übergriffige Staaten / Behörden / Unternehmen für einzelne bedeuten können...
Wird sie mit "bedauerliche Einzelschicksale" aus Bequemlichkeit wegdenken.
Moin Moin,
ich denke, Schnittstellen zur MS-Cloud sind der beste gemeinsame Nenner, mit dem Datev sein Browser-Programme effektiv verknüpfen kann. Andere Anbieter andere Schnittstellen, andere Besonderheiten, dafür entsprechend mehr Pflegeaufwand und bis zu welcher von Genossen benutzter Alternativ-Anwendungen soll dass alle gepflegt werden?
Ja, eine fortgeschriebene Abhängigkeit torpediert die Unabhängigkeit von diesem US-Konzern und hält uns im Käfig der US-Administration gefangen (und setzt deren Wohlverhalten voraus). Außerdem kann dies zu einer Verletzung von Vertraulichkeit und Verfügbarkeit führen und vermutlich noch mehr Probleme mit deutschen Recht, Datenschutz und GoBD führen.
Sprich: Eigentlich sollte die Datev sich aus der Abhängigkeit von MS befreien. Denn Datev sagt selber (in Personen, die im Datenschutz beschäftigt sind - einschließlich in Webinaren), der Beschluss der EU-Kommission reicht nicht aus, man muss selber prüfen, ob die Dienstleister sich an den EU-Datenschutz halten. D.h., es gibt Prüfpflichten gegenüber MS - was letztlich niemand wirklicherfüllen kann. D.h., wenn beispielsweise MS auf Befehl der US-Administration den Zugriff auf Daten/Programme abstellt - ich denke daran, dass MS auch die Datenbank einfach abschaltet (Lizenzentzug beispielsweise) - wer muss für diesen Schaden dann aufkommen? Der Fehler steckt schon im Produkt der Datev!
Machen wir uns aber nichts vor, die Datev hat nicht die Kapazitäten, sich gegenwärtig langsam von MS zu lösen. Und mir scheint auch, dass viele Genossen das auch nicht wollen, weil sie den eigenen Aufwand scheuen (vielleicht auch nicht so einfach finanzieren können) und natürlich die Bequemlichkeit derzeit noch sehen. Dass allerdings MS bereits an der Preiserhöhungsschraube kräftig dreht - und durch die Abhängigkeit auch weiter kräftig drehen wird - sollten alle - Datev und die Genossen - bedenken!
QJ