Wir überlegen, etwas wie Emma zu nutzen.
Hat jemand Erfahrung mit dieser oder einer anderen Plattform?
Ich lese die Emma bloß ab und zu im Arzt-Wartezimmer. Wusste gar nicht, dass die jetzt auch eine eigene KI haben. Ist die dann Alice Schwarzer nachgebildet?
Wir sind aktuell in der Einrichtung von EMMA. Ich halte euch gerne auf dem laufenden 🙂
Hey @Michelle_Peters,
kannst du schon Erfahrungswerte mitteilen? Wie laufen die ersten Tage?
Wir lassen uns gerade ein Angebote schreiben 😅.
Merci und liebe Grüße
Verena
Hallo Michelle Peters, wie weit seit ihr mit EMMA, gibt es schon erste Erfahrungen?
LG
Ich hatte auch auf Erfahrungsberichte gehofft. Naja, dann erfahren wir eben selber 😅.
Emma wird Ende des Monats bei uns installiert. Schulung dann Mitte nächsten Monat. Dann geht's los. Es bleibt spannend und ich werde - beizeiten - berichten.
@VerenaWied schrieb:Ich hatte auch auf Erfahrungsberichte gehofft. Naja, dann erfahren wir eben selber 😅.
Emma wird Ende des Monats bei uns installiert. Schulung dann Mitte nächsten Monat. Dann geht's los. Es bleibt spannend und ich werde - beizeiten - berichten.
Es gab mal eine "DATEV-KAM"-Veranstaltung, bei denen 2-3 Teilnehmer dann aus ihrer Erfahrung mit "KI-EMMA" berichteten.
Vielleicht meldet sich ja dazu ja mal noch jemand hier, wenn er denn hier überhaupt vertreten ist.
Ansonsten wirst Du ja dann demnächst hier berichten, oder @VerenaWied ?
Moin zusammen,
ich denke ich bin nun soweit Mal die ersten Erfahrungen zu teilen.
Vorab:
Es gibt zwei Schulungsvarianten – basic und advanced.
Die Empfehlung ist erst Mal die basic Schulung zu machen und dann ggf. irgendwann die advanced hinterherzuschieben.
Wir haben aktuell die basic Schulung hinter uns. Diese geht über zwei Tage und es ist viel Input. Gefühlt ist nix hängen geblieben und ich fühlte einen gewissen Grad der Überforderung, obwohl ich noch nicht Mal angefangen hatte. Auch weil es weder ein umfassendes Infocenter noch eine Community wie hier gibt (die einem das "Einfuchsen" in unbekannte Sphären einfacher machen). Natürlich gibt es aber einen kostenpflichtigen Support.
Im Nachhinein stellte sich die Sorge als unbegründet heraus, weil 1. doch viel hängen geblieben ist und es 2. eine wirklich gute KI-Assistentin gibt (interessanterweise sind ihre Antworten besser, wenn man auf Englisch mit ihr kommuniziert).
Wir haben alle unsere Prozesse kleinteilig niedergeschrieben, das ist zwar gut, aber nur bedingt hilfreich, weil man Emma tatsächlich jeden einzelnen Schritt beibringen muss: Klicke hier, suche Objekt (= Bild) X, lese Bereich von da bis da.
Und dafür muss man den Vorgang halt auch einfach jedes Mal durchgehen und viele Schritte testen. Dafür bin ich nun fast schon Expertin in Vorgängen, mit denen ich nie was zu tun hatte.😅
Positiv ist, dass wir auch für die Kanzlei dazu lernen. Hier gabs durchaus so manche Verbesserung, die wir vornehmen konnten.
Ich habe „einfach“ gestartet, viel dazu gelernt und dann komplexere Schritte eingebaut. Auch, weil man gewisse „Probleme“ irgendwie lösen muss. Man muss auch viel bedenken, das kommt aber mit der Zeit und dem Doing.
Was mich am meisten nervt ist, dass ein Prozessschritt 5-mal durchläuft um beim 6. Mal auf einmal hakt und auf Fehler läuft. Ich musste diverse Schritte umbauen/anpassen über die letzten Wochen, weil auf einmal immer irgendwas schief war. Performanceprobleme muss man großzügig mit einplanen (z.B. Warte X ms, bis sich der Dokumentenkorb geöffnet hat.). Hat man einen Prozessschritt in dem sie gezielt auf Pixel klicken soll und es verschiebt sich etwas (wieso auch immer), klickt sie ins Nirvana. Für gewisse Dinge kann sie nichts, warum aber teilweise Objekte nicht gefunden werden, die sie tagelang zuverlässig gefunden hat erschließt sich mir nicht. Emmas Erfolg ist also auch in gewisser Form abhängig davon, wie gut PartnerASP, DATEV und die Kanzleiprozesse funktionieren. Manche Fehler sind definitiv Gemeinschaftsprojekte.
Es ist aber tatsächlich sehr spannend, wenn ich auch zwischenzeitlich fluche (was doof ist, weil meine Hündin Emma im Hintergrund schläft und sich angesprochen fühlt 😅).
Der erste Prozess wird am Montag mit Plan, also völlig selbstständig laufen. Sie wird darüber informieren, wenn sie auf Fehler läuft (auch, wenn sie erfolgreich war).
Weitere sind in der Pipeline, da ist aber noch Rücksprache mit anderen Kolleg:innen erforderlich.
Wie viel Nutzen sie uns tatsächlich bringt, wird die Zeit zeigen. Aktuell sehe ich das Ganze eher noch als zeitintensives "Werkzeug" mit Spiel-Spaß-Spannungs-Charakter (ja, ich habe da - meistens - Spaß dran, wer hätte das gedacht). Ich kann aber nun Mal nicht hexen und muss lernen. Wir wachsen quasi gemeinsam an der Herausforderung.
Danke für den ersten Erfahrungsbericht. Interessant zu lesen. Hätte gedacht, dass die KI erkennt worauf sie klicken muss und man nicht Pixelperfekt wie bei anderen RPA-Systemen es vorgeben muss.
Wenn ich drüber nachdenke, wüsste ich gerade nicht viel, was ich mit Emma automatisieren könnte. Was für Aufgaben habt Ihr da gefunden?
Aktuell sehe ich das Ganze eher noch als zeitintensives "Werkzeug" mit Spiel-Spaß-Spannungs-Charakter
"Wenn man einen neuen Hammer besitzt, sieht plötzlich jedes Problem wie ein passender Nagel aus"
@Mühsam schrieb:Danke für den ersten Erfahrungsbericht. Interessant zu lesen. Hätte gedacht, dass die KI erkennt worauf sie klicken muss und man nicht Pixelperfekt wie bei anderen RPA-Systemen es vorgeben muss.
Nein, das soll sie aber auch gar nicht. Sie lernt auch so gesehen auch nicht dazu, weil sie keine eigenen Entscheidungen treffen darf.
Wenn es zwei Objekte gibt, die ähnlich sind (z.B. Bild eines Ordners und der andere hat noch ein Zusatzzeichen), dann soll sie schon den richtigen Ordner nehmen und nicht einen, von dem sie meint, er könnte das sein (der Ordner mit dem Zusatzzeichen wird ebenfalls als gefundenes Bild ausgegeben).
Es gibt allerdings einen Prozessschritt, der sich "Entscheidung" nennt, letztlich ist das aber auch an positive bzw. negative Parameter gekoppelt, sie entscheidet nicht wirklich selbst.
Ich finde die Bezeichnung KI hier auch eher falsch, sie ist ein RPA-Programm (in der Schulung gibt es sogar eine RPA-Challenge, die man mir ihr durchführen muss). Ich sage immer, sie ist "Robotic". Wie bei VW, da weiß der Roboter auch ganz genau, welche Schraube er wo am Auto festdrehen muss.
Wenn ich drüber nachdenke, wüsste ich gerade nicht viel, was ich mit Emma automatisieren könnte. Was für Aufgaben habt Ihr da gefunden?
Aktuell sehe ich das Ganze eher noch als zeitintensives "Werkzeug" mit Spiel-Spaß-Spannungs-Charakter
"Wenn man einen neuen Hammer besitzt, sieht plötzlich jedes Problem wie ein passender Nagel aus"
Prozesse, die bis jetzt existieren:
- An- und Abmeldung am/vom Server (das sind Prozesse auf die in anderen Prozessen zugegriffen wird)
- Dig. Bescheidablage (wird ab Montag im Plan laufen)
- Papierbescheidablage
- Versenden von Lohnauswertungen
- USt-VA Meldungen (wiederkehrende Buchungen) - der ist noch nicht vollständig
Wir haben eine mögliche Übersicht der Prozesse erhalten (Es sind 32 aufgezählt und sie kann sicher noch mehr).
@VerenaWied schrieb:
Prozesse, die bis jetzt existieren:
- An- und Abmeldung am/vom Server (das sind Prozesse auf die in anderen Prozessen zugegriffen wird)
- Dig. Bescheidablage (wird ab Montag im Plan laufen)
- Papierbescheidablage
- Versenden von Lohnauswertungen
- USt-VA Meldungen (wiederkehrende Buchungen) - der ist noch nicht vollständig
Wir haben eine mögliche Übersicht der Prozesse erhalten (Es sind 32 aufgezählt und sie kann sicher noch mehr).
Und die nennen das Ding "KI" EMMA und wollen monatlich Geld dafür? Gewagt, aber solange das wer kauft ...
@cwes schrieb:
@VerenaWied schrieb:
Prozesse, die bis jetzt existieren:
- An- und Abmeldung am/vom Server (das sind Prozesse auf die in anderen Prozessen zugegriffen wird)
- Dig. Bescheidablage (wird ab Montag im Plan laufen)
- Papierbescheidablage
- Versenden von Lohnauswertungen
- USt-VA Meldungen (wiederkehrende Buchungen) - der ist noch nicht vollständig
Wir haben eine mögliche Übersicht der Prozesse erhalten (Es sind 32 aufgezählt und sie kann sicher noch mehr).
Und die nennen das Ding "KI" EMMA und wollen monatlich Geld dafür? Gewagt, aber solange das wer kauft ...
Ich glaube wir zahlen das jährlich. 😘
Danke für den Bericht.
Ich muss diese Frage aber einfach stellen, was definiert Emma dann als KI?
Point and Click Roboter kann ich seit 10 Jahren nachbauen, mit der richtigen Software auch problemlos in verschiedenen Auflösungen skaliert.
Das ist aber nach deinen Beschreibungen das was Emma tut?
Wenn man sich auf die Suche begibt, bekommt man bestimmt auch Varianten die eine OCR integrieren und gewisse Dinge auslesen können. Spätestens PowerAutomate könnte das mit KI verknüpfen.
Da müsstest du den Hersteller fragen. Sie nennen sie kognitive KI. Ich habe zu wenig Ahnung von Technik, um das wirklich bewerten zu können. Rein vom Feeling fehlt mir die "KI", wie ich sie eben sonst kenne.
Du kannst sie z.B. Texte oder Datumsangaben auslesen und weiter verwenden lassen.
Du sagst ihr "findest du X nicht, dann mach weiter mit Y". Aber X und Y müssen eben vorgegeben werden.
Ich bin aber auch noch am Anfang meiner Reise. Ich glaube nicht, dass es noch KI-mäßiger wird, ich weiß aber, dass es Möglichkeiten gibt Prozessschritte umzusetzen, die ich schlicht noch nicht kenne.
Jetzt hab ich erst die Prozesse gelesen die Emma erledigen soll, darf ich fragen was die Software kostet?
Digitale Bescheidablage wäre mir nie eingefallen, dass noch weiter zu automatisieren, dauert aktuell ca. 10 Minuten am Tag und meistens so lange weil wir alle Einzelunternehmer Mandanten zweimal haben (danke dafür DATEV)
Versenden von Lohnauswertungen?
Was gibt's da zu automatisieren?
Analoge Bescheide Stelle ich mir tatsächlich schwierig vor, wobei der Posteingangsassistent da schon gute Dienste leistet, aber eben Emma das besser kann, dann sicher ein Prozess der optimiert werden kann.
Was muss ich mir unter UStVa wiederkehrende Buchung vorstellen? Vermieter mit Option die monatlich nur die Mieten anmelden? Mache ich immer so, dass ich das Jahr buche und alle VA wegesende, übermittelt wird erst bei Fälligkeit. So kann man auch Änderungen noch vornehmen.(Könnte man bei Bedarf auch ohne Festschreiben lösen)
Also so richtig viel Szenarien sehe ich da nicht für mich.
Wenn es zwei Objekte gibt, die ähnlich sind (z.B. Bild eines Ordners und der andere hat noch ein Zusatzzeichen), dann soll sie schon den richtigen Ordner nehmen und nicht einen, von dem sie meint, er könnte das sein
Ja, das macht Sinn. Ich habe bisher nur im privaten Umfeld mit vers. AI-Agent-Systemen herum probiert und daher dachte ich, dass die "KI Emma" ähnlich agieren kann.
Aber ein gutes RPA kann auch nützlich sein. Bin gespannt wie sich der gelebte Alltag damit entwickelt. Gerade auch, ob noch komplexere Aufgaben/Prozesse gefunden werden.
@Mühsam schrieb:Wenn es zwei Objekte gibt, die ähnlich sind (z.B. Bild eines Ordners und der andere hat noch ein Zusatzzeichen), dann soll sie schon den richtigen Ordner nehmen und nicht einen, von dem sie meint, er könnte das sein
Ja, das macht Sinn. Ich habe bisher nur im privaten Umfeld mit vers. AI-Agent-Systemen herum probiert und daher dachte ich, dass die "KI Emma" ähnlich agieren kann.
Aber ein gutes RPA kann auch nützlich sein. Bin gespannt wie sich der gelebte Alltag damit entwickelt. Gerade auch, ob noch komplexere Aufgaben/Prozesse gefunden werden.
Ja wir haben das Ding erst Mal im Jahresvertrag und müssen ganz klar bewerten, ob der Nutzen in Vergleich zu den Kosten auch sinnig ist. Aber: Es ist nicht mein Geld und auch nicht meine vorangige Entscheidung. Mein Name steht nicht an der Tür.
Stell dir Mal vor, dass du all diese "Kleinigkeiten" nicht mehr machen musst und auch deine Mitarbeitenden mehr Zeit für qualifiziertere Arbeit haben, weil ihnen der Kleinkram abgenommen wird. Wie gesagt, ist die Palette nicht klein, ich weiß aber nicht, ob ich das hier einfach posten darf. Kosten: 9.150 € netto jährlich. Was ich persönlich nicht wenig finde, aber wie gesagt, ist nicht meine Knete.
Lohn: MA erledigt Lohn, setzt Auftrag auf abgeschlossen, Auftrag schlägt in Filter auf und Emma arbeitet Filter ab. In der Zeit wo Emma arbeitet, kann MA "Besseres" tun. Und theoretisch arbeitet sie 24/7. Das macht keiner von uns :D.
Lohn: MA erledigt Lohn, setzt Auftrag auf abgeschlossen, Auftrag schlägt in Filter auf und Emma arbeitet Filter ab. In der Zeit wo Emma arbeitet, kann MA "Besseres" tun. Und theoretisch arbeitet sie 24/7. Das macht keiner von uns :D.
Das verstehe ich noch nicht so ganz. Nutzt Ihr Lodas oder Lohn und Gehalt?
Also der Mitarbeiter importiert, erfasst, prüft alle Änderungen. Sagt alles o.h. Und Emma macht weiter bis zur Abgabe ins RZ?
Nein, hier geht es nur um den Versand der Auswertungen aus LODAS-Auswertungen für die DUO-Verweigerer.
Aber sowas in die Richtung wie du beschreibst, kann sie wohl auch. Zumindest stand auf der Liste was mit Lohn und RZ 😅.
@VerenaWied schrieb:Nein, hier geht es nur um den Versand der Auswertungen aus LODAS-Auswertungen für die DUO-Verweigerer.
Das ginge doch auch direkt über das RZ bei Datev. 🤔 Oder erfolgt der Versand dann per E-Mail?
Aber sowas in die Richtung wie du beschreibst, kann sie wohl auch. Zumindest stand auf der Liste was mit Lohn und RZ 😅.
Naja, ich bin gespannt.
Just my two Cents, aber da wäre das Geld vermutlich in Lohn und Gehalt sinnvoller investiert. Wir haben Kanzleiweite Auswertungspakete, sowie auch individuelle Mandantenpakete (sofern gewünscht)
Beim Monatsanschluss wird das automatisch verarbeitet und auch das voreingestellte Paket an den Mandanten gesendet, teils DUO, teils Auftragsversand, teils Mail (hier muss man nicht auf Senden klicken, trauen uns irgendwie nicht den Automatismus zu setzen).
Nicht falsch verstehen, ich suche den Anwendungsfall und will nicht alles schlecht reden. Ich finde es super, dass ihr sowas probiert und versucht eure Vorteile abzubilden. Ich glaube auch, dass es Szenarien gibt wo das etwas bringen kann, aber ich glaube wir sind einfach noch in sovielen Prozessen so schlecht, dass wir diese ersteinmal abarbeiten müssen, bevor wir an solche "Kleinigkeiten" gehen.
Vor ein paar wenigen Jahren hatten wir EMMA hier eingestellt und nach nicht einmal einem Jahr wieder entlassen. Warum? Derjenige der sich mit dem Projekt EMMA beschäftigt hat, hatte keine Zeit mehr für seine reguläre Arbeit - der fummelte nur noch an der EMMA rum.
Bescheide automatisch prüfen, ablegen und Mitteilungen an den Mandant verschicken - schon das hat mich gestört, da verliert man den Überblick was beim Mandant alles passiert. Da ruft der Mandant an und möchte noch was zum Bescheid wissen und du kannst nur noch sagen: "Ach was, der ist schon da! Das wusste ich nicht" (was auch nicht jedem Mandant dann gefällt).
Ich trauere EMMA keinen Träne hinterher. Seither habe ich wieder einen besseren Überblick was läuft. Mag sein, dass EMMA zwischenzeitlich anders "arbeitet" - bei mir hat die Hausverbot.
jm2ct.
mfg