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Bürokratie im Endstadium

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letzte Antwort am 22.05.2026 11:36:41 von TLudwig
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jjunker
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Einfach mal ein Thread mit einer Sammlung von Regelungen, Vorschriften und Meldepflichten mit fragwürdigem Kosten/Nutzen Verhältnis:

 

ich eröffne aus aktuellem Anlass:

 

Ab 07.06.2026 (EU-Entgelttransparenzrichtlinie) wird’s im Entgeltbereich deutlich „gläserner“:

  • Gehaltsband/Entgelt muss im Recruiting frühzeitig offengelegt werden
  • Keine Frage mehr nach dem bisherigen Gehalt im Bewerbungsprozess
  • Beschäftigte bekommen Auskunftsrecht: eigenes Gehalt im Vergleich zu gleichwertigen Tätigkeiten (geschlechtsspezifisch)
  • Unternehmen müssen Entgeltstrukturen und Kriterien objektiv, nachvollziehbar und dokumentiert haben
  • Regelmäßige Reportingpflichten zum Gender Pay Gap (abhängig von Unternehmensgröße)
  • Ab ca. 5 % unerklärter Differenz: Pflicht zur gemeinsamen Ursachenprüfung und ggf. Korrekturmaßnahmen

Kurz gesagt: weniger „frei verhandelbar im Nebel“, mehr „bitte alles erklärbar, vergleichbar und auditfest“.

 

--> Wer sich das hat einfallen lassen war bei der GEN-Ausgabe "pragmatisch denken" oder auch nur "denken" auf dem Klo.

 

 

https://youtu.be/1hBVqgxA_Cg?is=YjY7xP181hKIKdt8
mapex
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... und hatte Verstopfung 🤣

Alt ist man erst, wenn man vom Nießen Hexenschuss bekommt!
KOB
m_brunzendorf
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Jetzt nochmal blöd gefragt:

 

So wie ich das verstehe, hat das auf mich im Steuerbüro, der Löhne für diverse Mandanten/Arbeitgeber abrechnt, aber zu 100% keine Arbeitsauswirkung, oder?

„Rette die Cheerleaderin, rette die Welt!“
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ChrisIR
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@m_brunzendorf  schrieb:

Jetzt nochmal blöd gefragt:

 

So wie ich das verstehe, hat das auf mich im Steuerbüro, der Löhne für diverse Mandanten/Arbeitgeber abrechnt, aber zu 100% keine Arbeitsauswirkung, oder?


Ggf. wird der Mandant auf dich zukommen und zusätzliche Auswertungen brauchen, damit er das ganze überhaupt durchführen kann.

 

Da lohnt es sich auf jeden Fall sich vorher einzulesen und ggf. im Daten-Analyse-System Personalwirtschaft schon Filter anzulegen.

jjunker
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Nein soweit ich das beim querlesen verstanden habe trifft das vor allem größere Arbeitgeber. Die genaue Abstufung habe ich noch nicht gefunden.

Da die Arbeitgeber aber unsere Mandanten sind können wir davon ausgehen, dass es Rückfragen geben wird.

 

Spätestens wenn IHK, HWK und Verbände es in Ihre Newsletter einfließen lassen greift doch beim AG die Logik:

 

"......Lohnhöhe......transparent" --> "Ah Lohnthema da muss der Abrechnungsdienst (StB) Bescheid wissen."

 

Das Thema wird es also bei uns auch an der einen oder anderen Stelle hochspülen.

Inwieweit wir verpflichtet sind die Umsetzung des 💩 zu überwachen kann ich nicht beurteilen. 

https://youtu.be/1hBVqgxA_Cg?is=YjY7xP181hKIKdt8
jjunker
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@ChrisIR Da lohnt es sich auf jeden Fall sich vorher einzulesen und ggf. im Daten-Analyse-System Personalwirtschaft schon Filter anzulegen.

 

Bitte nicht persönlich nehmen, Das wäre vorauseilender Gehorsam.

 

Steuerberater sind Organe der Rechtspflege. Als solches darf man sich auch mal in aller Form querstellen.

 

Das ist ungefähr so als ob der Chefgärtner sagt:

"Ackerwinde ist doch eine hübsche Pflanze, bitte unter die Rosenstöcke setzen." 

 

Wer sich da als Gärtner nicht verweigert sollte den Beruf wechseln.

https://youtu.be/1hBVqgxA_Cg?is=YjY7xP181hKIKdt8
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m_brunzendorf
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@ChrisIR  schrieb:

Ggf. wird der Mandant auf dich zukommen und zusätzliche Auswertungen brauchen, damit er das ganze überhaupt durchführen kann.

Sowas denke ich mir, ja.

 


@ChrisIR  schrieb:

Da lohnt es sich auf jeden Fall sich vorher einzulesen und ggf. im Daten-Analyse-System Personalwirtschaft schon Filter anzulegen.


Das werde ich mir dann sparen können, denn da hat der Mandant dann leider "Pech", denn das Daten-Analyse-System Personalwirtschaft haben wir nicht.

„Rette die Cheerleaderin, rette die Welt!“
jjunker
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wie im Eingangspost geschrieben fände ich es toll wenn dieser Thread eine Sammlung aus neu erwachsenen Bürokratieauswüchsen wird. Noch besser fände ich es würde kein neuer Post mehr dazukommen...

 

Der Titel des Threads ist bewusst gewählt. Endstadium bedeutet zwar eigentlich austherapiert, soweit mag ich noch nicht gehen. Wenn es so weiter geht dann gute Nacht.

 

Während Unternehmen ächzen wird in der Politik wirklich wichtiges beschlossen:

 

Parität an der Schüssel: Bayerischer Landtag beschließt Toilettenpakt - Bayern - SZ.de

 

Nicht, dass ich das Problem nicht anerkennen würde.

 

Es gäbe nur Wichtigeres,....z.B. dass Mandanten Bauanträge nicht digital einreichen und eine Woche später einen Brief bekommen man möge alles nochmal in gedruckter Form nachreichen.....

https://youtu.be/1hBVqgxA_Cg?is=YjY7xP181hKIKdt8
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hexhex
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Zwar nicht neu, aber ärgert mich schon lange:

Die Liquidation einer Mini-Ein-Mann-GmbH, wo maximal ein PC im Anlagevermögen dümpelt... der damit verbundene Bürokratismus ist sooo unnötig! Da wäre Bürokratieabbau mal wirklich sinnvoll!

jjunker
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A ) nicht neu

B) ein sehr streitbares Thema.

https://youtu.be/1hBVqgxA_Cg?is=YjY7xP181hKIKdt8
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Interceptor
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@jjunker  schrieb:

wie im Eingangspost geschrieben fände ich es toll wenn dieser Thread eine Sammlung aus neu erwachsenen Bürokratieauswüchsen wird.

...


Habt ihr auch schon alle einen ausgebildeten Trittleiterbeauftragten? 🤔😒

 

mfg

cwes
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@Interceptor  schrieb:


Habt ihr auch schon alle einen ausgebildeten Trittleiterbeauftragten? 🤔😒

 


Deckenhöhe auf 1,60 abgesenkt, keine Trittleitern mehr notwendig. Im neu entstandenen Zwischengeschoss können die Praktikanten arbeiten.

hapet
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@jjunker  schrieb:

Einfach mal ein Thread mit einer Sammlung von Regelungen, Vorschriften und Meldepflichten mit fragwürdigem Kosten/Nutzen Verhältnis:

....


Ein solcher Thread ist potentiell geeignet, Frust zu verstärken. Vielleicht wäre es sinnvoller, die Beispiele hirnrissiger Bürokratie bei den Beamten abzuladen.

 

Dafür bietet sich das neue Meldeportal https://einfach-machen.gov.de/ des BMDS an, über das Privatpersonen, Unternehmen, Verbände und sogar die Verwaltung selbst ohne Registrierung (!) Auswüchse melden können.

Quelle: https://bmds.bund.de/themen/staatsmodernisierung/einfachmachen-portal

 

Die selbsttherapeutische Wirkung sollte höher sein, da zumindest eine theoretische Chance auf Veränderung besteht. 😉

 

PS:

Man stelle sich vor, Kammern & Verbände würden aus ihrem Tiefschlaf erwachen und solche Angebote nutzen, um im Sinne ihrer Mitglieder auf einen Bürokratieabbau hinzuwirken.

StB_in
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@jjunker  schrieb:

... Es gäbe nur Wichtigeres,....


auch das ist notwendig ... schauen Sie sich mal in Ihrer Kanzlei um, bestimmt machen Sie auch viele Dinge, die nicht so wichtig sind wie andere, aber trotzdem gemacht werden müssen. Meckern sollte man, wenn überhaupt, über Beschäftigung mit unsinnigen Dingen. Gerade bei berechtigten Genderthemen wird m.E. zu oft beinahe reflexhaft gemeckert. Das war bei Emanzipationsthemen vor Jahrzehnten leider auch schon so ... also entspannt sein 🙂 

TLudwig
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@jjunker  schrieb:

 

Ab 07.06.2026 (EU-Entgelttransparenzrichtlinie) wird’s im Entgeltbereich deutlich „gläserner“:

  • Gehaltsband/Entgelt muss im Recruiting frühzeitig offengelegt werden
  • Keine Frage mehr nach dem bisherigen Gehalt im Bewerbungsprozess
  • Beschäftigte bekommen Auskunftsrecht: eigenes Gehalt im Vergleich zu gleichwertigen Tätigkeiten (geschlechtsspezifisch)
  • Unternehmen müssen Entgeltstrukturen und Kriterien objektiv, nachvollziehbar und dokumentiert haben
  • Regelmäßige Reportingpflichten zum Gender Pay Gap (abhängig von Unternehmensgröße)
  • Ab ca. 5 % unerklärter Differenz: Pflicht zur gemeinsamen Ursachenprüfung und ggf. Korrekturmaßnahmen

Unternehmen mit ordentlicher Gehaltsstruktur haben diese Informationen (in nicht strukturierter Form) bereits vorliegen. Bürokratie entsteht nur wenn diese Dinge halt bewusst intransparent gehandhabt werden und man ein Problem mit dem Inhalt statt der Form der Richtlinie hat.

 

  1.  Wenn man keinen Gender Pay Gap hat, gibt es da auch nichts zu reporten und man muss auch keine Differenz erklären. (übrigens die einzige echte "Bürokratie" in diesen Punkten)
  2.  Wenn man das Gehaltsband der Stelle (das Intern immer bekannt ist) offenlegt, entstehen dadurch exakt 10 Sekunden Mehraufwand beim Schreiben der Stellenausschreibung.
  3.  Diese 10 Sekunden spart man sich vielfach indem man das absolut überflüssige Katz-und-Maus-Spiel zum Gehalt im Bewerbungsgespräch weglassen kann.
  4.  Das Auskunftsrecht, ob man vom Arbeitgeber über den Tisch gezogen wird, ist ebenfalls überfällig und in anderen Ländern längst Standard.

 

- Nachtrag - 

 

Zwei sehr erhellende Grafiken passend zum Thema:

Anteil an Stellenausschreibungen mit Gehaltsangaben nach Ländern & Branchen 

 

Gender Pay Gap nach Branchen (Rechts- & Steuerberatung als Spitzenreiter) 

jjunker
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Ich habe generell ein Problem mit dem Inhalt der Richtlinie.

Das schreibe ich als Arbeitnehmer nicht als Mann einer Arbeitgeberin.

 

Es geht meinen Kollegen auf gut Deutsch einen feuchten Kehricht an ob ich für die gleiche Arbeit das Doppelte von ihm rausgehandelt habe oder nicht.

-----------------------------------------

Diese EU Vorschrift straft doch jede/n motivierte/n Angestellte/n ab.

 

Sachbearbeiter einer Spedition bearbeitet in der gleichen Zeit 25% mehr Aufträge als seine Kollegeninnen.

Seine Fehlerquote ist halb so hoch wie bei den Kolleginnen.

--> Damit hat der Mann auch wenigstens mal 20% mehr in der Tasche zu haben als die Kolleginnen.

 

Dann müsste der AG den Gender Pay Gap erklären? 🤢

 

Wobei das Erfassen der Leistungsdaten ja auch schon wieder....

 

Jeder fühle sich frei Männlein - Weiblein in dem Beispiel umzudrehen.

 

 

.....haben diese Informationen (in nicht strukturierter Form) bereits......

Alleine das Strukturieren der Daten --> Bürokratie

 

und noch einen:

 

Mit der Regelung werden Leistungsgeminderte Mitarbeiter aus dem Markt gedrängt.

 

In größeren Betrieben gab es und gibt es immer auch weiterhin leistungsschwache Mitarbeiter die das offiziell nicht sind aber an der Grenze zu geistig schwach liegen.

So jemand lief früher/läuft einfach mit.

Er gehörte zur Firma und wurde/wird dort eingesetzt wo ein Hiwi benötigt wurde/wird.

(Hof kehren, Paletten sortieren, dem Techniker helfen die Teile an die Maschine zu bauen, Auto des Chefs zur Waschanlage fahren,...) Sein Briefumschlag war halb so dick wie die Umschläge der übrigen Mitarbeiter.

Mein Großvater hat mir erzählt, dass über die Stücklung der Scheine darauf geachtet wurde, dass die Lohntüten alle gleich dick waren. 

 

So jemand erwirtschaftet keine 14,60 Euro pro Stunde. Wenn ein Unternehmen es sich leistet ihm dennoch als einzigem MA die 14,60 Euro die Stunde zu zahlen muss es nun erklären warum von 70 Mitarbeitern einer die 14,60 Euro bekommt? Oder ist gezwungen eine Stellenbeschreibung "Hiwi" zu schaffen.

 

Das ist doch Alles....  

 

Achja Nachtrag:

Gibt es einen Gender Pay Gap? --> Ja.

Finde ich den in Ordnung? --> nein. 

Wieviel Prozentpunkte hoch ist er denn nun? 

 

  • Westdeutschland: 6 % bereinigt, 17 % unbereinigt
  • Ostdeutschland: 9 % bereinigt, 5 % unbereinigt
  • Privatwirtschaft: Bereinigter Gap 6 %, unbereinigt 17 %
  • Öffentlicher Dienst: Bereinigt 6 %, unbereinigt 4 % 

keine tiefen Recherche nehmen wir einfach mal die Mitte zwischen bereinigtem Wert und unbereinigtem Wert. (Beide Lager rechnen Ihren Wert dahin wo sei in haben wollen)

W: 11,5 %

O: 7%

P: 11,5%

Ö: 5%

Über alles 9%? dafür wieder neue Vorschriften?

https://youtu.be/1hBVqgxA_Cg?is=YjY7xP181hKIKdt8
TLudwig
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@jjunker  schrieb:

 

Es geht meinen Kollegen auf gut Deutsch einen feuchten Kehricht an ob ich für die gleiche Arbeit das Doppelte von ihm rausgehandelt habe oder nicht.

 

[..]

 

Mit der Regelung werden Leistungsgeminderte Mitarbeiter aus dem Markt gedrängt.

Also liegt die unterschiedliche Entlohnung nun an besserem Verhandlungsgeschick oder an der Leistung? Also ein "Leistungsgeminderter Mitarbeiter" der besser verhandelt hat, darf absolut mehr verdienen als ein Leistungsträger der schlechter verhandelt?

 

Sollte es vielleicht einfach transparente Regelungen geben, die definieren, welche Leistungen erwartet werden und wie sich die Leistung konkret auf das Gehalt auswirkt?

 

Woher wissen Sie überhaupt, ob Sie entsprechend Ihrer Leistung entlohnt werden oder von Ihrem Arbeitgeber de facto über den Tisch gezogen werden? Ist das dann einfach Pech wenn es so sein sollte? 

 

 

Über alles 9%? dafür wieder neue Vorschriften?


In unserer hiesigen Branche liegt der Pay Gap bei ~30% (siehe dazu meine Grafik). Wäre Ihnen das auch so egal wenn Sie auf der anderen Seite dieser Gleichung wären?

 

Die 9% im Durchschnitt werden von großen Branchen mit 0-4% sehr stark gedrückt. Dies sind Branchen mit Tarifverträgen oder Mindestlohn. Für die übrigens hier keine Bürokratie entsteht, da es dort transparente Entlohnung gibt. In Unternehmen mit Tarifvertrag gibt es trotzdem leistungsgerechte Entlohnung, nur halt transparent und einheitlich.

 

Branchen mit 25-30% verdienen absolut solche Vorschriften. Und das sind nun leider auch die Branchen denen Bürokratie entsteht, weil man dann diese Lohnunterschiede irgendwo rechtfertigen müsste. Ist halt unangenehm seinen Mitarbeitern erklären zu dürfen warum weibliche Steuerfachangestellte durchschnittlich 3.356 € und männliche Steuerfachangestellte durchschnittlich 3.766 € verdienen (aktuelle Daten der Arbeitsagentur). Männer machen wohl einfach 12% bessere Buchhaltungen.

jjunker
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@TLudwig

 

"Leistungsgeminderter Mitarbeiter" der besser verhandelt hat, darf absolut mehr verdienen als ein Leistungsträger der schlechter verhandelt?

Ja. Dann ist der Leistungsträger selber Schuld.

 

Sollte es vielleicht einfach transparente Regelungen geben, die definieren, welche Leistungen erwartet werden und wie sich die Leistung konkret auf das Gehalt auswirkt?

Träumervorstellung. Es wird ja nicht mal der Mindestlohn flächendeckend durchgesetzt. z.B. Paketbrache

 

Woher wissen Sie überhaupt, ob Sie entsprechend Ihrer Leistung entlohnt werden oder von Ihrem Arbeitgeber de facto über den Tisch gezogen werden? Ist das dann einfach Pech wenn es so sein sollte? 

 

Das weiß ich nicht. Ich komme mit dem was ich bekomme ordentlich zu Recht und bin zufrieden.

 

Im Grundsatz bin ich bei Ihnen. Gender Pay gab --> Nein danke.

 

Die neuen Vorschriften werden verpuffen....statt den Aufwand an der Stelle zu verursachen wäre es doch wirklich sinnvoll den Mindestlohn erstmal flächendeckend durchzusetzen. Egal ob Reinigungskraft oder Paketbote...

 

Ich vergleiche die neuen Regelungen mit einer Marsmission wir sind aber noch nicht mal erneut auf dem Mond gelandet.

 

https://youtu.be/1hBVqgxA_Cg?is=YjY7xP181hKIKdt8
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TLudwig
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@jjunker  schrieb:

Dann ist der Leistungsträger selber Schuld.


Das ist übrigens das Hauptargument für Verteidiger des Gender Pay Gap: Die Frauen sind selber Schuld wenn Sie nicht besser verhandeln.

 

Damit klinke ich mich hier nun auch wieder aus.

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letzte Antwort am 22.05.2026 11:36:41 von TLudwig
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