Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass eine Anwendung, die einen hochsensiblen Bereich, wie die Personalabrechnung, nur dann "ausgerollt werden sollte, wenn das Produkt korrekt, benutzerfreundlich und voll funktional, mit Erfüllung sämtlicher Audits und Zertifizierungen und nebenbei zuverlässig funktioniert. Für eine DATEV-Anwendung sollte das selbstverständlich sein. Sollte. Personaldaten online nützt aktuell nur dafür, die Grunddaten eines Mitarbeiters zur Anmeldung abzurufen, aber für Sofortmeldungen in sensiblen Branchen, ist es ein absoluter Gewinn. Gerade dann wenn die Gastro noch kurz eine Sofortmeldung am Wochenende absetzen kann, wenn im Personalbüro niemand mehr ist. Wirklich toll ! Allerdings sind nur rudimentäre Daten erfassbar, was erneute Rückfrage bei Mandant und Mitarbeiter notwendig macht. Genau dies führt dann zu Anfragen, weil einige Angaben zu Vergütungsbestandteilen etc. überaupt nicht erfassbar sind und dann doch lieber der Personalbogen genutzt werden möchte. Vielleicht bringt uns DATEV Personalakte in die richtige Spur, was mich sehr freuen würde. Hierfür habe ich heute die E-Mail erhalten, dass ich im Umstellungsfenster 8-9/2024 vorgesehen bin; sehr gut, da ich auch schon geraume Zeit darauf warte und auf den Funktionsumfang gespannt bin; vielleicht ergänzt dies Personaldaten online. LODAS Vorerfassung habe ich bisher bewusst nicht genutzt (was ich in anderen Beiträge schon ausführlich dargelegt habe). Ab 06/2025 sollen jedoch deren Bestandskunden "spätestens" auf die neue "Vorerfassung online" zugreifen können. Was bedeutet das für den Nicht-Bestandskunden ? Schrittweise werden somit nun immer mehr Funktonalitäten integriert, bis irgendwann das fertige Produkt am Horizont erscheint. Sie sind sich bei der DATEV schon auch bewusst, dass dieses stückchenweise Implementieren von neuen Prozessen jedes Mal eine Umstellung bzw. Anpassung der Arbeitsabläufe in den Kanzleien zur Folge hat ? Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass eine fertige, voll funktionsfähige und zertifizierte Version für den Einsatz ein einer Steuerkanzlei für Personal- und auch Rechnungswesen vorliegen muss, da die ganze Bandbreite von Möglichkeiten anfällt. Wie mein Vorredner schon sagte, ist es kontraproduktiv, wenn bestimmte Abrechnungsparameter verarbeitet werden können, aber andere weiterin in LODAS zu erfassen sind. Wenn ich mir den angenommen Zeitstrahl i.V. mit der allgemeinen Entwicklungsgeschwindigkeit so anschaue (wie gesagt war ich bereits 03/2020 in der LOON-Gruppe), erfüllt mich das mit einer gewissen Skepsis dahingehend, ob ich als Jahrgang 1966 das vollständige Produkt in meinem Erwerbsleben noch zu Gesicht bekomme und denke, wir werden hier auf eine lange Beta-Reise gehen . . . Wir erhalten hier monatlich sämtliche Abrechnungsdaten, Neuanmeldungen, Austritte etc. kompakt in einer E-Mail ggf. mit Beleganlagen (bspw. Fahrzeuge), die wir schnell und zuverlässig verarbeiten können. Nur, wenn dies dadurch verkürzt werden kann, dass Mandanten, Ihre Daten und Dokumente direkt erfassen und hinterlegen können, erreichen wir eine Effizienzsteigerung; momentan sehe ich diese nicht und werde, obwohl ich stets alles Neue einsetze, mich hier zunächst vornehme zurückhalten.
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