Sehr gut ausgeführt. Ich kann das aus Sicht der "Mikrokanzlei" (teilweise) bestätigen. "Teilweise" daher, weil Kleinkanzleien das wendige Schnellboot darstellen, gegenüber den Großkanzleien, die eher wie ein Tanker agieren (müssen). Letztere können schlichtweg nicht einfach mal kurz "rein in die Puschen und raus aus den Puschen". Wichtig ist letztlich "Neuem" schnell auf den Zahn zu fühlen und analysieren, ob wirklich ein Mehrwert hinter dem Hochgelobten steckt oder ob man nur partiell davon etwas aufnimmt und umsetzt oder besser erst mal gar nichts. Wenn der Fuss mal in der Tür einer Anwendung ist, fällt es umso leichter die Ergänzungen an Mitarbeiter/Mandant zu bringen. Ich habe für meine Kanzlei die Digitalisierung und Automatisierung der Prozesse als stringentes Dauerziel gesetzt und optimiere laufend die bestehenden Arbeitsabläufe; mit DATEV-Online, aber längst nicht mit Allem. Aktuell blickt bspw. ein Auge immer mal wieder auf "Personaldaten online", welches als Nachfolger von "Lodas Vorerfassung online" gehandelt wird, aber das Produkt leistet nicht annähernd das, was es sollte, sondern belastet mehr, als es entlasten sollte. Gibt es in der Comm einen Beitrag hierzu. Wenn des morgens 15 Minuten in die Community investiert werden, bleibt man partiell aktuell über die Fortschritte informiert. Man sollte sich m.E. andauernd, wöchentlich ein adäquates Zeitkontingent für die technischen Details der Anwendungen und deren Optimierung/Neuerungen einplanen, um mit dieser Kontinuität "dran zu bleiben". Wiedervorlagen für technische Anfragen und Wünsche bei der DATEV unter 6 Monaten sind indes zumeist sinnlos, weil zumeist Fierlefanz geändert wird, aber notwendige Änderungen auf sich warten lassen. Bsp.: So nutzt man "Personaldaten online" zunächst nur soweit, dass Mandanten in "sensiblen" Gewerben, am Wochenende schnell selbst Sofortmeldungen erstellen können, falls eine neue Servicekraft auf der Matte steht und loslegen will; das klappt auch recht gut. Mündige Mandanten fordern allerdings auch gleich den "Online-Personalfragebogen" bei den neuen Mitarbeitern an, welcher leider unvollständig vorbelegt ist und man doch wieder hin- und herfragen muss; so bleibt es bei den Bewegungsdaten Lohn erstmal bei E-Mail. Klar. Dieser workflow zieht sich durch alle kollaborativen Online-Programme und da muss man gegenüber dem Mandanten auch mal das Haupt neigen . . . "geht noch nicht, sorry", bitte nutzen Sie bis auf Weiteres noch die vollständigen, verlinkten Personalbögen. Warum jetzt allerdings eine kleine Kanzlei gerade zu Alternativanbietern wechseln soll, erschließt sich mir noch nicht ganz. Obwohl hier, allem voran die cloudbasierten Anwendungen, verschiedentlich kaum Luft nach unten haben, ist die Konnektivität innerhalb des DATEV-Universums ein entscheidender Vorteil, den ich nicht mehr missen möchte. Wenn Kleinstmandant selbst buchen und sein kleines Geschäfts verwalten will, empfehle ich ihm eben Lexoffice, weil die Schnittstellen passen und er eine kompakte Anwendung für kleines Geld bekommt; alle anderen werden via UO-MSt bearbeitet und DATEV täte nun endlich gut daran, Auftragswesen next mit dem Wesentlichen zu vervollständigen.
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