@Magdalena_Schröder schrieb: Hallo @tu_heggi, in späteren Ausbaustufen (nach 2025) . . . Frau Schröder, Ihre Antwort ist ehrlich und gleichwohl sehr diplomatisch, aber fassen wir mal kurz eine partielle Momentaufnahme zusammen: Freizeichunung online wurde abgekündigt, weil es technisch nicht mehr weiterentwickelt werden würde, aber Freizeichnung online wird, offenbar mit selbiger Grundstruktur, in MyDATEV implementiert, damit man auch je Nutzer Lizenzen zur Freizeichnung bezahlen darf. Kundengewinnung. Nichts anders. In den späteren Ausbaustufen soll die FES und QES implementiert werden; also einfach einen Link zur FP-Sign-Umgebung, der heute bereit via Dokumentablage/DMS existiert; auch keine techisches Hexenwerk und könnte längst da sein, aber halt: Der Posteingang ist noch in Meine Steuern . . . aber wohl nicht mehr allzu lange, da ich mir kaum vorstellen kann, dass neben den Belegen nach UO, den Steuerbelegen nach Meine Steuern Belege und Kanzleiunterlagen an den Mandanten in Meine Steuern Posteingang noch ein weiteres Portal für "weitere Dokumente" enstehen soll. Bei der DATEV-Slow-Mo können wir getrost für FES/QES 2027/28 in den Raum werfen, bis man in MyDATEV signieren kann und dann wird auch die Freizeichung online obsolet, weil die FES/QES hier durchaus benutzerfreundlicher wird. Die Kommunikation über MyDATEV lehnen 95% meiner Mandanten ab, weil sie, wie üblich gerne via E-Mail kommunzieren, ihre Belege laden Sie nach wie vor nach UO hoch und Steuerdokumente nach Meine Steuern Belege und wir Erklärungen, Abschlüsse, Bescheide etc. in den Posteingang Meine Steuern. Nun, die Kommunikation funktoniert ja noch nicht in MyDATEV, sondern über MyNachrichten... aber halt: Ab 30.09.2025 abgekündigt und dann über MySteuern oder eher evtl. 2027. Wo finde ich die Nachfolgelösung oder soll ich jetzt einen toten Gaul ggf. weiter reiten und nachher alles manuell archivieren? Ca. zwei Wochen nach der "Ansage", dass Freizeichnung online nur noch bis Ende Dezember möglich ist, habe ich einfach den gesamten Unterzeichnungsbedarf, inklusive Steuererklärungen, auf digitale Signatur via FP Sign umgestellt. Die Mandanten nehmen dies dankend an und es kommen kaum technische Rückfragen. Freizeichnung online sah ich mit der Unterzeichnungsvollmacht bspw. an den Ehegatten rechtlich immer schon kritisch und habe auch diesbezüglich aktuell einen Rechtsfall in der Kanzlei. Der Ehegatte zeichnete per Vollmacht für die EX-Ehefrau die Erklärungen frei, weil er ja die Vollmacht besaß. Sie hält allerdings dagegen, dass im Falle der Trennung die Grundlagen für die Vollmacht fehlen und er nicht für beiden unterzeichnen hätte dürfen. Um die Details hierzu setzen sich die Anwälte, nebst anderem, auseinander. Ich bin hier jwohl fein raus, aber ein schlechter Geschmack bleibt m.E. schon an mir haften. Dieses MyStückwerk wird erst dann interessant, wenn es eine homogene Anwendung ist, die sämtliche Onlineanwendungen umfasst. Es gibt keinen Grund, sich als ehrenamtlicher Entwickler zu betätigen bzw. noch dafür zu bezahlen. "Reduze to the max !" Die Mandanten wollen keine überfrachteten Portale. Sie wollen keine Kuh oder jetzt bald eine ganze Herde kaufen, um ein Glas Milch zu trinken (muss ich leider immer wieder anführen). Schauen Sie sich die aktuellen widgets an. Was soll man damit operativ anfangen ? Alleine schon der DATEV Cloud-Anwendungen sind aneinandergereihte Silo einzelner Anwendungen, die später "zusammengeklebt" werden; keine ganzheitliche Entwicklung. Natürlich freue ich mich, die effizienteste Lösung geschaffen zu haben, aber die Rechnung mit der DATEV ist noch offen, denn in nicht in allzu weiter Ferne wird Meine Steuern sicherlich auch in MyDATEV hinter die paywall gesetzt, damit man das Produkt auch mit aller Gewalt an den Mann bringt. Unternehmen online wird folgen und die Lizenzkosten von MyKanzlei um 150% erhöht, da ja nun ein deutlich höherer Leistungsumfang geboten wird (der zumeist nicht benötigt wird.) Ich warte täglich auf eine sinnggemäße E-Mail hierzu, wie die gestern, dass die DATEV-Kanzleirechnungszustellung nach Unternehmen online eingestellt wird und künftig über die E-Rechnungsplattform läuft... Diese ganzen Vorgänge sind recht durchschaubar und ich persönlich werde diese Zirkusvorstellung nicht mitmachen, sondern mir weiterhin funktionale workarounds suchen und finden. Sollte die DATEV dieses Aggro-Marketing über einen Punkt hinaus treiben, lasse ich die grüne Welt hinter mir, denn diese Frosch-im-Kochtopf-Strategie ist längst durchschaut und der Absprungpunkt rückt m.E. immer näher. Positiver Gamechanger ? 🙄
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