Hallo Herr Schöneberg, schön, dass Sie das nochmal für uns zusammengefasst haben. Ein DATEV-Mitarbeiter hatte eine Idee für eine innovative Dienstleistung zur DATEV-Lohnabrechnung. Ich bin überglücklich, dass ein einzelner Wunsch bei der Datev alle Hebel in Bewegung setzen kann. Ist dieser nun Datev-Mitarbeiter des Monats? Ich hätte da auch ein paar Wünsche, muss ich dem Mitarbeiter diese Wünsche weitergeben, damit er weitere "innovative Ideen" für die sofortige Umsetzung mit Prio 1 eingeben kann? Oder muss ich mich dafür selbst bei der Datev beweben und einen Nebenjob beginnen? Wir haben einen externen Partner gefunden, um eine entsprechende Lösung für Institutionen als Massenverfahren umzusetzen. Das ganze hat einen leichten Beigeschmack, wurde aber auch schon früher in diesem Beitrag angemerkt. Mit dem Massenverfahren verdient DATEV Geld - die Lohn-ID ist kein Selbstzweck. Moment mal. Das neue "Sicherheitsmerkmal" ist also die neue Gelddruckmaschine der Datev? Das ist nicht Ihr Ernst oder? Die Mitglieder werden für dumm verkauft, indem man ihnen vorspielt es wären soo viele Anfragen, dass man handeln müsste, dabei geht es nur darum, dass die Datev neue Geschäftsfelder eröffnen will um an zusätzliches Geld zu kommen? Ich versteh es einfach nicht. Für unsere Mitglieder haben wir auf einfachem Wege eine (kostenlose) Einzelprüfung mittels Lohn-ID umgesetzt. In diesem Thread kam dazu bereits ein Anwendungsbeispiel: der Steuerberater als Hausverwalter. Ich hoffe das mit dem Hausverwalter war ein Scherz, oder saß jemand beim Brainstorming mit dabei der meinte "wir brauchen ein neues Sicherheitsmerkmal, falls ein Steuerberater als Hausverwalter wissen möchte, ob die über LODAS abgerechnete Lohnabrechnung auch nicht gefälscht wurde." Ich fasse das auch mal aus meiner Sicht zusammen: Die Leute wollen die Lohn-ID wie sie aktuell umgesetzt nicht. Dies hat mehrere Gründe: aktuell keine Umsetzung für Lohn und Gehalt intransparente, widersprüchliche Begründungen (mal Sicherheitsaspekte, mal Gelddruckmaschine) undurchsichtige Gründe warum diese nach jahrelanger Abrechnung ohne Probleme auf einmal nötig wurde Durchdrücken der Lohn-ID gegen die Proteste der Mitglieder Es soll ein neues Geschäftsfeld für die Steuerberater geschaffen werden à la "kommen Sie mit Ihrer Lohnabrechnung zu uns, wir bestätigen Ihnen für x Euro, dass diese korrekt ist"?? Man kann die ID nicht abscannen etc. sondern muss mehrere Eingaben tätigen um überhaupt eine Prüfung durchführen zu können. Wie war das nochmal mit der Digitalisierung? "Der Steuerberater wird vom Datenerfasser zum Datenüberprüfer" (im Kontext zum Buchungsorakel, sinngemäß wiedergegeben) und darf nun wieder Daten stupide abtippen... etc. Wieso agiert die Datev hier so mit dem Fokus auf Konfrontation mit ihren Mitgliedern, für die die Datev eigentlich programmieren sollte, macht dies jedoch stattdessen für Banken und andere fremde Institutionen, wobei erstere mit hohen Gebühren für RZ-Bankinfo und den mageren Rückmeldungen zur Umsetzung der PSD2-Richtlinie im eigenen Haus größere Probleme verursachen als eine eventuell auftretende Rückfrage zur Echtheit der Lohnabrechnung. Das Thema Lohn-ID bleibt spannend, mal schauen in welche Richtung sich der Thread in Zukunft entwickelt. Viele Grüße Marc Brost
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