@oschmitt schrieb:Da wir aber nicht zum ersten mal bei solchen Ausfällen über die Ursache sprechen und es immer der Ausfall einer "zentralen Komponente" war, die die Störung verursacht hat, habe ich den Eindruck, dass sich anscheinend niemand gefragt hat, wie man diesen Fehler, das Fehlen einer Redundanz, man zukünftig beheben kann.
Es ist reine Spekulation von mir: die DATEV hat an einer zentralen Komponente (die aus Redundanzgründen physisch mehrfach vorhanden ist) ein Firmware-Update vorgenommen. Irgendwann letzte Woche. Das lief alles glatt durch, und eine von mir vermutete Last-Simulation zeigte auch keine Auffälligkeiten. Als dann Montag und Dienstag die zentrale Komponente unter Voll-Last arbeiten musste, hat sie die Grätsche gemacht. Zu viele Anfragen, zu viel was weiß ich. Irgendwie so wird es gewesen sein. Denn nach dem Rollback auf den vorherigen Firmware-Stand scheint es ja jetzt wieder zu laufen... Ein learning könnte sein: ein Firmware-Update nicht auf 100% der betroffenen Geräte gleichzeitig installieren, sondern erst auf der Hälfte, und dann schauen, ob sich unter Normalbetrieb Auffälligkeiten zeigen oder nicht 😉
@cro schrieb:Also vermute ich stark, dass der Einwand "eine Zentrale Komponente" wäre ausgefallen, nur vorgeschoben wird, um nicht zu sagen was das wirkliche Problem war oder ist.
Genau das! DATEV wird keinem, in öffentlichen "Räumen" auch nur annähernd erzählen, was die Ursachen sind. Selbst intern wird es da noch sicherheitstechnische "Hindernisse" geben.
Ich verlange ja auch keine technisch detailierte Aufarbeitung. Aber wenn Redundanzen nicht greifen, die sicherlich vorhanden sind, dann hat vielleicht irgendjemand Mist konfiguriert, weil der Failover-Pfad nur mit "drei Nägeln, statt 5 Schrauben" gesichert war. Weil man beim letzten Mal nicht bedacht hat, dass bei Ausfall einer Komponente, der Rest der Redundanz, erheblich mehr belastet wird. Man hier eine "Warteschlange" hätte einbauen müssen ... abstrakt aber dennoch ehrlich. Ich will keine Typenbezeichnungen, kein technisches High-Level Gespräch ... und wenn der Praktikant den falschen Stecker gezogen hat und dann in die Mittagspause ist ... wenn was passiert kann man das abstrakt kommunzieren. Aber immer nur zu sagen das eine zentrale Komponente ausgefallen ist, klingt wie bei der Deutschen Bahn die Aussage "aufgrund von Störungen im Betriebsablauf", so schwammig wie möglich.
@cro schrieb:Warum kann sich die Community nicht darüber freuen und DATEV danke sagen, dass bisher jeder "Unfall" im RZ (incl. eventueller Wiederholungsprobleme) relativ schnell ausgemerzt wurde?
Wer eine Kostenerstattung dafür haben will, wird sich mit allseits bekannten Schadensnachweisen, auch über Anwälte, an DATEV wenden.
Stress u.a. mit UO-Mandanten haben wir auch mehr als nötig.
Wir sind dennoch zufriedene Partner-ASP-Nutzer der DATEV.
Wir müssen hier m.E. die Sachverhalte differenzieren:
1. Dankbar bin ich persönlich den Programmieren, Technikern und anderen Verantwortlichen, auch dem DATEV-Service und den (meisten) Kontaktpersonen bei DATEV und drücke dies auch ggf. aus.
2. Undankbar bin ich allerdings gegenüber der DATEV und ihrer Programmstrategie "Cloud Co.", weil sie uns Bananenware vorwirft, mit der wir uns in einem höchst rechtssensiblen Beruf und Verantwortungsbereich bewegen; trotz diesen Wissens werden wir Beta-Tester und müssen persönliche Vertrauensverluste gegenüber unseren Mandanten ausbaden.
Ich hatte in den letzten Jahren mehrere persönliche Kontakte mit PO nebst Team, aber es blieb per Saldo bei netten, "ergebnisoffenen" Gesprächen; wer sich intensiv mit dem Guerilla-Marketing des Digitalisierungscockpit auseinandergesetzt hat, weiß was ich meine.
3. In einem anderen Beitrag haben wir die Ausfalltoleranzen bereits debattiert und da liegt DATEV vertraglich im grünen Bereich (netter Wortwitz), womit sich schon gar keine Grundlage für das Einklagen von "Schmerzensgeld" ergibt... und wer will es sich schon ganz verscherzen, wenn er im Prinzip nicht ernsthaft einen Wechsel vornehmen will.
4. Ich arbeite nach wie vor sehr gerne in der DATEV-Umgebung, was natürlich auch daran liegen kann, dass ich nicht viel anderes über die Jahrzehnte kennengelernt habe; böse Zungen würden dies als Stockholm-Syndrom bezeichnen. Unsere "gewohnten" Programme funktionieren im Prinzip ja tadellos, nur die Cloud-Anwendungen und das RZ macht uns das leben schwer.
5. Ärgerlich empfinde ich vor allem diesen Druck zur Umstellung auf andere, nicht (voll) funktionale Anwendungen, die z.T. fast schon Nötigung oder gar Erpressung sind. Bspw. Umstieg LODAS Vorerfassung auf Personal online oder Auftragswesen.
Mein Dank gilt ganz klar den Menschen "an der DATEV-Front", aber für die Programmstrategie der DATEV fehlt mir jegliches Verständnis; man spürt doch täglich, wie erzwungen sich alles anfühlt.
"Last but not least", erinnern mich die häufigen Ausfälle von RZ und Online-Anwendungen ein wenig daran, wie zwanghaft die E-Mobilität vorangetrieben wird/wurde ohne Gewährleistung einer soliden Ladeinfrastruktur; hier kann man durchaus ein Henne-Ei-Problem sehen, aber bei der DATEV muss doch die Priorität lauten:
Zuerst eine solide RZ-Infrastruktur und dann die Anwendungen dazu; nicht umgekehrt.
Guten Morgen in die Runde,
nach dem die DENIC heute Nacht einem das Leben schwer gemacht hat, geht bei uns hier heute Morgen alles wie Kaugummi.
Ich gehe davon aus, dass die DATEV dieses mal nichts dafür kann, will aber trotzdem nachfragen, ob es anderen genauso geht oder ob nur wir beteiligt sind.
Und an DATEV wirklich die absolute Bitte den 11.5. mit monatlich und quartal-FiBus vorbei gehen zu lassen, bevor... . Ich weis nämlich jetzt schon nicht mehr, wie wir den Termin schaffen sollen!
ich hätte es nicht besser formulieren können!
nur bei Punkt 3 eine Ergänzung. Hier würden mich wirklich die Auswertungen interessieren und wie sehr die Statistik von der Realität abweicht. Denn traue keiner Statistik, welche du nicht selbst gefälscht hast. Wenn die Zeiten aus den DATEV RZ-Status verwendet werden, kenne ich viele Situationen, wo dort die Meldung verspätet ankam und somit würde ja "Offlinezeit" fehlen.
Generell könnte die DATEV ja mal eine Umfrage bei allen Genossen machen, wie zufrieden die Genossen sind. Die würde mich brennend interessieren!
So und jetzt genug hier rumgehangen, an die Gewehre und an die Front, die FiBus drücken.
Hier würden mich wirklich die Auswertungen interessieren und wie sehr die Statistik von der Realität abweicht. Denn traue keiner Statistik, welche du nicht selbst gefälscht hast. Wenn die Zeiten aus den DATEV RZ-Status verwendet werden, kenne ich viele Situationen, wo dort die Meldung verspätet ankam und somit würde ja "Offlinezeit" fehlen.
Schauen Sie mal in die vertraglich zugesagten Verfügbarkeitszeiten, denn es wird grundsätzlich keine 24/7-Verfügbarkeit gewährleistet, sondern konzentriert sich auf die Hauptbürozeiten unter der Woche; Ausfälle die außerhalb dieser Zeiten anfallen, fließen in die Bewertung nicht mit ein, weil diese nicht fix zugesagt sind.
Ich würde nicht so weit gehen, jemanden des Fälschens einer Statistik zu bezichtigen. Das ist auch gar nicht nötig, wenn sie die Parameter für die ausgelobte Verfügbarkeit richtig setzen.
Im Prinzip ist das schon "sachgerecht", da man bei Regressen ausschließlich die gewährleisteten Verfügbarkeiten berücksichtigen darf.
So und jetzt genug hier rumgehangen, an die Gewehre und an die Front, die FiBus drücken.
Resilienz als Zauberwort:
Wir sind vor geraumer Zeit dazu übergegangen, den Fünften als harte Grenze zu ziehen und dies auch unseren Mandanten so transportiert.
Das funktioniert noch nicht durchgängig, aber tatsächlich immer besser, womit wir den größten Teil der Buchführungen, vor allem "die Großen" Stand heute, fertiggestellt haben. Am Montag fällt doch das RZ wieder aus, hat mir mein Männchen im Ohr geflüstert 😉 ...
Ich würde nicht so weit gehen, jemanden des Fälschens einer Statistik zu bezichtigen. Das ist auch gar nicht nötig, wenn sie die Parameter richtig setzen.
das ist genau das was ich meine. Ähnlich der deutschen Bahn, ein Zug der am Endbahnhof nicht ankommt, ist laut Statistik nicht verspätet.
Vielleicht wäre das ja der richtige Moment, dass Herr Renz noch einmal eine kleine Dankeshymne anstimmt.
Immerhin dürfen wir in Deutschland offenbar weiter Teil der großen Cloud-Transformationsreise bleiben – mit allen bekannten Etappen: warten, hoffen, Parallelbetrieb, Störungen, Statusmeldungen mit „zentralen Komponenten“ und der Gewissheit, dass alles strategisch alternativlos ist.
Heute per E-Mail bekommen - Chef-Info:
Die österreichischen Kolleginnen und Kollegen haben es da fast schon nüchterner: Dort wird wenigstens klar kommuniziert, dass bestimmte DATEV-Leistungen perspektivisch enden. Bitter, keine Frage – aber immerhin transparent.
Die Umstellung auf die Cloud bedeutet, dass wir unsere gesamte Softwarearchitektur, Datenhaltung und Prozesslandschaft neu denken. Wir sprechen hier nicht über einzelne Module, sondern über ein komplexes Zusammenspiel von Systemen, das über Jahre auch parallel zwischen On-premises- und Cloud-Welt funktionieren muss.
Um diesen Prozess erfolgreich zu gestalten, hat der Vorstand entschieden, dass Leistungen, die speziell für Anforderungen in Österreich entwickelt wurden, von der DATEV eG und der DATEV.at GmbH perspektivisch nicht mehr angeboten werden.
Vielleicht ist das am Ende sogar der eigentliche Luxus: nicht mehr rätseln zu müssen, ob und wann etwas kommt, sondern schlicht zu wissen, wann es vorbei ist.
Vielleicht wäre das ja der richtige Moment, dass Herr .. noch einmal eine kleine Dankeshymne anstimmt.
Immerhin dürfen wir in Deutschland offenbar weiter Teil der großen Cloud-Transformationsreise bleiben – mit allen bekannten Etappen: warten, hoffen, Parallelbetrieb, Störungen, Statusmeldungen mit „zentralen Komponenten“ und der Gewissheit, dass alles strategisch alternativlos ist.
Was für eine "kleine D-Hymne"? Was ist das für eine Stimmungsmache gegen Personen. KÖNNTE man umgehend löschen @zieglerconsult . Ironie geht anders!
Sorry, wenn ich Sie falsch verstanden haben könnte.
Wir sind vor geraumer Zeit dazu übergegangen, den Fünften als harte Grenze zu ziehen und dies auch unseren Mandanten so transportiert.
Mandate ohne Frsitverlängerung? --> zwei Stück. Stets on Point am ersten AT nach Monatswechsel der letzte Beleg online.
Mandate welche das nicht schaffen haben alle eine Fristverlängerung.
Da ist der 28./29./30./31. des Folgemonats die Frist.
Die wird inzwischen auch so gut wie nie gerissen. Und wenn dann mit Ankündigung.
Was bei uns den Hussel macht sind 50a und nicht automatisch konsolidierte OSS Meldungen....
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Schauen Sie mal in die vertraglich zugesagten Verfügbarkeitszeiten, denn es wird grundsätzlich keine 24/7-Verfügbarkeit gewährleistet, sondern konzentriert sich auf die Hauptbürozeiten unter der Woche; Ausfälle die außerhalb dieser Zeiten anfallen, fließen in die Bewertung nicht mit ein, weil diese nicht fix zugesagt sind.
Ich würde nicht so weit gehen, jemanden des Fälschens einer Statistik zu bezichtigen. Das ist auch gar nicht nötig, wenn sie die Parameter für die ausgelobte Verfügbarkeit richtig setzen.
Im Prinzip ist das schon "sachgerecht", da man bei Regressen ausschließlich die gewährleisteten Verfügbarkeiten berücksichtigen darf.
Ich habe den Titel des anderen Threads ganz bewusst provokant gesetzt. Sollten die Zeiten welche im RZ Status liegen der Verfügbarkeitsrechnung zu Grund liegen traute ich mich ohne wenn und aber von Fälschung zu reden.
Wie wir aber inzwischen erfahren haben @Stefan_Maetz werden die Zeiten nachgetragen.
Dass diese korrigierten Zeiten nicht an die große Glocke gehängt werden mag aus Unternehmersicht und Gründen der Geheimhaltung verständlich sein. Der Transparenz stet dieses Geschäftsgebaren leider entgegen.
@deusex Danke für die mir entfallene Info, dass nur die üblichen Bürozeiten in die Statistik einfließen.
*Achtung Sarkasmus/Ironie*
Bei der gefühlten Entwicklungsgeschwindigkeit liegen die Kernzeiten der Programmierer zu Grunde. 11:55-12:00 Uhr. Wenn man dann noch sieht, dass Zeiten nachgetragen werden....
* Ende*
Wir nehmen den glühenden Aluhut mal ab und betrachten die ermittelte Verfügbarkeit unter der mir zuvor entfallenen Rahmenbeding: "Übliche Bürozeit".
@Stefan_Maetz der Transparenz dienlich und sicher keine Geheimsache:
Was sind denn die der Verfügbarkeit zu Grunde gelegten "üblichen Bürozeiten?".
In Zeiten des Mobil workings arbeiten nun mal nicht mehr alle 09-05 im Büro...
Alle Mandate grundsätzlich mit Fristverlängerung (als backup), auch diejenigen, die bereits am Fünften des Folgemonats eine BWA wollen, weil sie die auch brauchen und bekommen.
OSS-Meldung natürlich spätestens am 25. raus.
Bei uns existieren keine Bürozeiten mehr, da alle (inkl. mir) zwischenzeitlich "al-gusto-24/7-wherever" arbeiten, ein Mandantenverkehr nicht mehr stattfindet, ich zumeist auch irgendwo und nirgendwo am arbeiten bin und da sind die Ausfälle außerhalb der üblichen Bürozeiten deutlich auffälliger.
Ich rede da nicht von angekündigten Wartungsfenstern, sondern von "surprise, surprise"; aber "außerhalb von Zeit und Raum" lässt sich´s leichter verschmerzen 😉, wenngleich es ärgerlich ist, da man auch außerhalb von Bürozeiten seine Planungen hat.
Selbstverständlich wäre eine "Totalstatistik" über die 24/7-Betrachtung in der heutigen Zeit sinnvoller, aber bevor ich die studiere, sowieso nichts dran ändern kann und mich ggf. damit nerve, werde ich´s möglichst gelassen hinnehmen und was Schöneres tun... ich habe dort indes noch nie reingeschaut.
edit und etwas ot, aber in Bezug auf Cloud-Strategie: Ich schätze die Registrierungen für das E-Rechnungspostfach gehen durch die Decke (Anlage). Bin gespannt, wie lange es dauert, bis die obligatorische Nutzung in "Myeiei" integriert wird; nicht falsch verstehen, ich nutze das tatsächlich zum Empfang, aber bei einigen Rechnungsstellern besteht eben nicht die Möglichkeit, abweichende Rechnungs-Mail-Adressen anzugeben, sondern fix die Registrierungs-Mail-Adresse . . .
@deusex schrieb:
edit und etwas ot, aber in Bezug auf Cloud-Strategie: Ich schätze die Registrierungen für das E-Rechnungspostfach gehen durch die Decke (Anlage).
Das wundert mich jetzt nicht, dass die DATEV das Preismodell ändert.
Und wäre die Cloud-Strategie ähnlich der E-Rechnungspostfach-Strategie, dass die willigen Nutzer sich anmelden KÖNNTEN (und nicht MÜSSTEN), käme vermutlich 2030 ein ähnliches DATEV-Schreiben über MyKanzleiPostfach mit dem Betreff: "DATEV Cloud-Anwendungen: Umstellung auf das neue Preismodell" und weiter dann "... für Sie kostenlos - unabhängig von der Anzahl der Anwender in der Kanzlei". 😀