Ist es dann so, dass die Zahlung ggf. zu spät wäre oder fehlen würde?
ich kann es nicht ohne die KK- Anforderung absetzen - muss aber pünktlich zahlen...oder wie schnell kommt die KK-Anforderung
i.d.R. mache ich den Lohn nicht über mehrere Tage, auch bei Fällen mit über 100AN. das würde ja doch sehr hemmen...bis man soweit ist oder man müsste dem Mdt. "impfen", dass man bei neuen KK vorab Daten erhält, was bei Vorerfassung dann wieder umständlich wäre... ole...
Hat irgendjmd. ne praktische Lösung für mich? oder dulden die KK die mögliche Verzögerung ohne viel schnick-schnack drum herum, sonst bleibt es beim alten Verfahren, wenn wir im StB mehr Zeit aufwenden, nur damit der Mdt. eine Unterschrift weniger machen muss...
@Private09 schrieb:ich kann es nicht ohne die KK- Anforderung absetzen
Jain. Mittlerweile ist es so, dass du das Sepa-Mandat bei Anlage der Krankenkasse erteilen kannst - dann geht es erstmal ins Rechenzentrum und wird dort geparkt, bis die Krankenkasse die Daten anfordert. Habe ich letztens erst mit einer Kollegin bei zwei Mandanten gemacht, da kommt auch ein entsprechender Hinweis. Wie schnell das dann bei der Krankenkasse landet, muss ich mal schauen, es geht gerade erst los mit den November-Abrechnungen.
Hallo Zusammen,
das nützt leider alles gar nichts, da die Krankenkassen machen was sie wollen. Ich habe vor 14 Tagen mit einer telefoniert (DAK oder ähnlich). Der Sachbearbeiterin war völlig unbekannt, dass die Daten für das Arbeitgeberkonto digital angefordert und übermittelt werden (müssen).
Lt. Aussage der Mitarbeiterin wurde das Arbeitgeberkonto mit den Daten gefüttert, die mit der Anmeldung des Arbeitnehmers übermittelt wurden und das wars.
Sowohl die Krankenkassen als auch die DRV machen i.S. elektronische Anforderung von Daten was sie wollen.
Aber wenn wir etwas nicht elektronisch übermitteln können, dann ist das ein Weltuntergang aller gleichen und uns wird mit "Haft und Hölle" gedroht.
Es ist enttäuschend, dass die Großen, wie immer nicht bestraft werden, egal ob es gesetzlich verpflichtend ist oder nicht.
Grundsätzlich funktioniert, das Verfahren mit der Abfrage des Arbeitgeberkontos und der Bereitstellung Daten bis hin zum SEPA-Mandat, auch die Bereitstellung im Rechenzentrum funktioniert. Allerdings ist es auch schon vorgekommen, dass die KK die Daten des SEPA-Mandats nicht lesen konnte. - Zufriedenstellend ist etwas anderes.
Wir geben auch für den ersten Monat Überweisungen für die neuen Krankenkassen raus, sodass die fristgerechte Zahlung sichergestellt ist.
Viele Grüße
Hallo Katja, hallo Kollegen,
es ist ein Trauerspiel, wieviel Zeit und Energie jetzt nun schon auf dieses Thema verwendet worden ist.
Daher noch einmal meine Empfehlung an alle: lasst die Finger von diesem ganzen Murks. Sofern der Mandant einverstanden ist, gebe ich den Krankenkassen auf deren Vordruck das SEPA-Mandat und es läuft. Und juristische Spitzfindigkeiten dazu, wer das darf oder nicht darf, gibt es schon genug in unserem Arbeitsalltag. Da müssen wir es uns nicht unnötig schwer machen. Macht Euch mal frei davon und geht die Sache pragmatisch an.
Wie Sie schon richtig geschrieben haben, macht hier jeder, was er will und kann (oder nicht kann!). Selbst wenn die DATEV hier weiter Zeit und (unser) Geld in diesen Komplex investiert, werden wir in der Kanzlei als Verantwortliche für unsere Mandanten das Risiko tragen, dass das SEPA-Mandant nicht läuft und unser Mandant Säumniszuschläge zahlen und wir den Ärger kassieren müssen.
@MartinSeemann schrieb:Daher noch einmal meine Empfehlung an alle: lasst die Finger von diesem ganzen Murks. Sofern der Mandant einverstanden ist, gebe ich den Krankenkassen auf deren Vordruck das SEPA-Mandat und es läuft.
Bei den zwei erwähnten Krankenkassen ist eine, die gar keinen Vordruck für das Lastschriftmandat mehr hat, sondern explizit auf den elektronischen Weg verweist. Und bevor ich mir da irgendwo noch eine alte Fassung des Formulars suche, drücke ich einfach aufs Knöpfchen.
@Christopher_Fürther, könnte die Gültigkeit des SEPA-Mandats wohl mit dem nächsten Tag vorbelegt werden? Dann sollte zumindest diese Fehlermeldung hinfällig werden:
Hallo,
eine Vorbelegung des Feldes ist nicht möglich.
Der Zeitraum für das SEPA-Lastschriftmandat ist frei wählbar und wird von uns nicht vorgegeben.
@Jacqueline_Schön Wovor macht die Datev sich denn da ins Hemdchen? Oder einfach kein Bock, eine sinnvolle Vorbelegung zu programmieren?
"nicht möglich" = "wollen wir nicht"
Wie geht der schöne Witz: "Alle sagten das geht nicht. Bis einer kommt, der nicht wusste, dass es nicht geht, und hat es einfach gemacht...."
@Jacqueline_Schön, mir geht es nur darum, dass der nächste Tag im Feld vorgeschlagen wird. Wenn ich die Krankenkasse früher anlege und den nächsten 1. als Beginn der Gültigkeit haben möchte, kann ich das ja noch ändern. Aber auf dem Papierformular war es wumpe, ob ich heute, morgen, den nächsten oder sogar den letzten 1. (als Beschäftigungsbeginn des betreffenden Mitarbeiters) angegeben habe. Wenn bei der elektronischen Meldung der frühestmögliche Termin heute+x ist, stelle ich die (wie ich finde berechtigte) Erwartung an das Programm, dass der vorbelegt ist.
Wenn ich bspw. bei ANO einen Mitarbeiter deaktiviere, ist dort ja auch heute + 3 Monate vorbelegt, ich kann das Datum aber noch frei ändern.
Leider funktioniert das überhaupt nicht fristgerecht. In jedem Monat haben wir Probleme und bekommen Mahnungen. Ich versende die SEPA-Mandate und schicke an den folgenden Tagen auch noch mehrmals die Stammdaten raus. Theoretisch müsste dann jede Krankenkasse nach Anforderung ihr SEPA haben.
Zusätzlich mache ich einen Screenshot und schicken ihn per Mail. Und trotzdem bekomme ich immer wieder die Auskunft, dass nichts angekommen ist.
Inzwischen telefoniere ich jeder Krankenkasse hinterher und frage, ob das SEPA vorliegt.
Das kostet mich unheimlich viel Zeit. Neulich hat mir eine KK-Mitarbeiterin gesagt, dass sie dieses Problem nur bei Arbeitgebern haben, die mit DATEV ihre Gehaltsabrechnung machen. Bei allen anderen klappt das wohl mit der elektronischen Übermittlung. Mein persönliches Highlight war die AOK Niedersachsen. SEPA über DATEV, per Mail und dann noch zwei Mal per Fax.
Was kann ich tun, um nicht in Zahlungsverzug zu geraten? Theoretisch müsste das Thema doch mit dem erneuten Versand der Stammdaten erledigt sein.
Moin zusammen,
wir sollten uns nicht der Illusion hingeben, dass dieses System bei der DATEV in absehbarer Zeit besser laufen wird. Wie ich schon einmal sagte, kann ich nur jedem empfehlen, den alten Weg zu gehen.
@rschoepe bitte nennen Sie doch mal offen die KK, die keinen Vordruck mehr für SEPA-Lastschrift zur Verfügung stellt. Ich tippe mal auf eine AOK. Dort versucht man auch in vorauseilendem Gehorsam, den Kontakt (auch den des Arbeitgeberservice) mit uns im regulären E-Mail-Verkehr zu verhindern und über deren merkwürdige Kontaktseiten zu leiten, weil wir ja ansonsten ganz böse gegen den Datenschutz verstoßen. Die dortigen Entscheider sind nicht mehr in der Lage, zwischen Theorie und Praxis zu unterscheiden. Aber meistens findet sich nach einer Suche immer noch eine Möglichkeit.
Und bei der Zusendung der SEPA-Mandate an die jeweilige Kasse nehme ich entweder den guten alten Postweg oder auch per Fax, wenn es dann dort explizit zugebilligt wird. Damit habe ich die besten Erfahrungen gemacht.
Viele Grüße
Martin Seemann
@MartinSeemann schrieb:@rschoepe bitte nennen Sie doch mal offen die KK, die keinen Vordruck mehr für SEPA-Lastschrift zur Verfügung stellt. Ich tippe mal auf eine AOK.
Bööh, das weiß ich doch jetzt nicht mehr. Zumal es bei einer Kollegin war. Ich habe aber was von BKK im Kopf.
Ansonsten habe ich inzwischen schon von mehreren Mandanten die Freigabe das SEPA-Mandat über LODAS zu erteilen, weil die sich dann auch nicht mehr darum kümmern brauchen. Da gibt es inzwischen auch einige, die keine Lust mehr auf Papier haben. Und wenn ich dann erwähne, dass es die Möglichkeit gibt, springen sie direkt drauf an.
Aber in dem Kontext mal die Frage, wie machen es andere hier mit der nötigen Vollmacht? Einfach in die allgemeine Vertretungsvollmacht? Habt ihr da einen separaten Vordruck, den ihr eventuell teilen könnte/dürft? Reicht euch das mündliche OK?
Bei uns wird einmal bei Mandatsbeginn alles ausführlich besprochen und dokumentiert. Dazu gehört auch die Frage nach SEPA-Lastschriftmandaten für die KK. Kommt eine neue KK dazu, gilt das natürlich weiter. Un die Mandanten freuen sich darüber, dass sie sich um etwas nicht kümmern müssen.
Ansonsten kann ich nach 46 Berufsjahren sagen, dass ich in dieser Zeit gerade mal irgendeine Wald- und Wiesen-BKK hatte, die das Mandat vom Mandanten unterzeichnet haben wollte. Aber solche Stempelkissenjockeys und Angelscheinausgeber gibt es überall; die meisten sind aber recht pragmatisch.