Ausgangssituation: Seit die Finanzbehörden vermehrt Dokumente über DIVA II bereitstellen (nicht nur Steuerbescheide), entstehen bei vielen Kanzleien systematische Ablage-Probleme: Alle Dokumente von der Finanzverwaltung erhalten automatisch die Eingangsart 10000 "Digitaler Bescheid nach §122a AO". Diese Eingangsart funktioniert aber ausschließlich für Mandanten mit aktiven Steuerleistungen. Dadurch können Dokumente (wie W-IdNr-Mitteilungen, sonstige Verwaltungsmitteilungen etc.) für Mandanten, bei denen wir nur Buchhaltung, Jahresabschluss oder betriebswirtschaftliche Beratung (ohne Steuererklärung) durchführen, nicht abgelegt werden – es erscheint die Fehlermeldung DKO01800. Das eigentliche Problem: Systemdesign-Fehler: Die Eingangsart 10000 ist fest an die Existenz einer Steuerleistung gekoppelt. Das war bei reinen Steuerbescheiden sinnvoll, wird aber der neuen Realität von DIVA II nicht mehr gerecht. DIVA II expandiert über Steuerbescheide hinaus: Mittlerweile werden über DIVA II auch W-IdNr-Mitteilungen des BZSt (Registrierungsdokumente) Verwaltungsmitteilungen (z.B. Bestätigungen, Anmeldungen, Registrierungen) Weitere amtliche Dokumente der Behörden zugestellt – nicht nur klassische Steuerbescheide. Logische Falle: Ein Dokument kann mehrere Kategorien gleichzeitig erfüllen: Es ist ein offizieller Verwaltungsakt nach §122a AO (rechtlich zugestellt via DIVA II) ✓ Aber es ist KEINE Steuerleistung (z.B. keine ESt, USt, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer) Für einen Mandaten ohne Steuerleistungen ist es trotzdem ablegbar notwendig Geschäftsprozess ist blockiert: Kanzleien können solche amtlichen Dokumente für Nicht-Steuer-Mandanten nicht mehr ablegen – obwohl diese Dokumente oft zwingend erforderlich sind und die Verwaltung diese zwingend über DIVA II zustellt. Konkrete Fälle, wo das Problem aktuell auftritt: ✗ W-IdNr-Mitteilungen für reine Buchführungsclients ✗ W-IdNr-Mitteilungen für reine Jahresabschluss-Clients (GmbH, OHG ohne Steuererklärung durch uns) ✗ Registrierungsbestätigungen für Nicht-Steuer-Mandate ✗ Administrationsbestätigungen (Anmeldungen, Abmeldungen, Änderungen) ✗ Und künftig: Alle weiteren amtlichen Dokumente, die die Finanzverwaltung über DIVA II zugestellt wird Workarounds sind keine Lösungen: Die bisherigen Workarounds sind nicht skalierbar und nicht revisionskonform: Manuelle Eingangsart-Änderung vor jeder Ablage (bei größeren Mandantenstämmen unrealistisch) Dummy-Steuerleistung anlegen (Datenkonsistenz-Risiko, systemwidrig) DMS-Ablage ohne Posteingang (verliert den Bekanntgabenachweis und die systemische Dokumentation) Kernfrage an DATEV: Das Problem ist nicht spezifisch für W-IdNr – es ist eine Architektur-Schwäche: Warum ist die Eingangsart 10000 an "Steuerleistung erforderlich" gekoppelt, wenn DIVA II längst Dokumente liefert, die KEINE Steuerleistung darstellen? Fragen an DATEV: Ist das ein bekanntes Problem? Oder wurde diese Auswirkung bei der Erweiterung von DIVA II übersehen? Geplante Behebung: Gibt es bereits einen Fix? Falls nein: Wann wird dieser geplant? Eingangsart-Logik: Warum ist Eingangsart 10000 nicht bearbeitbar? Ist die Kopplung an Steuerleistungen eine technische Notwendigkeit oder eine fehlgeleitete Designentscheidung? Zukunftssicherheit: Wie skaliert DATEV dieses Konzept, wenn die Finanzverwaltung in Zukunft noch mehr Dokumenttypen über DIVA II verteilt Warum ist das kein "Feature-Wish": Das ist kein optionales Feature – das ist ein Integrationsfehler eines DATEV-Produkt: DIVA II (Zustellkomponente) liefert Dokumente PFB (Ablagekomponente) kann bestimmte Dokumente nicht verarbeiten Das ist ein klassischer Schnittstellenfehler, der die Produktnutzung blockiert Dazu will ich sagen, dass die bisherige Antwort des Supports zu diesem Problem "vielen Dank für Ihre Anregung, die Umsetzung dieser Anforderung wird in der aktuellen Produktwelt nicht mehr vorgenommen werden. Der Entwicklungsschwerpunkt liegt in der Umsetzung unserer Cloud Produkte." einfach nur eine Frechheit ist und ein schlag ins Gesicht der zahlenden Anwender welche wegen der Trägheit der DATEV nun kostbare Zeit aufwenden müssen um vernünftig Dokumente abzulegen. Umfang des Problems: Betroffen: Alle Kanzleien, die Nicht-Steuer-Dienstleistungen anbieten (Buchführung, Jahresabschluss, Betriebswirtschaft, Compliance, etc.) Zeitpunkt: Seit DIVA II auf weitere Dokumente expandiert (Feb 2025 mit W-IdNr, weitere Dokumente folgen) Trend: Mit jeder neuen Dokumentart über DIVA II wird das Problem größer Bitte um Eskalation: Ich bitte darum, dass dieses Thema: Als Integrationsfehler (nicht als Feature-Wish) eingestuft wird Im Product Backlog eine hohe Priorität erhält Alle betroffenen Kanzleien informiert werden, dass es ein bekanntes Problem gibt Eine zeitnahe Lösung geplant und kommuniziert wird Vielleicht können andere Community-Mitglieder: Ähnliche Fälle berichten (nicht nur W-IdNr, sondern auch andere Dokumente) Ihre aktuellen Workarounds beschreiben Mit upvoten, damit DATEV sieht, wie viele betroffen sind Ihr Feedback geben, ob das auch ihre Geschäftsprozesse blockiert Referenz: DKO01800 Digitaler Bescheid kann nicht abgelegt werden - DATEV Hilfe-Center Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und die Unterstützung!
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