Also das muss dann hinsichtlich der Argumente für beide Seiten gelten. Als Befürworter der Satzungsänderung fühlte ich mich oft stark angegriffen. Als Vertreter in der Vertreterversammlung sind wir als weichgespült etc. bezeichnet worden. Wir sind mit Briefen und Emails überschwemmt worden. Ob Pro oder Contra, da hat halt jeder seinen eigenen Blickwinkel. Interessant, dass das auf Twitter auch diskutiert wurde. Das ist glatt an mir vorbei gegangen. Wir werden in der Vertreterversammlung nach derzeitiger Beschlusslage im Sommer erneut über die Satzungsänderung abstimmen. Wir haben doch geradezu den Auftrag durch die überwältigende, wenn auch nicht ausreichende Zustimmung zur Satzungsänderung, das noch einmal zu probieren. Wir sind auch nicht in der Politik, wo das nicht angebracht ist. Und wir sehen das zwar sportlich, aber mit sportlichen Entscheidungen hat das nichts zu tun. Im Moment ist das Direktgeschäft mit nicht betreuten Mandanten durch die Satzung der Datev verboten. Um eine Plattform für nicht beratene Steuerbürger zu installieren, muss die Satzung geöffnet werden. Nun hat die Satzungskommission, die aus den unterschiedlichen Gremien der Datev zusammengesetzt war, sich für eine weite Öffnung einstimmig ausgesprochen und diese dem Vorstand empfohlen. Technisch wäre das jetzt schon möglich. Das ist auch nicht die Frage. Sie dürfen aber auch nicht die Satzungsänderung mit wünschenswerten Programmentwicklungen verwechseln. Bei der Satzungsänderung geht es darum, dass nicht andere Plattformanbieter sich zwischen uns Berater und die Mandanten stellt. Dann bezahlen Sie eine Nichtgenossenschaft für deren Leistung. Schauen Sie sich beispielsweise Agueras an. Ein Kollege, der das ausprobiert, sagte mir gestern, die nehmen es von den Lebenden. Und da haben Sie kein Mitspracherecht. Das ist ein Startup, das sich nicht beschränken muss, wie wir mit einer veralteten Satzung aus analogen Zeiten die Datev beschränken. Und für mich geht es zum die Zukunftsfähigkeit des Berufsstandes. Vor 50 Jahren waren einige Steuerberater so mutig und weitsichtig die Datev zu gründen. Diesen Mut und diese Weitsicht benötigen wir heute auch. Nur ein Hinweis: Für mich ist das Belegupload mobil nur eine Hilfslösung, wenn man Mitarbeiter hat, die auswärts arbeiten beispielsweise. Ich habe das Tool nie als Möglichkeit für den Upload für Unternehmen Online gesehen. Dokument Upload Online ist dagegen ein sehr gelungenes Programm. Da können Sie auf Belegtransfer etc. verzichten. Die Pilotierung von der Sie sprechen, wird wohl erst demnächst kommen. Dann sollen die Belege auch für die Einkommensteuer bereit gestellt werden. Aber auch das ist dann eine Anwendung, die in die Plattform eingebaut werden könnte. Uns wird die aber zuerst zur Verfügung gestellt.
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