Hallo zusammen,
seit Januar 2026 rechnen wir mit LODAS ab.
Für die Entgeltumwandlung im Rahmen der Einzahlung ins Wertguthaben haben wir in den Festbezügen eine Lohnart angelegt. Bei dem Mitarbeiter haben wir -50,00 € erfasst. Auf der Abrechnung wurden aber -100,00 € abgerechnet. In den Bewegungsdaten ist nichts erfasst. Das Bewegungsdatenprotokoll zeigt auch keine Doppelbuchung an. Wir sind alle möglichen Erfassungsfelder durchgegangen und konnten keine zweite Erfassung finden.
Bei anderen Mitarbeitern wird der Festbezug richtig/einmal abgerechnet.
Hatte jemand schon mal das Problem? Hat jemand noch eine Idee?
Gelöst! Gehe zu Lösung.
Kann es sein, dass zuvor ein falscher Wert eingetragen war und ins RZ gesandt wurde und dann nachträglich geändert wurde vor der Lohnabrechnung? Manchmal werden Änderung nicht richtig ins RZ gesandt. Ggf. Stammdaten aus dem RZ holen (Lodas ohne Mandant => Mandat > Daten holen > Stammdaten) und prüfen, ob ggf. wieder die 100 € eingetragen ist.
Das Problem hatten wir bei der Echtabrechnung Januar (22.01.).
Wenn ich heute eine Probeabrechnung für Februar erstelle, werden wieder 100 € abgezogen obwohl nur 50 € erfasst sind. Mit dem zeitlichen Abstand sollten doch eigentlich die Stammdaten aktuell sein, oder?
Setzen Sie in dem Feld mit den € 50,00 mal ein Änderungskennzeichen (rechte Maus / Änderungskennzeichen setzen) und machen dann noch mal eine Probeabrechnung.
Danke für den Tipp. Leider keine Änderung. Es werden weiterhin 100 € abgerechnet, obwohl nur 50 € erfasst sind. Wir haben auch alle Erfassungsmöglichkeiten (Stammdaten/Bewegungsdaten) durch. Ich denke, wir werden Hilfe von Datev in Anspruch nehmen müssen.
Ist in der Lohnart eventuell im Feld "Lohnveränderung" etwas eingegeben?
(mir ist klar, dass es das eigentlich nicht sein kann, sonst würde es bei jedem AN mit dieser Lohnart vorkommen..., aber könnte zumindest eine weitere Idee der "Fehlerquelle" sein.)
Falls Sie LODAS comfort einsetzen, ist regelmäßig auch das Daten-Analyse-System (DALY) mit dem Bereich Personalwirtschaft installiert.
Sie könnten jetzt den Buchungsbeleg auswerten, in dem Sie nach dem fraglichen Mitarbeiter sortieren und sich die "Bestandteile" der Lohnkosten anzeigen lassen. Für weitere Infos zu der Auswertung in DALY verlinke ich meine Erklärung zu einem anderen Beitrag:
► https://www.datev-community.de/t5/Personalwirtschaft/Daten-Analyse-System-Buchungsbeleg-Lodas-zu-LuG/m-p/502415/highlight/true#M125634
Durch die Kennzeichnung der Herkunft (BuSatz, BuNr) kommen Sie einem evtl. irgendwo gespeicherten Wert auf die Spur, welchen Sie bis jetzt übersehen haben. (Z. B. sind manchmal Themengebiete in LODAS ausgeblendet, welche aber werthaltig sind.)
@KrRo schrieb:Ich denke, wir werden Hilfe von Datev in Anspruch nehmen müssen.
Das ist sicher eine sinnvolle Vorgehensweise.
Ich würde zum Austesten die € 50,00 mal auf einen anderen Betrag ändern und gucken, ob das Programm diesen dann auch verdoppelt oder ob dann € 50,00 zusätzlich abgerechnet werden.
@KrRo schrieb:Mit dem zeitlichen Abstand sollten doch eigentlich die Stammdaten aktuell sein, oder?
Nicht zwangsläufig. Die Daten im RZ werden bei der Abrechnung nicht vollständig überschrieben, sondern nur die gesendeten Änderungen. Wo nichts geändert wurde, bleiben Abweichungen also weiter bestehen. Daher ja die Empfehlung, einmal die Stammdaten komplett frisch aus dem RZ zu holen.
Ergänzend zu DALY kannst du auch mal in die 500er-Protokolle schauen, ob du da einen Hinweis findest.
Erstmal vielen Dank für die vielen Ideen!
Ich habe mit in Daly den Buchungsbeleg angeschaut. Hier werden bei dem Mitarbeiter -100 € mit unserer Lohnart (BuSatz LA) angezeigt.
Wenn ich in den Festbezügen den Wert auf -10 € ändere, werden mir auf der Probeabrechnung -60 € angezeigt.
Wenn ich die Stammdaten über das RZ hole, werden sie dann automatisch in Lodas überschrieben? Wir haben ca. 300 Mitarbeiter und ich kann nicht abschätzen, ob auch andere richtige Änderungen überschrieben werden.
@KrRo schrieb:Wenn ich die Stammdaten über das RZ hole, werden sie dann automatisch in Lodas überschrieben? Wir haben ca. 300 Mitarbeiter und ich kann nicht abschätzen, ob auch andere richtige Änderungen überschrieben werden.
Wenn Sie die Stammdaten neu holen, werden alle nicht gesendeten Änderungen überschrieben. Dies sollte man also "gezielt" durchführen, d.h. erst einmal die nicht verarbeiteten Stammdaten senden, danach die Verarbeitung im RZ abwarten und erst dann die Stammdaten neu holen (und bis dahin natürlich keine neuen Stammdaten erfassen).
@KrRo schrieb:
Ich habe mit in Daly den Buchungsbeleg angeschaut. Hier werden bei dem Mitarbeiter -100 € mit unserer Lohnart (BuSatz LA) angezeigt.
Wenn ich in den Festbezügen den Wert auf -10 € ändere, werden mir auf der Probeabrechnung -60 € angezeigt.
Wenn im Buchungsbeleg -100 € bei LA ausgewiesen wird, handelt es aller Wahrscheinlichkeit nach um den kumulierten Ausweis bei dieser Lohnart. In Ihrem Ausgangspost wird der eigentliche Wert -50 € mit -100 € ausgegeben und auch Ihre Änderung mit den -10 € weist darauf hin.
Da Sie sich im Bereich betriebliche Altersvorsorge bewegen meine Frage:
Kann es sein, dass ein bAV-Vertrag angelegt ist (mit entsprechenden Werten, u. a. auch die ominösen 50 €) und Sie unter Personaldaten | Entlohnung | Festbezüge diesen Wert ebenfalls erfasst haben? Dieses Szenario würde zu einer Verdoppelung der Beträge führen.
Für die Abrechnung von bAV-Verträgen können Sie dieses Dokument als Einstieg heranziehen:
► Betriebliche Altersvorsorge (bAV) - DATEV Hilfe-Center
@ulli_preuss schrieb:
Da Sie sich im Bereich betriebliche Altersvorsorge bewegen meine Frage:
Kann es sein, dass ein bAV-Vertrag angelegt ist (mit entsprechenden Werten, u. a. auch die ominösen 50 €) und Sie unter Personaldaten | Entlohnung | Festbezüge diesen Wert ebenfalls erfasst haben? Dieses Szenario würde zu einer Verdoppelung der Beträge führen.
Diese Idee hatte ich auch schon, wagte aber nicht zu fragen ...
Wir haben die Wertguthaben mit unseren Datev-Beratern für die Umstellung unter den Festbezüge erfasst. Es wurde bei dem Mitarbeiter keine bav angelegt.
@KrRo schrieb:Wir haben die Wertguthaben mit unseren Datev-Beratern für die Umstellung unter den Festbezüge erfasst. Es wurde bei dem Mitarbeiter keine bav angelegt.
Dann fällt mir erstmal auch nix mehr ein. Vielleicht sollten Sie dann Ihre Datev-Berater zur Lösung heranziehen. Oder halt eben einen Servicekontakt öffnen. Eine Bitte aber noch:
Teilen Sie uns mit, woran es lag. Ich denke mal, dass dies auch alle anderen hier im Thread interessieren wird.
Wir hatten heute die Möglichkeit mir unserer Datev-Beraterin das Problem zu besprechen.
Der Festbezug wurde unter der lfd. Nummer 51 am 08.01.2026 angelegt. Es war der Tag mit dem Problem im Rechenzentrum. Am 22.01.2026 wurde der Festbezug erneut mit der lfd. Nummer 54 angelegt.
Im Rechenzentrum waren beide gespeichert. In Lodas war nur die lfd. Nummer 54 sichtbar.
Wir haben nun die lfd. Nummer 54 in Lodas gelöscht und die lfd. Nummer 51 erneut manuell angelegt. Jetzt passt es wieder.
Anscheinend ist der Fehler ein Einzelfall. Falls es nochmal auftritt, sollen wir unbedingt eine Info nach Nürnberg geben.
Danke für die Rückmeldung. Spooky!