Guten Morgen,
bezüglich des neuen BMF-Schreiben zu den Bewirtungsaufwendungen und der Umsetzung in DUO wollte ich nach eurer Einschätzung fragen. Speziell geht es um die Randziffern 18 bis 22.
Welche der Vorgehensweisen schätzt ihr als unproblematisch ein für den Betriebsausgabenabzug?
E-Rechnung (Bewirtungsrechnung) in DUO und Ergänzung der Bewirtungsangaben...
Danke für eure (unverbindlichen) Einschätzungen 🙂
Also bei diesem Thema könnte ich unsachlich werden...!
Kollege Mücke hat sich da z.B. auch sehr kritisch zu geäußert - https://www.youtube.com/watch?v=GuLQ_BjbKPU
Ich mach das so wie immer: Alle erforderlichen Daten werden zeitnah auf dem Beleg notiert und dann wird das ganze Ding digitalisiert. Fertig. Sollte es wirklich mal eine E-Rechnung geben, werden halt die individuellen Aufzeichnungen dem E-Beleg zugeführt oder notfalls gesondert digitalisiert abgelegt.
Ich habe das Gefühl, dass man dieser Thematik heutzutage sowieso nicht mehr Herr der Lage wird; es ist alles so kleinkariert und überreguliert, dass einem die Lust vergeht. Wenn man keinen BA-Abzug zulassen will, soll man es doch einfach sagen und gut ist. Fände ich sowieso besser. Essen ist halt immer Privatsache. Letztendlich, behaupte ich mal, ist immer irgendwas zu finden, wenn man es denn finden möchte. Und ich rede hier nicht von klassischen Gaststättenbewirtungen - das wäre ja noch einfach - sondern von Auslandssachverhalten oder Bewirtung von Geschäftspartnern im eigenen Hause usw.
Ich hänge eher der Frage nach, wie das BMF darauf kommt, dass alle ab Tz. 9 ff. erforderlichen umsatzsteuerlichen Angaben für den ertragsteuerlichen BA-Abzug vorliegen müssten. Mir ist kein BFH-Urteil bekannt, dass dieses Erfordernis begründet. Lediglich BFH vom 18.04.12 (X R 57/09) schreibt vor, dass der Name des Bewirteten auf der Rechnung angegeben sein muss. Aber Steuernummer/UStID des Leistenden, fortlaufende Rechnungsnummer? Woher hat das BMF sein Wissen?
Hallo @AlexanderJ ,
ich habe gerade die Kommentierung von Haufe zu dem Thema gelesen und würde mich vom Notizfeld in DUO verabschieden.
Steuerliche Anerkennung von Bewirtungsaufwendungen | Steuern | Haufe
Im Kommentar ist sogar die Rede von der Möglichkeit einer elektronischen Unterschrift und der Notwendigkeit zur Dokumentation von nachträglichen Veränderungen (GoBD).
Verknüpfung und Verweis sollen wohl zulässig bleiben, die Frage ist nur nach den technischen Umsetzungsmöglichkeiten bei einer E-Rechnung.
Ich persönlich tendiere momentan zur Verknüpfung der Nachweiserfordernisse.
Aber eigentlich wäre der Wunsch an DATEV eine einfache Eingabemöglichkeit mit Autorisierung in DUO zu implementieren!
Das Thema ist ja trotz allem Unmut gesetzlich gewünscht😉
Gesetzlich gewünscht? Das BMF wünscht sich was, das können die gerne machen. Im Gesetz finde ich dazu nichts, diese ganzen Dokuorgien ergeben sich nur in den Köpfen des zuständigen Referates.
Mir platzt immer noch der Kragen, früher 2 Seiten, jetzt 6 Seiten - Bürokratieabbau? Fehlanzeige.
Man kombiniert das „Beste“ aus zwei Welten, um in BP‘s möglichst alles streichen zu können.
Hey @doro,
der Link von Haufe ist ja mehr eine Zusammenfassung des BMF-Schreibens, als eine Kommentierung.
Eine elektronische Unterschrift hat man ja in DUO im Belegprotokoll. Es kann nachvollzogen werden, wer welche Notiz verfasst hat. Es wird auch nicht von einer "qualifizierten elektronischen Unterschrift" gesprochen, von daher sollte das alleine kein Ausschluss für das Notizfeld sein.
Hallo @AlexanderJ ,
danke für den Hinweis mit dem Belegprotokoll.
Für meinen Geschmack wäre es eine gute Lösung die Informationen direkt im Notizfeld zu erfassen, gerade, wenn die Belge sowieso nachbearbeitet werden.
Ich habe mir das gleich mal angesehen. Sehe da aber ein paar Probleme:
Ja, über die SmartLogin ID kann nachvollzogen werden, wer welche Notiz gemacht hat, aber,
- zur Prüfung der Unterschrift, müsste ich jedes Mal das Belegprotokoll aufrufen und die SmartLogin Nummern kennen.
- Ggf. erfasst die Sekretärin oder ein Mitarbeiter die Notizen und ihre/seine Signatur hängt am Beleg.
- Die Buchungsinformationen werden durch Datev auch ans Notizfeld im Belegprotokoll angehängt, also verändere ich durch Buchung die Notizen.
- Bestätige ich dadurch auch die Notizen meines Vorgängers, da sie ja inkludiert sind?
Also, ich will keine Wissenschaft daraus machen, nur effektiv Arbeiten. Da bleibe ich zur Zeit bei der bisherigen Vorgehensweise.