Hallo zusammen,
vorweg: Mir geht es hier um eine reine Verständnisfrage. 😊 Ich versuche gerade, die verschiedenen DATEV-Begriffe und vor allem deren Verhältnis zueinander richtig einzuordnen. Vielleicht kann jemand, der sich damit bereits intensiver beschäftigt hat, bestätigen, ob ich mit meiner Schlussfolgerung richtig liege – oder mich entsprechend korrigieren.
Wir sind ein selbstbuchendes Unternehmen und nutzen DATEV Rechnungswesen derzeit On-Premises auf unserer eigenen Serverumgebung. Da bei uns in absehbarer Zeit wohl eine Erneuerung bzw. Anpassung der Servertechnik ansteht – soweit ich es verstanden habe, hängt das mit dem auslaufenden Support für ältere Server-Betriebssysteme ab 2027 zusammen –, beschäftige ich mich aktuell intensiver mit den verschiedenen DATEV-Lösungen und der zukünftigen Cloud-Strategie.
Dabei haben mich insbesondere die Begriffe SmartIT und das angekündigte neue DATEV Rechnungswesen Cloud zunächst etwas verwirrt.
Nach meiner bisherigen Recherche würde ich die drei Varianten inzwischen folgendermaßen unterscheiden:
1. On-Premises:
Wir nutzen das heutige DATEV Rechnungswesen weiterhin auf unserer eigenen Serverumgebung. On-Premises endet nicht grundsätzlich 2027. Wir müssten allerdings unsere technische Umgebung so erneuern bzw. aktualisieren, dass sie weiterhin den DATEV-Systemvoraussetzungen entspricht.
2. DATEV-SmartIT:
Wir nutzen im Wesentlichen weiterhin die heutige DATEV-Software, verlagern aber die technische Umgebung ins DATEV-Rechenzentrum. SmartIT wäre damit für uns vor allem eine Alternative zur Investition in bzw. zum Betrieb einer eigenen neuen Serverumgebung – aber nicht das neue Rechnungswesen Cloud.
3. Neues DATEV Rechnungswesen Cloud:
Hierbei handelt es sich um die neu entwickelte Cloud-Nachfolgelösung des heutigen Rechnungswesens. Diese soll perspektivisch auch von selbstbuchenden Unternehmen genutzt werden können, befindet sich hinsichtlich des Funktionsumfangs aber noch im schrittweisen Ausbau.
Meine daraus abgeleitete These für unsere weitere Planung wäre daher:
Wenn wir unsere bestehende On-Premises-Lösung mit einer überschaubaren Investition auf einer weiterhin unterstützten Serverumgebung weiterbetreiben können, könnten wir zunächst On-Premises bleiben und beobachten, wann das neue DATEV Rechnungswesen Cloud den für uns erforderlichen Funktionsumfang erreicht.
Im Idealfall könnten wir dann direkt von On-Premises auf das neue Rechnungswesen Cloud wechseln, ohne vorher zwingend den Zwischenschritt über SmartIT gehen zu müssen.
SmartIT wäre für uns demnach insbesondere dann interessant, wenn sich eine Investition in eine neue eigene Serverumgebung für die verbleibende Übergangszeit wirtschaftlich nicht mehr lohnt bzw. das neue Rechnungswesen Cloud für unsere Anforderungen noch nicht weit genug ist.
Habe ich die drei Lösungen und insbesondere deren Verhältnis zueinander so richtig verstanden?
Mich würde insbesondere die Einschätzung anderer selbstbuchender Unternehmen interessieren, die aufgrund des auslaufenden Supports ihrer bisherigen Serverumgebung aktuell vielleicht vor einer ähnlichen Entscheidung stehen.
Für Eure Antworten schon einmal herzlichen Dank!
Mich wundert gerade, dass die KI, mit der dieser Beitrag offensichtlich erstellt wurde, nicht die Frage zutreffend beantwortet hat.
Also SmartIT hat mit der Frage On-Premises oder Cloud erstmal gar nichts zu tun. SmartIT bedeutet lediglich, dass ich quasi per Remote-Zugriff auf einer Umgebung arbeite, die auf Datev-Servern liegt und Datev ist dafür zuständig, alles aktuell zu halten. Man braucht also weniger Hardware-Power und hat weniger Wartungsaufwand vor Ort. Was dann genau auf der Oberfläche läuft, auf der man arbeitet, kann dann auch wieder eine On-Premises-Lösung oder eine Cloud-Lösung sein. Wobei es von Rechnungswesen noch keine Cloud-Lösung gibt, nicht mal eine mini-abgespeckte.
Und wenn irgendwann alles in der Cloud ist, macht SmartIT vermutlich auch keinen Sinn mehr.
SmartIT wäre für uns demnach insbesondere dann interessant, wenn sich eine Investition in eine neue eigene Serverumgebung für die verbleibende Übergangszeit wirtschaftlich nicht mehr lohnt bzw. das neue Rechnungswesen Cloud für unsere Anforderungen noch nicht weit genug ist.
Meine Glaskugel ist gerade kaputt aber:
Ich wollte mir gestern auf der Tax Arena das neue Rechnungswesen zeigen lassen. Das ist noch nicht vorzeigbar. Erste Piloten starten nächstes Jahr.
Wenn ihr sowieso eine eigene Windows Server Umgebung habt und die erneuert und Datev darauf Beiwerk ist, ehrlich gesagt, lasst es dabei.
Hallo hexhex,
vielen Dank für die Rückmeldung und die fachliche Einordnung.
Für uns hat SmartIT mit der Frage „On-Premises oder Cloud“ sehr wohl etwas zu tun – wenn auch eher aus strategischer als aus technischer Sicht. Wenn wir aufgrund technischer DATEV-Anforderungen noch einmal in unsere eigene Serverumgebung investieren müssten, stellt sich für uns natürlich die Frage, wie sinnvoll diese Investition noch wäre, wenn das Rechnungswesen perspektivisch ohnehin cloudbasiert laufen soll.
SmartIT wäre dann eine mögliche Alternative, allerdings laut einer ersten internen Kostenaufstellung unserer IT ebenfalls mit nicht unerheblichen laufenden Kosten verbunden – wobei ich diese Kalkulation gerade noch einmal hinterfrage.
Ihre Einordnung hilft mir daher auf jeden Fall schon einmal weiter. Vielen Dank dafür.
Und ja – die KI hat mir tatsächlich dabei geholfen, meinen Gedankensalat etwas verständlicher und strukturierter zu formulieren. 😉 Die Recherche und die Überlegungen dahinter sind allerdings meine eigenen. Gerade weil ich mir bei meiner Schlussfolgerung nicht sicher bin, habe ich hier in der Community um eine fachliche Bestätigung bzw. Korrektur meines Verständnisses gebeten. Ob ich meinen Text anschließend allein formuliere oder mir dabei von KI, einer Kollegin, unserer Sekretärin oder unserem Azubi helfen lasse, dürfte für die fachliche Fragestellung eigentlich keine Rolle spielen.
Zwischen On-Premises und SmartIT gibt es ja auch noch reichlich Optionen "dazwischen". Losgelöst ob man nur DATEV oder die gesamte IT Strategie betrachtet.
(Wenn es hier um das Ende vom Windows Server 2016 im Januar 2027 geht, dürfte die On-Premises Infrastruktur derzeit bzw. auch in 2027 sicherlich nicht die günstigste Option werden, sofern auch neue Hardware ansteht.)
@hexhex schrieb:Mich wundert gerade, dass die KI, mit der dieser Beitrag offensichtlich erstellt wurde, nicht die Frage zutreffend beantwortet hat.
Ich halte es für sinnvoller, die sich von der KI bei der Fragestellung helfen zu lassen als bei der Beantwortung. Diese Woche hatte ich wieder einen Fall, wo die KI nicht mal richtig addiert hat.
Danke, ja, genau darum ging es. Ich habe mich dazu jetzt noch einmal etwas genauer erkundigt. Inzwischen sehen wir das genauso und schauen uns deshalb gerade auch nach Alternativen um. Vielleicht lautet die Lösung am Ende sogar „kein DATEV mehr“.
Ich würde Ihnen empfehlen, die DATEV-Installation in die Hände der DATEV, also die DATEV SmartIT zu legen. Wenn es gut sein soll, kann man es selbst eigentlich nicht mehr günstiger betreiben. Alternativ gibt es auf DATEV-Anwender spezialisierte IT-Systemhäuser, die Ihnen beim Betrieb der DATEV mit eigenen Hosting-Lösungen helfen. Diese sind vielleicht ein klein wenig teurer, aber Sie haben einen unter Umständen flexibleren Ansprechpartner, der besser auf individuelle Belange eingehen kann.
Achten Sie auf möglichst kurze Vertragslaufzeiten oder ein Sonderkündigungsrecht, damit Sie das System jederzeit problemlos abstoßen und in die DATEV-Cloud wechseln können.