Hallo,
wir senden unsere Rechnungen per Email an eine recht kryptische [email protected]. Damit wir nicht diese umständliche Email-Adresse merken bzw. an unsere Lieferanten weitergeben müssen, haben wir bisher eine Portal-Adresse [email protected] genutzt, die bei Ionos gehostet ist. Von da wurden alle Emails mit Rechnungen dran an die beispiel@... weitergeleitet. (Wobei bei Ionos jede Email-Weiterleitung tatsächlich eine Umleitung ist.)
Das funktioniert seit letztem Donnerstag (?) nicht mehr. Die Datev sagt, dass nur noch weitergeleitete und nicht mehr umgeleitete Emails angenommen werden. (Achtung, da ist ein Unterschied in Bezug auf Email-Header und -Absender!)
Zu dieser Thematik gibt es keinen Support mit Menschen, es steht nur noch der E-Rechnungs-Bot zur Verfügung. Dieser ist KI-gestützt und sagt immer nur, dass man bei Ionos und anderen Providern eine Weiterleitung und keine Umleitung einrichten solle. Diese gibt es aber bei Ionos und bei einem anderen großen Provider, wo ich bereits angefragt habe, gar nicht. Eine echte "Weiterleitung" mit Änderung der Absenderdaten ist nämlich nicht trivial.
Sind wir die einzigen mit diesem Problem? Wie habt Ihr das gelöst?
Gelöst! Gehe zu Lösung.
Hallo,
anbei das DATEV Dokument bzgl. Ihrem Fall.
https://help-center.apps.datev.de/documents/1037951
Dort wird auch ein Grund für die Ablehnung genannt.
Ganz so viele nutzen, vermute ich, das E-Rechnungspostfach so noch gar nicht. Daher ist das scheinbar noch kein so großes Thema. Später ist es ja eigentlich auch gedacht, dass Sie direkt die genannte E-Mailadresse den Lieferanten schicken oder direkt die TRAFFIQX/Peppol-ID von Ihnen erhält.
Da Sie scheinbar eine automatische "Umleitung" haben, kann es scheinbar tatsächlich, so laut Dokument, dazu kommen.
MfG
-Chris
Vielen Dank für die Antwort, aber leider ist sie nicht zutreffend. In dem verlinkten Dokument steht genau das, was ich im Eingangs-Post geschrieben habe: Dass man eine Weiterleitung und keine Umleitung machen soll.
Das Problem ist, dass es keinen Email-Provider gibt, der tatsächlich eine echte Weiterleitung anbietet, sondern nur Umleitungen. Auch wenn sie das dann "Weiterleitung" nennen. Eine Weiterleitung ist technisch anspruchsvoll, weil da die Email einfach ausgedrückt ausgelesen, neu verpackt und neu versandt wird. Das bietet nicht mal Ionos an. Meines Erachtens kann man das nur mit einem eigenen ExchangeServer erreichen, aber damit schließt man ja viele kleine Unternehmen aus. Außerdem existiert diese Einschränkung erst seit ein paar Tagen, noch am 3.6. funktionierte alles reibungslos.
Die einzige Alternative ist, allen Lieferanten die kryptische Datev-Posteingangs-Adresse direkt zu geben. Aber das ist ja unsinnig. Und ich wiederhole mich: Noch letzte Woche funktionierte auch die Email-Umleitung in das Rechnungseingangsfach perfekt.
Die Weiterleitung, wie DATEV sie sich wünscht, musst du dir selbst bauen. Dazu legst du [email protected] als normales Postfach an und lässt per Regel alle eingehenden Mails an die E-Rechnungsplattform weiterleiten. Dann solltest du den Posteingang noch so einstellen, dass die Mails nach 3-7 Tagen (Sicherheitspuffer, falls es mal in die Hose geht) gelöscht werden, und fertig.
Hallo rschoepe,
das funktioniert seit letzter Woche nicht mehr. Wir haben das sicher mehrere Monate so gemacht, aber seit letzter Woche werden alle durch Ionos weitergeleiteten Emails vom Datev-Posteingang abgelehnt. Grund: Weil es sich technisch um eine Umleitung und keine Weiterleitung handelt.
Bei einer umgeleiteten Email sieht der Email-Header anders aus als bei einer weitergeleiteten und deswegen werden die bei Datev jetzt alle aussortiert.
Die Regel im ExchangeServer anlegen funktioniert nicht, weil wir nach wie vor ein IMAP-System gehostet bei Ionos verwenden.
Und die Regeln in Outlook haben nicht den Funktionsumfang. Zumindest habe ich da keine Funktion zum weiterleiten gefunden.
Hallo,
genau deswegen nur mein Post für Ihre bestätigte Vermutung.
Ich wüsste jetzt auch keine Lösung und würde daher aktuell auch keinen Kunden das empfehlen so einzurichten wie Sie es momentan haben, da DATEV im Dokument extra darauf hinweist, dass es nicht geht, bzw. zu Problemen führen kann. Vielleicht hat DATEV dort auch vor kurzem erst Änderungen vorgenommen. Die letzte Aktualisierung vom DATEV-Dokument ist auch noch nicht lange her.
Hier würde ich aber empfehlen ein DATEV Ticket aufzumachen über den Servicekontakt bei DATEV.
Wenn die nur schriftlich antworten, können Sie dort auch nochmal um Rückruf bitten usw.
MfG
-chris
Hallo liebe Datev-Anwender,
diverse Anmerkungen:
Dieses Verhalten "keine Umleitungen" gab es anscheinend ganz am Anfang in der Einführungsphase schon mal. In ein paar IT-Fach-Foren finden sich Fragen und Antworten, wie man das Problem lösen kann. (Nur per Exchange Server, soviel sei verraten.) Das wurde dann später wohl fallen gelassen oder "liberaler" gehandhabt.
Die Weitergabe der originalen Datev-Email an Lieferanten halte ich für abwegig, weil die ungefähr so aussieht:
[email protected]
Wer soll die denn richtig abtippen? Da erscheint ein [email protected] doch wesentlich eleganter. Und die Datev verweist ja selbst auf das anlegen einer vorgeschalteten Portal-Email-Adresse, damit man die kryptische nicht rausgeben muss.
Das angesprochene Datev-Dokument wurde am 27.5.26 überarbeitet, wir haben aber nachweisbar über eine normale Email-Umleitung noch am 3.6.26 Rechnungen im Postfach abgelegt.
Von daher ist das alles nicht stimmig.
Die KI-Hilfe verweist auf "gerne helfen wir für die gängigen Email-Provider beim einrichten", sobald man dann aber konkret nachfragt, antwortet sie "so genau kann man das nicht vorgeben, weil sich die Benutzeroberflächen ja ständig ändern".
Okay, ich hatte dich so verstanden: E-Mail-Adresse nur für die Weiterleitung von E-Mails erstellen - IONOS Hilfe-Center
Hast du dann dieses gemacht? Weiterleitung für E-Mail-Adresse einrichten - IONOS Hilfe-Center
Ich meinte, dass du dich im Postfach anmeldest und dort die entsprechenden Einstellungen vornimmst, nicht in der Admin-Oberfläche.
Ja, ich habe da schon alles versucht. Das Problem ist, dass diese ganzen "Weiterleitungen" technisch nur Umleitungen sind. Es gibt bei Ionos - verifiziert mit dem Second Level Support - keine Weiterleitung in dem Sinn, wie sie die Datev haben will. Ionos und Strato und Domainfactory und Febas bieten alle nur das an, was die Datev "Umleitung" nennt, auch wenn sie jeweils bei diesen Email-Providern "Weiterleitungen" genannt werden.
ich habe eine Verständnis Frage.
Warum leitet man überhaupt an E-Postfach weiter und nicht an DUO direkt? Die Zustellung der E-Rechnungen soll in der Theorie in der Zukunft über die Portale erfolgen und die Möglichkeit der Mail soll gar nicht mehr geben, so mein Wissenstand. Wozu dann die Weiterleitung der Mail, denn im E-Postfach ist dann ja nicht die Origilanrechnung/Mail sondern nur eine Kopie.
So wie ich das verstehe, ist dieses Rechnungspostfach doch ein Teil von DUO. Wir erhalten ja jetzt schon 90 Prozent aller Rechnungen als E-Rechnung per Email, sollen wir die ausdrucken, scannen und dann hochladen?
Außerdem können so unsere Lieferanten Rechnungen direkt ins System schicken, wir bestätigen nur noch und die Überweisung geht raus.
Die Chefin hier ist gelernte Steuerfachangestellte. Ich glaube, die weiß, was sie tut.
es ist kein Teil vom DUO. Es leitet an DUO weiter, dass ist richtig, aber es ist kein Bestandteil von DUO.
Ich würde, wenn man eine schnelle Lösung will, die Weiterleitung an die DUO einrichten und nicht an das E-Postfach.
Wie bringt man da E-Rechnungen von Lieferanten ins System?
genauso wie man sie ins E-Postfach weitergeleitet hat, man leitet statt an E-Postfach an DATEV Upload Mail. Die Mailadresse muss man einmalig für DUO bestätigen und dann kann man die Rechnungen automatisch dorthin weiterleiten. Gleicher Vorgang nur eine andere Mailadresse. Rechnungen landen genauso im DUO.
Hierzu ergänzend zum Thema Upload Mail von Eleonora
https://help-center.apps.datev.de/documents/1037960
Wie Eleonora schon erwähnt ist das E-Rechnungspostfach kein Bestandteil von DUo.
Das E-Rechnungspostfach ist am TRAFFIQX/Peppol-Netzwerk angebunden und wird erst in den nächsten Jahren wichtig werden. Dann wird es auch nicht mehr so sein, das E-Rechnung per E-Mail gesendet und empfangen werden.
Dies ist nur eine Übergangslösung.
Ich würde ihnen aber als ersten Schritt immer noch den Servicekontakt von DATEV empfehlen und erst dann andere Lösungen wie Upload Mail in betracht ziehen, falls der alte Weg nicht mehr klappen sollte.
MfG
-chris
Warum ist die Weiterleitung bzw. Umleitung beim DATEV E-Mail-Fach eigentlich so „kompliziert“ gelöst und von DATEV gar nicht gewollt.
Der Grundgedanke dahinter ist aus ein Sicherheitsaspekt (so hab ich das auf einer Schulung aufgseschnappt): Die von DATEV bereitgestellte E-Mail-Adresse ist ursprünglich dafür gedacht, direkt an die Lieferanten weitergegeben zu werden. Dem Lieferanten ist es letztlich egal, ob er die Rechnung an eine Adresse wie [email protected] oder an eine individuelle [email protected] sendet. Er kopiert diese Adresse einmal in seine Stammdaten und versendet künftige Rechnungen direkt dorthin.
Der Vorteil dabei: Die Rechnung geht unmittelbar in das dafür vorgesehene DATEV-Postfach ein und nimmt nicht erst den Umweg über ein anderes E-Mail-Postfach.
Gerade dieser Umweg kann ein Risiko darstellen. Wird ein normales E-Mail-Postfach kompromittiert, könnte ein Angreifer eingehende Rechnungen abfangen, verändern und anschließend weiterleiten. Für den Empfänger wäre unter Umständen kaum bis gar nicht erkennbar, dass die Rechnung vorher manipuliert wurde, weil sie ja trotzdem scheinbar „normal“ im Postfach bzw. im weiteren Prozess ankommt.
Genau dieses Risiko soll durch die direkte Nutzung der DATEV-Adresse reduziert werden. Die Originalrechnung soll möglichst ohne zwischengeschaltete andere Mailkonten direkt beim vorgesehenen DATEV-Eingang landen.
Deshalb halte ich eine einfache Weiterleitung zwar auf den ersten Blick für bequem, aber sie widerspricht dem eigentlichen Sicherheitsgedanken. Wir hatten diesen Ansatz bei uns in der Kanzlei ebenfalls kurz überlegt, sind davon aber aus genau diesem Grund wieder abgekommen: Wenn ein System gerade dazu dienen soll, Manipulationsrisiken bei E-Rechnungen zu reduzieren, sollte man diese Sicherheit nicht durch eine vorgeschaltete Weiterleitung wieder aushebeln.
Daher ist die direkte Mitteilung der DATEV-E-Mail-Adresse an die Lieferanten aus meiner Sicht der sauberere und sicherere Weg, auch wenn dieser nicht der schönste ist 🙂
Daher ist die direkte Mitteilung der DATEV-E-Mail-Adresse an die Lieferanten aus meiner Sicht der sauberere und sicherere Weg, auch wenn dieser nicht der schönste ist 🙂
Aber muss dann nicht die Absenderadresse jedes Lieferanten freigegeben und bestätigt werden?
Nicht beim E-Rechnungspostfach, das ist nur für Datev Mail Uploud.
Ich teile in der Regel den Lieferanten die E-Mailadresse und mein Portalnummern mit. Den es gibt einige Systeme in welchen diese bereits hinterlegt werden kann.
Danke für die Aufklärung.
Falls es jemand noch nicht mitbekommen hat: Die Datev hat eingestanden, dass das "neue" Email-Handling ein Fehler war.
Zitat:
Sehr geehrte Damen und Herren, |
im Zeitraum vom 03.06.2026 bis 18.06.2026 kam es zu Störungen bei der Zustellung von E-Rechnungen an Ihr DATEV E-Rechnungspostfach. |
In einigen Fällen konnten Rechnungen über serverseitige oder direkte E-Mail-Weiterleitungen nicht zugestellt werden. Zudem wurden Absender in einzelnen Fällen nicht zuverlässig über fehlgeschlagene Zustellungen informiert. |