Unser Mandant hatte das Mandat zum 31.12.25 gekündigt und will zukünftig die Löhne selbst erstellen (hat nur noch 1 AN), aber nicht mit Datev.
Abmeldung wg. Systemwechsel wurde erstellt.
Ich habe jetzt auch die Daten an die DRV wg. Wechsel des Dienstanbieters gesendet.
Für das Finanzamt habe ich gerade die Daten für den Export angestoßen.
Die Daten aus der Dokumentenablage habe ich auf bereits auf USB gesichert.
Mein Chef möchte, dass die Daten im RZ gelöscht werden, damit keine weitere Kosten entstehen.
Die nächste DRV-Prüfung müsste 2028 sein.
Wir erstellen die Lohnabrechnung seit Mitte 2022.
Zuvor hat der AG dies selbst erstellt, da bis dahin nur Minijobber beschäftigt waren.
Ich bin immer vorsichtig, wenn es um die Löschung von Daten geht.
Insbesondere, wenn diese nicht gesichert und wieder hergestellt werden kann.
Vor allem, wenn die 10 Jahre nicht um sind.
Hinzu kommt die Löschung der Daten in Lodas bzw. Lodas Auswertungen.
Gleichzeitig ist es immer eine Frage des Datenschutzes.
Bisher hatte ich keine Daten im RZ gelöscht, da ich diese für die DRV-Prüfung benötigte. Hatte aber gleichzeitig den Nachteil, dass wir verpflichtet waren, die Daten an die DRV senden müssen, da diese noch im RZ sind, obwohl das Mandat nicht mehr besteht. Dies hat sich ja jetzt erledigt, da außerhalb des Prüfungszeitraums gesendet werden darf/muss.
- Was denkt Ihr über die Löschung aller Daten im RZ?
- Wie geht Ihr mit Mandatskündigungen um? Insbesondere mit den Daten im RZ bzw. am PC?
- Spielt es eine Rolle für Euch, ob die Kündigung durch den StB oder durch den AG erfolgt?
- Was ist mit dem Datenschutz?
Hallo,
wir hatten vor Kurzem "versehentlich" einen Unternehmen Online Bestand im RZ gelöscht. Nach 2 Tagen konnte DATEV das aber sehr schnell wiederherstellen. Wie lange deren Datensicherung jedoch geht, weiß ich nicht.
Ansonsten stehen wir vor ähnlicher Frage. Aktuell tendieren wir dazu die Exporte der Altmandate einerseits auf dem Server im PartnerASP-RZ zu speichern und zudem eine Kopie auf einem Stick in gesicherter Ablage in der Kanzlei zu lagern. Auf die Exporte kann man auch ein Passwort setzen. Das darf man dann aber natürlich nicht verlieren...
Beim RZ-Export von 10 Jahren Kanzlei-REWE eines kleinen Mandanten können schon mal einige GB an Daten zustande kommen.
Vielleicht hilft das bei der Überlegung.
VG
Das sind komplexe, rechtliche Überlegungen im Spannungsfeld zwischen Datenschutz, vertraglichen Verpflichtungen gegenüber dem Mandat, nachvertraglichen Pflichten, Haftung und dem Berufsrecht.
Kurze Antwort: Darum muss sich der Chaf kümmern und ein stimmiges Gesamtkonzept entwickeln.
[Ironie an]
@tbehrens schrieb:Die Daten aus der Dokumentenablage habe ich auf bereits auf USB gesichert.
Das ist natürlich ein sehr sehr sicheres Archivierungsmedium.
Mein Chef möchte, dass die Daten im RZ gelöscht werden, damit keine weitere Kosten entstehen
Ach Gottchen! Der arme arme Steuerberater.
Sollen wir eine Spendenaktion ins Leben rufen?
Wir sind froh, daß wir auch nach einigen Jahren noch Zugriff haben und deshalb lassen wir die Daten gespeichert. Und trotz der "horrenden Kosten" ist die Kanzlei noch nicht pleite. Jedoch haben uns die älteren Daten schon öfter gerettet oder bei Nachfragen von Ex-Mandanten eine gute Rechnung für die Archiv-Recherche beschert.
Aber wenn dein Chef so arm dran ist würde ich alles bei DATEV löschen. Das spart noch mehr Kosten. Am Besten vorher auf den bereits genutzten USB-Stick sichern. Wenn der voll ist einfach mehrfach verwenden und überschreiben. Spart ebenfalls noch ein paar Cent.
[Ironie aus]
@ennoh schrieb:
Ach Gottchen! Der arme arme Steuerberater.
Sollen wir eine Spendenaktion ins Leben rufen?
Aber wenn dein Chef so arm dran ist
Keine Ahnung, was der unverschämte Ton soll, aber vielleicht können Sie sich gar nicht vorstellen, dass es auch Kanzleien gibt, die inaktive Mandate haben, deren Zahl in die Tausende geht.
Wenn Sie entweder nur eine handvoll Mandanten haben oder in der glücklichen Situation sind, jeden Monat einen vierstelligen Betrag durch den Schornstein zu blasen - Glückwunsch.
Wir löschen die Daten im RZ bei Mandatsbeendigung, da dank PartnerASP ohnehin eine feinmaschige Sicherung der lokalen Daten vorliegt und die Doppelung im RZ für uns da entbehrlich ist.
DUO-Bestände sichern wir entweder ebenfalls als Archiv im ASP oder stellen dem Mandaten einen Datenträger zur Verfügung, mit dem expliziten Hinweis, diese Daten auf ein Medium zu sichern, dass zur dauerhaften Speicherung geeignet ist.
@andrereissig schrieb:
Keine Ahnung, was der unverschämte Ton soll,
Meine Güte, warum denn gleich so gereizt!
Ich hab den Beitrag doch extra als Ironie gekennzeichnet. Letztlich muß jeder selber entscheiden ob gelöscht werden soll oder nicht.
@ennoh schrieb:
Meine Güte, warum denn gleich so gereizt!
Ach, na das macht Ihren
/ironie on
dusseligen
/ironie off
Beitrag gleich viel sympathischer.
Toll, wie das mit der Ironie so funktioniert.
DUO-Bestände sichern wir entweder ebenfalls als Archiv im ASP oder stellen dem Mandaten einen Datenträger zur Verfügung, mit dem expliziten Hinweis, diese Daten auf ein Medium zu sichern, dass zur dauerhaften Speicherung geeignet ist.
Könnten Sie mir bitte sagen wie Sie die DUO Daten auf einen Datenträger zur Verfügung stellen?
@tax schrieb:@andrereissig
Könnten Sie mir bitte sagen wie Sie die DUO Daten auf einen Datenträger zur Verfügung stellen?
In der Regel auf einem USB-Stick.
Wie gesagt: Immer verbunden mit dem Hinweis, dass ein USB-Stick kein dauerhaftes Speichermedium ist und schnellstens auf ein Archivmedium kopiert werden soll.
Oder meinen Sie, wie der Export gemacht wird?
DATEV-Prüfungs-Export mit Belegen:
Export steuerliche Außenprüfung RZ über Bestandsmanagement - DATEV Hilfe-Center
Danke!
Ja ich meinte den Export. Mit diesen Daten kann aber nur der Prüfer etwas anfangen, oder?
@tax schrieb:Mit diesen Daten kann aber nur der Prüfer etwas anfangen, oder?
Ja, richtig. Wir hatten bisher aber auch noch keinen Mandanten, den diese Daten interessiert haben. Das ist reine Vorsorge für eine Prüfung.
Dieses Szenario greift in der Regel ja nur, wenn das Unternehmen endet und es keinen Folgeberater gibt. Ansonsten würden wir ja einen Datenübertrag machen.
Wenn der Mandant also diesen Export will, tut er das, um für den Prüfungsfall gewappnet zu sein.