Mir ist aufgefallen, dass DATEV die Kosten für MyDATEV Kanzlei (Artikel 66021) zum 01.01.2026 um 43% (!) erhöht hat.
Wie ist eine derart maßlose Erhöhung für ein Produkt, das gerade vor 6 Monaten eingeführt wurde, zu rechtfertigen?
DATEV hat dies bei der Einführung "anders rum" begründet.
Der jetzige Preis ist der richtige/geplante/gewollte Preis. Für die Einführungsphase wurde innerhalb der ersten sechs Monate ein Nachlass gewährt.
Auf jeden Fall war der Preissprung zum 01.01.2026 von vornherein angekündigt.
Mit Plattformökonomie. Erst einmal alle Nutzer mit günstigen Preisen locken und an sich binden, auch wenn man dadurch finanzielle Verluste in Kauf nehmen müsste und dann wenn die Abhängigkeiten bestehen die Preise anziehen. Ganz zu beginn war es doch sogar kostenlos, meine ich?
Ist wie an den diversen Bahnhöfen Deutschlands, wo die DATEV-Werbungen hängen. Den ersten Schuss bekommt man gratis angeboten. Geld kostet es erst, wenn man süchtig ist.
Wir warten jedenfalls noch bis zur Einführung ab. Das kostenpflichtige "nachpilotieren" überlasse ich gerne anderen Kanzleien. Wenn die Anwendung vollständig ausgereift ist, kann man immer noch überlegen ob es einem das Geld wert ist.
wie die ganzen "free 2 play" Spiele 😄
Das ist Cloud - und das ist erst der Anfang. Allein die Übermittlungsgebühr ESt hat sich in letzter Zeit mehr als vervierfacht. Ob nun meine Steuern genutzt werden oder nicht...
Ich verzichte auf das MVP "Meine Kanzlei" weil der Preis nicht gerechtfertigt ist.
Vermutlich wurde das wohl vorab "angekündigt". Ich kann das heute nicht mehr nachvollziehen, da ich das Produkt bereits im Mai 2025 bestellt hatte.
Zwischenzeitlich habe ich herausgefunden, dass es unter Art.-Nr. 39109 eine separate DATEV-Preisliste zu "DATEV-Cloud-Anwendungen und Software für die Jahre 2025-2028 für Kanzleien" gibt.
Hieraus ist zu entnehmen, dass sich die Preise für MyDATEV Kanzlei automatisch jedes Jahr zum 01. Januar um weitere 3 % erhöhen werden.
Diesen Automatismus empfinde ich schlimmer als eine Preisindexklausel, die sich ja wenigstens an einem objektiven Preisindex orientiert und die gesetzlichen Vorgaben des Preisklauselgesetzes (PrKG) erfüllen muss.
Ich kann auch keine sachliche Notwendigkeit für einen derartigen Automatismus erkennen. Die DATEV eG ist 60 Jahre lang sehr gut ohne derartige Preiserhöhungsautomatismen klargekommen und musste auch in den vergangenen 60 Jahren ihre Software immer wieder an sich verändernde technische und gesellschaftliche Anforderungen anpassen.
@steuerberaterbalingen schrieb:
Hieraus ist zu entnehmen, dass sich die Preise für MyDATEV Kanzlei automatisch jedes Jahr zum 01. Januar um weitere 3 % erhöhen werden.
Diesen Automatismus empfinde ich schlimmer als eine Preisindexklausel, die sich ja wenigstens an einem objektiven Preisindex orientiert und die gesetzlichen Vorgaben des Preisklauselgesetzes (PrKG) erfüllen muss.
Die Preisindexklausel findet sich zusätzlich in den neuen AGB die wir im vergangenen Jahr abnicken mussten.