Lieber Herr Saulus, StBab 1 hat schon recht mit seiner Kritik. Eine brauchbare Unternehmensplanung ist mittlerweile ein wichtiger Bestandteil der steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Beratung. Seit der Einführung des StaRUG und der Pflicht der Vorhaltung von Krisenfrüherkennungssystemen ist sie ein Muss im Tagesgeschäft, aber die Umsetzung im neuen Programm ist wirklich enttäuschend. Eine Planung besteht nun mal aus Bilanz, GuV und Liquidität, und das wird gar nicht erst angeboten, weil die Bilanz fehlt. Die Liquiditätsplanung ist auch unbrauchbar, sobald man Ist-Monate integriert. Was soll das? Liebe DATEV, stellt doch bitte erst dann um, wenn das neue Produkt auch fertig ist. Eine grüne Banane braucht niemand. Mich ärgert es, wenn ich eigentlich sehr viele Informationen, die ich für eine Planung bräuchte habe, sie aber nicht einfach nutzen kann. Dabei hat die DATEV gegenüber vielen anderen Anbietern von Planungstools eigentlich einen unschlagbaren Vorteil, weil die Planung auf die Buchführung samt OPOS und die Bilanzen und Steuerberechnungen zurückgreifen kann. Darin sind so viele Informationen enthalten, die automatisch übernommen werden könnten... Abschließend sei angemerkt:, dass es angebracht wäre, wenn auch Szenarien oder sogar eine einfache MC-Simulation in der Planung möglich sind - das verlangt der BGH nämlich mittlerweile auch im Rahmen der Risikovorsorge.
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