Guten Tag,
ich nutze seit Anfang des Jahres auf Wunsch meines Steuerberaters Unternehmen Online. Bei mir sind die Module „Bank“ und „Belege“ aktiviert. Ich habe mein Bankkonto verknüpft und sehe auch meine Kontoumsätze, jedoch leider nur rückwirkend bis zum 7. Oktober 2025. Die Kanzlei wünscht sich die Daten rückwirkend bis zum 1. Januar 2024.
Ich habe bereits versucht, mit meiner Bank zu sprechen. Diese versichert mir, dass alle Umsätze abgerufen werden können. Zuvor hatte ich die Umsätze nur mit PIN/TAN abgerufen, was aber auch nur bis zum 7. Oktober 2025 möglich war. Anschließend habe ich das Formular für die Archivierung im Rechenzentrum unterschrieben. DATEV teilt mir mit, dass die Bank die Umsätze bereitstellen muss und es dann kein Problem sei. Mein Bankberater bestätigt, dass die Bank die Daten hat.
Nun habe ich bei der Sparkasse mit einem Mitarbeiter gesprochen, der für die Bereitstellung zuständig ist. Dieser sagte, er würde nachfragen, ob eine Bereitstellung bis zum 1. Januar 2024 möglich sei. Sollte dies der Fall sein, würden jedoch 7 Cent pro Konto und Umsatzbuchung fällig. Dies finde ich etwas viel. Gibt es nicht irgendwie die Möglichkeit, die Umsätze zu importieren? Was bräuchte ich zusätzlich für ein solches Modul? Ich kann die Umsätze in jedem erdenklichen Format erhalten, das ist nicht das Problem.
Mittlerweile bin ich verzweifelt, da das alles sehr kompliziert ist. Als ich vor Jahren meine Banking-Software gekauft und benutzt habe, war es auch kein Problem, alle Umsätze abzurufen.
Kann mir irgendjemand helfen?
Grüße Nicolo
Also grundsätzlich gibt es die Möglichkeit Dateien in Kanzlei Rechnungswesen zu importieren.
Elektronische Bankkontoumsätze über Bankprogramm ohne DATEV-Schnittstelle ... - DATEV Hilfe-Center
Ich habe das vor zwei Wochen bei einem Mandanten gemacht (kein Bank online) und das funktioniert einwandfrei. War allerdings in seinem Fall nur ein Monat.
Ist dieser Datei-Typ.
Wie gesagt, ich habe nur "Belege" und "Bank" benötige ich dafür noch Rechnungswesen?
Nein, die "historischen" Kontoumsätze können zur Zeit nur durch den Berater importiert werden. Import Bankkontoumsatz-Dateien im Format CAMT - DATEV Hilfe-Center
Nachdem dies erfolgt ist, können sie auch alle importierten Kontoumsätze in Bank online sehen.
Moin Moin,
es stimmt schon, Banken, die ältere Umsätze liefern sollen, lassen sich das gerne teuer bezahlen. Und dann ich nicht mal gewährleistet, dass diese direkt in Datev importiert werden können. Wir hatten einen Fall, da wollte die Bank die Daten nur als PDF liefern.
Wenn die Umsätze in ihrer Banking-Software vorhanden sind könnten sie einen Export versuchen. Datev-Format wird wahrscheinlich nicht angeboten (der Königsweg), aber wenn sie die Daten im MT-940 - Format exportieren können, kann ihr Steuerberater diese in Datev einspielen. Nur weil MT-940 nicht mehr benutzt wird, bedeutet das nicht, dass die Funktion in den Banking-Programmen abgeschaltet ist. Haben wir gerade diesen Monat erlebt.
Die wirklich wichtige Frage für die Zukunft ist: Warum klappt der Abruf seit Oktober nicht mehr?
Auch hier aus der Erfahrung: ungefähr zur gleichen Zeit, gab es auch ein Problem bei einem Mandanten (PIN/Tan). Die Bank hat es meines Wissens nie zugegeben, aber es ist etwas verändert worden, deshalb klappte der Abruf nicht mehr. Es hat uns und Mandanten über einen Monat beschäftigt das wieder hinzubiegen. Wie es letztlich gelang haben wir nicht verstanden. Vorausgesetzt, das es dabei etwas zu verstehen gab und es nicht eine Fehlerkorrektur gab.
Wenn ihre Bank Ebics anbietet, sollten sie erwägen dieses zu nutzen. Ja, Banken lassen sich Ebics gerne teuer bezahlen, doch der Wegfall von Ärger und den damit verbundenen Aufwand ist es i.d.R. wert. So meine Erfahrung.
Bei Pin/Tan ist die Schnittstelle zu Datev auch klar definiert. Viele neue Banken haben dafür auch Anleitungen auf ihren Websites veröffentlicht. Wahrscheinlich erfolgte die Einrichtung von ihnen auch danach. Quälen sie dann den Support und eskalieren sie! Wenn sie sich an die Anleitung halten, dann muss es auch funktionieren!
HTH
QJ
Okay, habe ich mir schon gedacht! Mein Stb meinte, es wäre total aufwendig und er müsste sehr viel dabei machen und es würde man nicht bezahlen wollen. In meiner Welt, muss man doch das Exportierte doch einfach Hochladen und es ist da. Ich kann dann meine Belege dazu packen und fertig.
Ich glaube, es gab ein Missverständnis. Ich kann die Umsätze erst ab dem 7. Oktober 2025 abrufen. Leider ist es mir nicht möglich, die Umsätze vor diesem Datum zu erhalten.
Wenn die Umsätze im Format Camt.053 v8 vorhanden sind (kann man auch mit entsprechenden Tools von CSV oder MT940 dahin konvertieren) dauert der Import keine 5 Minuten. Ihr StB soll die Umsätze importieren und nicht abtippen 😉
Klick-Tutorial für den Import https://datev.readyplace.net/public/tutorial/69270370aee3905dc00d6469?op=start
@Nicolo ,
speziell bei der hiesigen Sparkasse war es immer besonders einfach, rückwirkend an Bankumsätze heranzukommen, ganz einfach mit der Bankingsoftware, z.B. mit "ProfiCash", bis zu 2 Jahre rückwirkend.
Diese Bankumsätze konnte/kann man aus "Profi-Cash" heraus im MT940-Format exportieren und in der Steuer-Kanzlei in "Kanzlei-REWE" importieren.
... "a small step for a Datev-Kanzlei, but a giant leap for Buchführung" (frei nach Neill Armstrong) 😎
... der Mandant hätte nur ein paar 'Handgriffe' zu erledigen, ebenso die Datev-Steuerkanzlei
... aber "was der Bauer nicht kennt, ..."
Wie gesagt, die Daten habe ich. Meine frage war wie kommt das in DATEV rein. Mein Stb ist da aber gerade dran, sobald ich mehr weiß, werde ich Berichten.
@Nicolo schrieb:Wie gesagt, die Daten habe ich. Meine frage war wie kommt das in DATEV rein. Mein Stb ist da aber gerade dran, sobald ich mehr weiß, werde ich Berichten.
... wie die Bankumsätze 'in DATEV rein kommen', ist für den Mandanten eigentlich ziemlich uninteressant, weil er diese 'paar Handgriffe' der Kanzlei überlassen muss
Der Mandant kann die Bankumsätze zwar gerne bereitstellen, z.B. im MT940-Format, aber einspielen kann er sie nicht selbst.
Das geschieht nämlich per "Kanzlei Rechnungswesen"
Direkt in "Unternehmen Online" können solche Bankumsätze nicht eingespielt werden
Die Formulierung "Mein Stb ist da aber gerade dran" klingt, als ob dieses Einspielen evtl. nicht zu den Routinearbeiten in der Kanzlei gehört, ...
... sonst würde man nicht lange darüber reden, sondern gleich machen,
... aber wie so oft: man kann nicht alles schonmal gemacht haben ...
... und muss dann eben erstmal den richtigen Workaround oder das richtige Hilfedokument finden