Ich bin gerade dabei eine neue RDP Server-Farm mit Windows Server 2025 aufzubauen.
Internet Zugang erfolgt über DATEVnet.
Als Office Version wird Microsoft 365 Business Premium eingesetzt, soweit läuft alles.
Was ich aber nicht hin bekomme, ist ein E-Mail Konto in Outlook für unseren Exchange 2019 Server einzurichten, wenn DATEVnet aktiv ist.
Ohne DATEVnet, also direkter Zugang zum Internet funktioniert es ohne Probleme.
Auch der Zugriff auf OWA funktioniert, egal ob mit oder ohne DATEVnet.
Die follgenden Einträge in der Registrierung sind gesetzt, bringen aber keinen Erfolg.
HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Microsoft\Office\16.0\Outlook\Autodiscover
ExcludeExplicitO365Endpoint 1
ExcludeHttpsRootDomain 1
Hat evtl. jemand eine Idee, was noch eingestellt oder angepasst werden muss?
Beitrag zu Technisches zu Software verschoben von @Christina_Schulze
Vielleicht hilft DATEV Hilfe-Center, Dok.-Nr. 1000109 ?
Hast Du mal parallel die KI gefragt?
Outlook nutzt Autodiscover über DNS.
Teste auf dem RDS-Server mit aktivem DATEVnet:
nslookup autodiscover.deinedomain.de
und
nslookup mail.deinedomain.de
Wichtig:
Wenn DATEVnet hier andere DNS-Antworten liefert, funktioniert Outlook-Autodiscover nicht korrekt.
Outlook bietet einen eingebauten Test:
Haken entfernen bei:
Nur Autodiscover aktiv lassen.
Dann prüfen:
Bei Hybrid / M365 Umgebung fehlen häufig weitere Ausschlüsse.
Zusätzlich setzen:
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\16.0\Outlook\AutoDiscover
ExcludeScpLookup = 1
ExcludeHttpsAutoDiscoverDomain = 1
ExcludeSrvRecord = 1
Typisches Setup für Exchange On-Prem + M365 Lizenz:
ExcludeExplicitO365Endpoint = 1
ExcludeHttpsRootDomain = 1
ExcludeHttpsAutoDiscoverDomain = 1
ExcludeSrvRecord = 1
Danach Outlook neu starten.
DATEVnet arbeitet häufig mit:
Outlook Autodiscover nutzt:
https://autodiscover.domain.de/autodiscover/autodiscover.xml
Wenn der Proxy diese Anfrage blockiert oder umschreibt, schlägt die Einrichtung fehl.
Test:
https://autodiscover.domain.de/autodiscover/autodiscover.xml
im Browser öffnen.
Erwartetes Ergebnis:
Wenn stattdessen kommt:
→ DATEVnet blockiert Autodiscover.
In der Domäne nutzt Outlook zuerst SCP aus Active Directory.
Auf dem Exchange Server prüfen:
Get-ClientAccessService | fl AutoDiscoverServiceInternalUri
Erwartet:
https://mail.domain.de/autodiscover/autodiscover.xml
Wenn dort ein falscher Name steht → Outlook findet Exchange nicht.
Auf RDS passiert oft folgendes:
Outlook versucht zuerst:
autodiscover-s.outlook.com
und bleibt dort hängen.
Deshalb ist dieser Key oft entscheidend:
ExcludeExplicitO365Endpoint = 1
Den hast du bereits korrekt gesetzt.
Testweise Profil manuell erstellen:
Systemsteuerung
Mail
Profile
Manuelle Konfiguration
Exchange Server
Server eintragen:
mail.domain.de
Wenn das funktioniert → Problem nur Autodiscover.
Meine Vermutung (90%)
Das Problem ist sehr wahrscheinlich:
DATEVnet DNS oder Proxy beeinflusst Autodiscover.
Typische Fälle:
💡 Wenn du möchtest, kannst du mir kurz sagen:
nslookup autodiscover.domain.de
mit aktivem DATEVnet?
Dann kann ich dir ziemlich genau sagen, wo das Problem liegt.
DATEVnet + Exchange OnPrem + M365 sehe ich leider relativ häufig.
Danke für die ausführlichen Lösungsansätze.
Der Exchange ist bei uns lokal installiert und nur intern erreichbar (von extern nur per DATEVnet online und per VPN Tunnel also quasi auch lokal).
Die Mails bei DATEVnet werden per POP3 Connecter abgerufen und in die entspechenden Postfächer verteilt.
Ich werde die Tests am WE durcharbeiten und melde mich wieder.
jetzt bin ich schon mal ein bischen weiter.
Die nslookup Befehle lieferten alle die benötigten/erwarteten Ergebniss, Servername und IP Adressen stimmen.
Auch der Befehl Get-ClientAccessService | fl AutoDiscoverServiceInternalUri liefert die korrekte Antwort.
Nachdem ich die zusätzlichen Reg Einträge gesetzt habe, bekomme ich das Konto zumindest über die manuelle Konfiguration mit Auswahl Exchange eingebunden.
Vermutlich wird es funktionieren, sobald Autodiscover korrekt konfiguriert ist. Alternativ am Client neben den obigen Anpassungen noch
HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Microsoft\Office\16.0\Outlook\Autodiscover
ExcludeExplicitO365Endpoint 1
ExcludeHttpsRootDomain 1
excludescplookup 0
excludehttpsrootdomain 1
excludehttpsautodiscoverdomain 1
excludehttpredirect 1
excludesrvrecord 1
disableautodiscoverv2service 1
setzen. Evtl. muss/müssen zusätzlich noch der/die FQDN/s der virtuellen Verzeichnisse noch in die Proxyausnahmen an den Clients.
Warum betreibt man einen nicht weiter supporteten Exchange 2019 wenn man im Rahmen von Business Premium Exchange online zahlt?
(Btw.: Pop Konnektor und Pop Postfächer bei DATEVnet abschaffen und DATEVnet Direktmail nutzen!)
@janm schrieb:
Warum betreibt man einen nicht weiter supporteten Exchange 2019 wenn man im Rahmen von Business Premium Exchange online zahlt?
Nur die Chefs und Berater haben eine Business Premium Lizenz, alle anderen nur Apps for Enterprise, ausserdem möchte ich aktuell keine Daten unnötig nach Entenhausen verlagern.
Nachher gibt es hier auch noch Strafzölle.
Das Update auf Exchange SE ist auch schon in Planung, ist ja eh nichts anderes als ein anders lizensierter Exchange 2019 CU15.
@janm schrieb:
(Btw.: Pop Konnektor und Pop Postfächer bei DATEVnet abschaffen und DATEVnet Direktmail nutzen!)
Die Chefs möchten in der Zeit von 9:00 bis 11:00Uhr keine E-Mails empfangen (Zeitmanagement, nicht diskutierbar) Afaik ist das mit DATEV Direktmail nicht realisierbar, und ausserdem kostet es wieder Geld.
Welchen Vorteil haben denn in dem Zusammenhang die Business Premium Lizenzen? Bzw. was wird daraus genutzt?
Teams
und die beiden Lizenzmodele wurden gewählt wegen der Aktivierung in der RDP Umgebung, das ist auch der Grund für den Wechsel auf 2025.
Stand jetzt wird ab Oktober die Aktivierung auf Server 2022 nicht mehr möglich sein.
Teams ohne Hybridbereitstellung für die Kalenderintegration ist aber auch nicht wirklich komfortabel. (Evtl. legt man sich ohne Hybridbereitstellung auch jetzt schon Steine für später in den Weg, falls man Gefallen an den M365 Services findet bzw. "Interessante Dinge" eben nicht möglich sind.)
Wenn es ausschließlich um Teams geht, wäre die Kombination aus Apps for Enterprise + Teams Essentials vermutlich günstiger und man könnte das Office Paket aller User per Richtlinien verwalten. Business Premium unterstützt halt keine Möglichkeit sinnvoll verwaltet zu werden.
(Microsoft hat für Server 2016 / 2019 den Support der M365 Apps bis Oktober 2028 (unter gewissen Bedingungen) verlängert. DATEV hat hier ebenfalls für Office entsprechend mitgezogen. Ich würde _vermuten_, dass das auch für Server 2022 passiert.)