Hallo Zusammen,
ich hab schon einige Datev Updates hinter mir, aber da ich zuletzt ein paar mal gestolpert bin, muss ich mich doch nochmal wegen der Vorgehensweise versichern:
Wir haben bei einem Kunden einen Datev Server und zwei Terminalserver.
Wenn jetzt ein Datev update ansteht, dann ist es so gedacht, dass alle Kunden auf dem Terminalserver 2 arbeiten und der TS1 frei bleibt. Dann wird das Update auf Datev Server und TS1 eingespielt.
An einem zweiten Termin sind dann alle auf dem TS1 und das Update am TS2 wird nachgeholt.
Ist das so möglich? Ich hätte jetzt am Datev Server das Update gestartet (Nicht Netzweit). Dann sollte sich ja nur der Datev Server aktualisieren. Danach hätte ich am TS1 über das Netzlaufwerk die Aktualisierung durchgeführt.
Somit sollte am TS2 ja nicht automatisch ein Update erfolgen, korrekt?
Entschuldigt bitte mein blödes Gefrage. Falls ich falsch liege bitte um Anleitung, weil wenn ich das Update durchführe und beide TS machen gleich automatisch das Update steht beim Kunden der Betrieb still...
Vielen Dank!
Gruß Steffen
Gelöst! Gehe zu Lösung.
@STF schrieb:Falls ich falsch liege bitte um Anleitung, weil wenn ich das Update durchführe und beide TS machen gleich automatisch das Update steht beim Kunden der Betrieb still...
Gruß Steffen
Das o.g. Vorgehen ist komplett falsch!
DATEV Hilfe-Center, Dok.-Nr. 1070820
Okay gut zu wissen.
Danke für den Link zur Anleitung, aber das beantwortet leider nicht alles.
Heißt das, dass ich erst den Datev Server aktualisiere und danach eine Netzweite Aktualisierung aller Clients (TS1 und TS2) durchführen muss (Ergo: Update nur z.B. des TS1 ist nicht möglich)?
Mir ist klar, dass Datev während dem Update nicht genutzt werden kann. Mir geht es nur darum, dass der Kunde während dem Update zumindest alle nicht-Datev-Programme nutzen kann. Daher die Idee mit erst nur Update des Datev Server und des einen TS, danach nachziehen des Updates am zweiten TS.
@STF schrieb:Danke für den Link zur Anleitung, aber das beantwortet leider nicht alles.
Heißt das, dass ich erst den Datev Server aktualisiere und danach eine Netzweite Aktualisierung aller Clients (TS1 und TS2) durchführen muss (Ergo: Update nur z.B. des TS1 ist nicht möglich)?
ja, siehe 3.1
@STF schrieb:Mir geht es nur darum, dass der Kunde während dem Update zumindest alle nicht-Datev-Programme nutzen kann. Daher die Idee mit erst nur Update des Datev Server und des einen TS, danach nachziehen des Updates am zweiten TS.
Die evtl. Neustarts der einzelnen TS werden es einem verleiden.
@STF schrieb:Mir ist klar, dass Datev während dem Update nicht genutzt werden kann. Mir geht es nur darum, dass der Kunde während dem Update zumindest alle nicht-Datev-Programme nutzen kann.
Irgendein Dödel drückt dann doch wieder auf Datev Arbeitsplatz!
@STF: So schön Ihre Idee auch ist aber dann machen Sie die Updates in Ruhe an einem Samstag und lasen sich das bezahlen oder immer an einem FR Nachmittag, weil viele Kanzleien FR einen kurzen Tag haben.
Ich aktualisiere den DATEV Server zu erst durch inkl. aller Neustarts und fange dann an meine 5 RDS zu aktualisieren. Da ich mit netzweiten Aktualisierungen nicht so gute Erfahrungen gemacht habe, packe ich alle 5 Server von Hand gleichzeitig an. Die Datenanpassung gibt es auch noch. Dann muss am besten am DATEV Server auch alle Programme drauf, dass man an dem die Datenanpassung startet, während man TS1 und TS2 aktualisiert, dass man gleichzeitig fertig wird. Ob das so sinnig ist, weil beim Update des DATEV Servers auch alles sehr viel länger dauert ...
Meist stehen auch noch andere Updates an, die man gleich mitmachen kann: Windows, PDF Software, Belegtransfer, caseware, audicon, ...
Ist das alles durch, gebe ich alles zum Arbeiten frei. Und dass alle User auf TS1 arbeiten sollen statt verteilt, spricht dafür, dass man die Rechenpower immer doppelt zur Verfügung haben muss. Zumal pro TS DATV nur max. 12 User empfiehlt.
... da möchte ich noch einen kurzen peer-to-peer-Installationstipp ablassen und die Routine "Server first" unterstützen:
Die netzweite Installation, ausgelöst am Quasiserver, startet an sich recht gut, aber einer oder auch mal zwei Stationen blieben im Dornröschenschlaf und die Installation startete einfach nicht.
Die Plätze wieder mit der guten "datevinesmasterinfo" auftragsbefreit; netzweite Installation abgeschlossen markiert und anschließend den fehlenden Arbeitsplatz am selbigen installiert; oftmals zickte es hier auch dann weiter hier und da.
Ich bin dazu übergegangen, erst die Arbeitsplatz-Installation am Quasi-Server (mein Arbeitsplatz) komplett laufen zu lassen und abzuschließen.
Anschließend starte ich vom Quasi-Server eine netzweite Aktualisierung und dieser startet sofort und jubelt seine Routinen durch um seine Installation gleich als abgeschlossen zu signalisieren.
Gleichzeitig oder auch schon zuvor, starten die anderen Arbeitsplätze parallel und installieren durch, was im Resultat druchgängig zu "grünen Haken" und "grünen Lampen" führt.
Da entwickelt sich richtige Freude an der Installation. Bleibt zu hoffen, dass die "nächste Große" auch so charmant durchläuft...
... wenn ich die Client-PCs vor der netzweiten Aktualisierung (im Client-Server-Netz) neu boote, melden sie sich automatisch an, ansonsten stellen sie sich teilweise taub und 'rühren' sich nicht.
... 'altersrenitent' können sie nicht sein, da es noch sehr 'junge' PCs sind 😄
Ja, das mache ich generell, hat aber bei mir nicht abgeholfen 😐
Sind zwar nicht mehr die Jüngsten, aber arbeiten noch ganz flott, weshalb ich vor einer Durcherneuerung bisher absah.
Das Update besteht aus drei Schritten:
1. Bereitstellen der Installationsdaten
2. Installation der Anwendungen
3. Anpassung der Daten.
Wann kann mit alten Geräten weiter gearbeitet werden?
1. dieser Vorgang stört nicht und läuft normalerweise automatisch ab.
2. Im Prinzip könnte während der Programminstallation eines Gerätes auf anderen Geräten produktiv gearbeitet werden. Da die eigentliche Installation jedoch nur 10 Minuten dauert, ist dieses Vorgehen sinnfrei.
3. Sobald von dem neuen Gerät auch nur ein einziger Datenzugriff erfolgt oder gar die Datenanpassung angestoßen wird, darf niemand mehr im System sein, da sonst entweder die Datenanpassung in einen bösen Fehler läuft, oder einfach nur die Mitarbeiter aus dem System gekickt werden. Es gibt Admins, die bestehen aus langjähriger Erfahrung auf einen Server- Neustart bevor sie die DATEV- Installation starten. (Problem: Irgendwelche gesperrten Dateien)
Trotz korrektem Vorgehen kann es bei der Datenanpassung immer zu Fehlern kommen.
Daher ist es eigentlich ein Muß, vor der DATEV- Installation noch eine Datensicherung zu erstellen.
Da die Down- Zeit für die Installation vielleicht 2 Stunden beträgt, ist ein Shutdown der Kanzlei vertretbar.
Danke für die vielen Rückmeldungen!
Also bei mir betrifft es keine Kanzlei, sondern einen Betrieb mit 20 Mitarbeitern, welcher dann komplett steht.
Ich glaube ich werde jetzt wie folgt vorgehen:
Terminalserver 1 mit Datev
Terminalserver 2 Deinstallation von Datev
-> Somit können die User während dem Datev Update auf TS2 arbeiten und die, die das Datev nach dem Update benötigen können dann auf den Terminalserver 1 zurück wechseln.
Ich denke, dass dies am Sinnvollsten ist, da eh nicht alle Mitarbeiter das Datev benötigen bzw überhaupt Zugriff haben.
@STF .
... es ist keine gute Idee, ausdrücklich entgegen den Datev-Vorgaben zu installieren.
... und es macht nicht den Eindruck, als ob Sie genau wüssten, was während einer Datev-Aktualisierung so alles in den Rechnern und im Server 'passiert'.
Gelegentlich bringen Mandanten Ihre PCs in die Kanzlei, weil sie zwischen zwei Stühlen hängen und der Arbeitsplatz nach einem 'Selbstversuch' nicht mehr startet.
@STF schrieb:Danke für die vielen Rückmeldungen!
Also bei mir betrifft es keine Kanzlei, sondern einen Betrieb mit 20 Mitarbeitern, welcher dann komplett steht.
Ich glaube ich werde jetzt wie folgt vorgehen:
Terminalserver 1 mit Datev
Terminalserver 2 Deinstallation von Datev
Vergessen Sie den Fileserver nicht......
Und beim Deinstallieren von TS2 bitte nicht die Datenpfade löschen, die im Netz liegen. Das könnte sonst Ärger geben.
Okay, das mit den Datenpfaden verunsichert mich jetzt etwas und in der InfoDB habe ich jetzt nicht passendes gefunden...
Gibt es eine Anleitung zur deinstallation? Oder muss ich einfach normal wie jede andere Software deinstallieren?
Ja ich bin Anfänger und habe abgesehen von Datev Updates bisher nur wenig gemacht und 'nur' eine Einstiegsschulung (Installation und Pflege der DATEV-Programme im Netzwerk für Einsteiger) hinter mir.
@STF schrieb:
Gibt es eine Anleitung zur deinstallation?
Ich glaube ich werde jetzt wie folgt vorgehen:
Terminalserver 1 mit Datev
Terminalserver 2 Deinstallation von Datev
-> Somit können die User während dem Datev Update auf TS2 arbeiten und die, die das Datev nach dem Update benötigen können dann auf den Terminalserver 1 zurück wechseln.
Ich denke, dass dies am Sinnvollsten ist, da eh nicht alle Mitarbeiter das Datev benötigen bzw überhaupt Zugriff haben.
Die Mitarbeiter, die mit DATEV arbeiten werden fluchen, wenn sie dauernd wechseln müssen.
Email und Datev auf unterschiedlichen TS... Na Super... man arbeitet eigentlich im Vollbild auf einem TS und möchte nicht wechseln.
Es ist immer unkollegial, wenn sich alle Mitarbeiter an den Admin und seine Vorgaben anpassen müssen.
Auch bietet der TS II ein Backup, wenn der TS I technisch bedingt ausfällt.
Wo war nochmals das Problem, mit den beiden TS?
Haben sie einen Admin, der nur während der Woche vormittags installieren kann?
PS: Kleine Updates, wie das super- dringende Lohn- Hotfixe kann man auch einmal on the Fly manuell während der Arbeit erledigen, wenn alle Anwender diese Anwendung verlassen haben.
Es ist eine Firma in der fast rund um die Uhr gearbeitet wird und daher kaum ein Zeitraum zu finden ist, wo die komplette Serverlandschaft gewartet werden kann.
Bezüglich Admin: Ich bin der Admin 😄 Arbeite im Systemhaus, was den Kunden in IT Fragen betreut.
Ich kann schon am Wochenende ein Update durchführen, nur ist der Kunde nicht unbedingt dazu bereit den Zuschlag zu zahlen 😉
Der Wechsel der User zwischen den TS ist kein Problem...Bezüglich Email und Datev auf unterschiedlichen TS haben Sie das falsch verstanden:
Beide TS sind mit allen Programmen ausgestattet, abgesehen von Datev (Nur auf TS1). Mitarbeiter die Datev benötigen arbeiten regulär auf dem TS1, die restlichen Mitarbeiter sind auf beide TS verteilt, da es für diese Datev irrelevant ist.
Während einem Datev Update melden sich dann alle am TS2 an und können so arbeiten (abgesehen von Datev).
Es ist keine Kanzlei, die zu 100% nur in Datev arbeitet. Es ist eine Firma in der wenige Mitarbeiter teilweise in Datev arbeiten müssen.
Das Problem liegt nicht beim TS sondern bei den Datenhaltungs- und Kommunikationskomponenten, auch bekannt als Fileserver (die Maschine auf der die DATEV MSSQL Instanz läuft) und Kommunikationsserver, evtl. auch noch der Lizenzserver von DATEV. Die Letztgenannten werden eigentlich nicht auf einem TS installiert (dann wäre das TS konzept irgendwie sinnlos). So weit vorweg.
Zum Update. Es ist kein Problem einen TS mit dem Update zu versorgen, der Neustart ist für den Rest der Belegschaft durch einen Wechsel auf den 2. TS zu verschmerzen. Jetzt sind aber noch die verweg genannten Komponenten mit dem Update zu versorgen. Sind die auf einer eigenen Maschine installiert ist alles in Ordnung, dann können nur die DATEV Nutzer auf dem 2. TS nicht mehr mit DATEV arbeiten, Grund sind die Versionskonflikte in den Datenbanken, der fällige Neustart würde nicht stören da ja nur DATEV Nutzer betroffen sind. Laufen auf diesem Server noch andere lebensnotwendige Programme möchte ich nicht der beratende Systempartner sein, der hat nämlich schlicht schlecht beraten - DATEV beharrt auf dem Neustart.
Ist das erledigt wird der 2. TS mit dem DATEV Update versorgt.
Die Quintessenz: die DATEV Datenhaltung verhindert den unterbrechungsfreien Betrieb der DATEV Software bei einem Update. Wird das im Vorfeld einer Installation in einem Betrieb nicht beachtet hat ein EDV Berater seine Hausaufgaben nicht gemacht.
@STF schrieb:Es ist eine Firma in der fast rund um die Uhr gearbeitet wird und daher kaum ein Zeitraum zu finden ist, wo die komplette Serverlandschaft gewartet werden kann.
Das scheint das grundlegende Problem zu sein, @STF , oder?
Wie machen Sie denn Windows-Updates oder ähnliche Systemarbeiten an den betroffenen Servern?
Ich kann schon am Wochenende ein Update durchführen, nur ist der Kunde nicht unbedingt dazu bereit den Zuschlag zu zahlen 😉
Dann setzt der Kunde irgendwie falsche Prioritäten. Was ist denn teurer, Stillstand mangels Zeitfenster für die DATEV-Updates und dann veraltete DATEV-Programme oder mal 1-2 Stunden Wochenendzuschlag?
Das muss dem Unternehmer doch eigentlich klar sein....., oder?
Korrekt Herr Hofmeister, das ist das eigentliche Problem. Windows Updates usw. werden von uns automatisch über ein Patchmanagement System über Nacht erledigt, nur Datev braucht hier eben zwingend ein manuelles Update.
Manche Kunden lernen es immer erst, wenn es einmal knallt...da kann man vorher noch so davor warnen...
Gut, ich hab für den Kunden die akzeptable Lösung gefunden: Datev nur auf separatem (Datev-)Fileserver + TS1. TS2 dann halt ohne Datev...Kunde ist happy und das ist das Wichtigste 😉
Danke nochmal allen für den vielen Input!