@petermäurer schrieb:Also, "Auf in die Cloud" 😀
Ist der Fall aus Frankreich mit Deutschland vergleichbar?
Aber, auch nicht besser:
"Ist der Fall aus Frankreich mit Deutschland vergleichbar?"
Meine Abneigung gegen die Zwangscloud beruht u.a. darauf, daß sich ein Angriff dort lohnt. Datev hat gewiß bessere Sicherheitsmaßnahmen als ich (die hatten die Franzosen auch). Aber weil ein Angriff so viel lohnender ist, kann der Angreifer (staatlich, kriminell) auch viel mehr eigene Ressourcen aufwenden, zum Beispiel konkretes Social Engineering bei Personal.
@andreashofmeister schrieb:
Ist der Fall aus Frankreich mit Deutschland vergleichbar?
noch nicht ganz, aber ich sage nur "digitaler Führerschein" und "digitale Kfz-Papiere", dann noch die Pflicht bei künftigen Personaldokumenten (Reisepass und Personalausweis) digitale Lichtbilder vorzulegen.
Ich habe nur eingeschränkt die Hoffnung, dass entsprechende Sicherheitsstandard implementiert werden (können).
Damit es auch nicht wirklich langweilig wird.
Diese komplexe Methode scheint erfolgreich zu sein:
How UNC6692 Employed Social Engineering to Deploy a Custom Malware Suite | Google Cloud Blog
Der vorbereitende Angriff erfolgt über TEAMS.
... liest sich fast wie eine Anleitung, wie man Malware in Eigenregie 'unter die Leute bringen' könnte.
Allerdings müsste man dafür ziemlich viel kriminelle Energie haben bzw. aufwenden.
... bei dieser Gelegenheit ist mir der folgende (sprachlich ziemlich witzige) Link aufgefallen
The German Cyber Criminal Überfall: Shifts in Europe's Data Leak Landscape
... sieht aus, als ob man in den USA nicht nur das Wort "Sauerkraut" sondern auch den Begriff "Überfall" in den allgemeinen Grundwortschatz aufgenommen hat 😅
@vogtsburger schrieb:
The German Cyber Criminal Überfall: Shifts in Europe's Data Leak Landscape
Einerseits schön zu lesen, dass Grund für die vermehrten Angriffe der Status als fortschriftlicher Wirtschaftsraum in Europa ist; andererseits macht nachdenklich, dass die Tools der Cyberkriminellen immer besser werden und daher die bisherige Sprachbarriere ihre Wirksamkeit verliert; auch der Umstand, dass sich wohl 96% aller Angriffe gegen mittelständische Unternehmen richten - auch als Einfallstor für Angriffe gegen Konzerne, sollte zu denken geben.
@petermäurer schrieb:"Ist der Fall aus Frankreich mit Deutschland vergleichbar?"
Meine Abneigung gegen die Zwangscloud beruht u.a. darauf, daß sich ein Angriff dort lohnt. Datev hat gewiß bessere Sicherheitsmaßnahmen als ich (die hatten die Franzosen auch). Aber weil ein Angriff so viel lohnender ist, kann der Angreifer (staatlich, kriminell) auch viel mehr eigene Ressourcen aufwenden, zum Beispiel konkretes Social Engineering bei Personal.
Die Überlegung scheint für Deutschland nicht zu gelten, wenn 96% der Angriffe sich gegen Unternehmen mit weniger als 5.000 MA richten; zumindest wenn der Bericht der Google Threat Intelligence Group, den @vogtsburger verlinkt hat zutreffend ist.
@agmü schrieb:
der Status als fortschriftlicher Wirtschaftsraum in Europa
Wenn sich das bloß auch in der Infrastruktur und öffentlichen Verwaltung widerspiegeln würde … 😕
Stattdessen will die Union eine strikte Sparpolitik für mehr Wachstum. Keine Ahnung, wie das funktionieren soll. Aber ich habe ja auch nicht die Wirtschaftskompetenz der Union.
" Instead, its sustained appeal to extortion groups is driven by its status as an advanced European economy with an increasingly digitized industrial base."
heißt es im Artikel. Mit anderen Worten, ohne die (teilweise, hier konkret Datev) aufgezwungene Digitalisierung (Sie erinnern sich, ich bin seit 1975 computermäßig unterwegs), wäre es nicht so einfach.
Im übrigen liegen zwischen einem Mittelständler mit mehreren 1.000 Mitarbeitern und einer Steuerkanzlei Welten. Ich bin nicht gegen Digitalisierung, ich bin gegen Zwang dazu (oder zu irgend etwas anderem).
Naja, je weniger (Steuerzahler)Geld der Staat verballert, umso mehr können die Privaten das Geld sinnvoll investieren.
Scheint mir einsichtig, jegliche sozialistischen Experimente sind meines Wissens gescheitert.
Wenn aber an allen Ecken und Enden in den Sozialversicherungen gespart werden soll, werden die Bürgerïnnen das Geld deutlich mehr beisammen halten und für die Zukunft beiseite legen. Und weniger Konsum bedeutet weniger Wachstum.
Besser keine VWL. Aber Wachstum entsteht aus Investitionen.
Das ist in einem geschlossenen System (Deutschland 30er) vielleicht anders. Da baut man Panzer (Konsum!), das Geld bekommt der Unternehmer, der bezahlt seine Leute, die kaufen beim Bäcker etc. etc. Hoher Multiplikator.Die frech gedruckte Mark läuft vielleicht 10x um und erzeugt Wachstum (mE trotzdem nicht nachhaltig)
Wenn das Sytem offen ist, verschwindet ein Großteil des Geldes im Ausland (China + Herkunftsländer der Immigranten) und kurbelt dort das Wachstum an. Der frech gedruckte Euro verpufft.