Hallo,
wir haben gerade eine Lohnsteuer-Außenprüfung bei einem Mandanten am Laufen. Leider sind bei der Firmenwagenbesteuerung starke Differenzen bei der Umsatzsteuer-Verprobung aufgetreten. Die Werte aus dem Lohnprogramm sind niedriger, als diejenigen, welche in die Fibu eingespielt wurden. Ich habe bei den E-Autos und E-Bikes alles nach Anleitung eingegeben.
Hat da jemand Erfahrung damit?
Gelöst! Gehe zu Lösung.
Wenn alles richtig nach den Anleitung eingegeben wurde, kann die Differenz doch nur die ganz normale USt-Differenz sein, die durch die unterschiedliche BMG im Lohn zur USt entsteht.
Siehe: Umsatzsteuerdifferenz buchen bei Elektro-Firmenwagen und Firmenrädern in LODAS
Unter 3.1.2 ist auch ein Beispiel der Berechnung und Verbuchung. Vielleicht hilft es ja weiter.
Beim Lohn gilt die 1% /0,5%/0,25% Regelung
Bei der Umsatzsteuer aber die 1% Regel
Daher wenn das nicht beachtet wurde kommt es zwingend zur Differenz. Wenn es beachtet wurde gibt es die normale Ust-Differenz die dann hoffenltich korrekt verbucht wurde. Anleitung hatte meine Vorrednerin bereits verlinkt.
Wie schon gesagt, ich habe alles nach Anleitung eingegeben und ich habe trotzdem Differenzen.
@HB7 schrieb:Wie schon gesagt, ich habe alles nach Anleitung eingegeben und ich habe trotzdem Differenzen.
Nun ja, das ist eine sehr 🤔 ... allgemeine verzweifelte(?) Aussage, mit der so wahrscheinlich hier niemand konkreter helfen kann.
Ich versucher es trotzdem mal:
Wieviele Mitarbeiter mit Dienstwagen- bzw. -fahrradnutzung haben Sie denn?
Ggf. holen Sie sich über das Datenanalysesystem mal den Buchungsbeleg (aufgegliedert nach Mitarbeitern) und vollziehen einmal beispielhat die Buchungen für einen einzelnen Mitarbeiter nach.
Vielleicht erkennen Sie darin schon ein Muster, welches dann die gesamten Differenzen erklärt.
Wie hoch sind denn die Differenzen auf den einzelnen Fibukonten?
Da haben Sie recht, sehr verzweifelt. Weil ich es mir einfach nicht erklären kann. Die Differenzen belaufen sich pro Jahr zwischen 2.500 Euro und 3.100 Euro brutto, d.h. es ergibt sich jährlich eine Umsatzsteuernachzahlung zwischen 400 und 700 Euro.
Es sind 4 Mitarbeiter.
Wie funktioniert das Datenanalysesystem? Gibt es dazu auch eine DATEV-Anleitung?
@HB7 schrieb:
Es sind 4 Mitarbeiter.
Dann nähern wir uns schon dem Problem ;). Wieviele der Mitarbeiter haben denn ein JobRad? Wieviele der Mitarbeiter haben einen Dienstwagen, für den die Bemessungsgrundlage nicht 1% vom Bruttolistenpreis ist, sondern weniger?
Aktuell sind es 8 AN, davon 3 mit E-Bike, 2 mit E-Auto und 1 mit normalem Pkw.
Guten Morgen,
ich hatte gestern Abend zwar ein Gute-Nacht-Bier, fühle mich heute früh dennoch körperlich und geistig fit. Ich kann ihre für mich widersprechenden Aussagen leider nicht zusammenbringen:
Meine Frage in Nachricht 5: Wieviele Mitarbeiter mit Dienstwagen- bzw. -fahrradnutzung haben Sie denn?
Ihre Antwort in Nachricht 6: Es sind 4 Mitarbeiter.
Mein (zwei!) Nachfagen in Nachricht 7: Wieviele der Mitarbeiter haben denn ein JobRad? Wieviele der Mitarbeiter haben einen Dienstwagen, für den die Bemessungsgrundlage nicht 1% vom Bruttolistenpreis ist, sondern weniger?
Ihre (eine!) Antwort in Nachricht 8: Aktuell sind es 8 AN, davon 3 mit E-Bike, 2 mit E-Auto und 1 mit normalem Pkw.
Wenn ich schon bei der Addition im Einerbereich scheitere, fühle ich mich leider nicht in der Lage, bzgl. der Buchungslogik/Differenzenfindung weiterzuhelfen. 🤔
(Nach meinem Verständnis entsteht (nach Ihrer letzten Antwort) eine USt-Differenz für maximal 5 Fahrzeuge (3 JobRäder plus 2 E-Autos). Für den einen "normalen" Pkw könnten Sie nun als erstes hingehen und prüfen, ob dort die Werte bzgl. der USt stimmen. Dann können Sie sich schrittweise den anderen fünf "besonderen" Fahrzeugen widmen.)
Kann bitte ein anderer aus der Community übernehmen?
Vielen Dank für Ihre Mühe.
Könnten Sie mir trotzdem noch sagen, wie das Datenanalysesystem funktioniert? Wo finde ich es und gibt es eine Anleitung von DATEV dazu?
@lohnexperte schrieb:
Ihre (eine!) Antwort in Nachricht 8: Aktuell sind es 8 AN, davon 3 mit E-Bike, 2 mit E-Auto und 1 mit normalem Pkw.
Du hast jetzt die Antwort wieviele es aktuell sind, jetzt musst Du noch fragen wieviele es im Prüfungszeitraum gibt. ^^
@HB7 schrieb:Vielen Dank für Ihre Mühe.
Könnten Sie mir trotzdem noch sagen, wie das Datenanalysesystem funktioniert?
Gib in der Programmsuche mal Datenanalyse ein.
Wo finde ich es und gibt es eine Anleitung von DATEV dazu?
--> https://help-center.apps.datev.de/documents/1034306
DATEV Hilfe-Center Dok.-Nr.: 1034306
Daten-Analyse-System Personalwirtschaft ist ein Bestandteil der Programme LODAS comfort , Lohn und Gehalt comfort und Personal-Managementsystem classic - kann also sein, dass ihr das eventuell nicht habt.
Im Programm findest du unter den Standardauswertungen > Personalwirtschaft > RZ-Lohn > Finanzbuchführung die Auswertung "Buchungsbeleg" - Doppelklick drauf - neue Datenanalyse - im neuen Fenster den Mandanten auswählen und Zeitraum wählen (es geht nur das aktuelle Jahr und das Vorjahr) also hier dann, wenn möglich einen Monat im Prüfzeitraum wählen. Die RZ-Anschaltung abwarten, wenn die Daten zurück sind im rechten Bereich unter Berichte "Buchungsbeleg pro Mitarbeiter" nehmen.
Dann hast du die monatliche Verbuchung aufgeteilt pro Mitarbeiter und kannst vergleichen, ob die Werte stimmen oder wo eine Abweichung zur normalen USt-Differenz ist.
Wenn ihr das Programm nicht habt, dann nimm dir einen Monat heraus, die Daten der betroffenen Mitarbeiter (Lohnabrechnung, Unterlagen der E-Bikes/E-PKW) dazu wie es verbucht wurde - stell es in Excel gegenüber und schau ob es in dem Monat passt. Wenn es nicht passt, sollte es bei der geringen Anzahl an betroffenen AN nicht zu aufwendig sein, den Fehler zu finden.
Herzlichen Dank für die ausführliche Darstellung.
Ich werde mich gleich mal damit beschäftigen und hoffe so den Fehler zu finden.
@Mühsam schrieb:Daten-Analyse-System Personalwirtschaft ist ein Bestandteil der Programme LODAS comfort , Lohn und Gehalt comfort und Personal-Managementsystem classic - kann also sein, dass ihr das eventuell nicht habt.
Dann hast du die monatliche Verbuchung aufgeteilt pro Mitarbeiter und kannst vergleichen, ob die Werte stimmen oder wo eine Abweichung zur normalen USt-Differenz ist.
Wenn ihr das Programm nicht habt, dann nimm dir einen Monat heraus, die Daten der betroffenen Mitarbeiter (Lohnabrechnung, Unterlagen der E-Bikes/E-PKW) dazu wie es verbucht wurde - stell es in Excel gegenüber und schau ob es in dem Monat passt. Wenn es nicht passt, sollte es bei der geringen Anzahl an betroffenen AN nicht zu aufwendig sein, den Fehler zu finden.
Können sie auch die KI machen lassen die zeigt Ihnen dann die Differenzen auf.
Vielen Herzlichen Dank!!!
Mit Ihrer Hilfe habe ich nun einen Eingabefehler in LODAS bei einem Mitarbeiter gefunden.
Jetzt kann ich mir die Differenzen erklären.