Guten Tag,
ich nutze DATEV Rechnungswesen aktuell auf dem Arbeitsrechner einer Kollegin, an dem eine DATEV Smartcard (mIDentity) konfiguriert ist. Da ich einen Großteil meiner Buchhaltungsarbeit in DATEV RW erledige, würde ich gerne von zu Hause im Homeoffice arbeiten können.
Meine Fragen dazu:
Ist es möglich, DATEV RW auf meinem eigenen Laptop zu installieren und mit einer eigenen DATEV mIDentity zu nutzen?
Welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein, und muss die Einrichtung über den DATEV Betreuer der Organisation erfolgen?
Falls eine eigene mIDentity kurzfristig nicht möglich ist — gibt es eine empfohlene Lösung für den Fernzugriff auf den Bürorechner, um DATEV RW im Homeoffice nutzen zu können?
Für Hinweise aus der Praxis, wäre ich sehr dankbar.
Viele Grüße,
Suman
Hallo Suman,
das Dokument DATEV-Software via VPN nutzen sollte Ihnen die nötigen Informationen liefern. Auch das Szenario DATEV SmartCard in einer Remotedesktopsitzung ohne Terminalserver nutzen ist dort beschrieben.
Mit freundlichen Grüßen aus Nürnberg
Christian Tölle
Technische Basis 1
DATEV eG
Für Hinweise aus der Praxis, wäre ich sehr dankbar.
Viele Grüße,
Suman
Also, ich hatte kürzlich bei einem kleinen Heizungsbauer die Aufgabe, dass zunächst Datev Rechnungswesen über eine Steuerberater-Unterlizenz (?) auf einem PC im Betrieb installiert wurde - nachdem vorher Agenda genutzt worden war. Das klappte dann nach einigen unerwarteten Hürden auch soweit, wenngleich es unglaublich komplexer und voller Fallstricke war.
Anschließend sollte die Buchhalterin auch noch von zuhause aus zugreifen können, was uns vor weitere Hürden stellte.
Am Ende stellte sich heraus, dass:
a) der mIdentity Stick im Büro-PC nicht nur die Identität der Mitarbeiterin sicherstellte, sondern
b) zusätzlich auch als "Dongle" für den Nachweis der Lizenzierung der Software diente.
Das war deshalb problematisch, weil man bei Nutzung einer RDP-Sitzung neuerdings den Stick nicht mehr im Büro-PC stecken lassen kann - sondern ihn mit nach Hause nehmen muss.
ABER: die Verifizierung, ob die Software lizenziert ist, funktioniert über RDP nicht.
Abhilfe war dann letztlich, dass man für 40 Euro noch einen weiteren USB-Stick kaufen musste, der für den Nachweis der Lizenzierung der Software sorgt - und der dann im Büro-PC steckenbleiben kann / muss.
Wenn Sie nun die ganze Software auf dem Laptop installieren, haben Sie diese Probleme natürlich nicht.
Die Frage ist aber natürlich, wie teuer dann eine komplette zusätzliche Installation wird (?). Und auch, inwieweit Sie dann im erforderlichen Umfang die eingegebenen Daten mit Ihrer Kollegin teilen können, wenn Sie beide eine eigene Installation nutzen?
Insofern müsste man dann evtl. doch die RDP-Lösung anstreben, oder auf ASP-Server umsteigen..
Moin @Christian_Tölle
@Suman sagt, dass kein TS im Spiel ist, sondern Datev auf einem Einzelrechner installiert ist. In sofern ist das nicht unbedingt hilfreich. Denn sich Remote auf den Arbeitsplatzrechner der Kollegin aufzuschalten bedeutet u.a. dass die Kollegin nicht mehr arbeiten kann.
Arbeitet die Kollegin selten bis gar nicht, kann man sich natürlich absprechen, und @Suman nimmt den Stick mit nach Hause und bringt ihn wieder wenn die Kollegin ihn braucht.
Kollidiert das mehrfach im Jahr sollte besser eine 2. Lizenz (bzw. Lizenzen, je nachdem, was alles gebraucht wird) gekauft werden, die dann auf der Smartcard von @Suman gespeichert wird.. Der Abgleich der Datenbanken, ich meine da gibt es immer noch das P2P-Verfahren.
Kann helfen, doch was ich dringend rate: Kompetent beraten lassen, auf wenn es was kostet.
QJ