Folgende Situation:
Ein neuer Mandant soll/will selbst buchen. Wir wollen möglichst laufend Zugriff auf diese Buchführung haben und gegebenenfalls auch Korrekturen vornehmen können. Welche Lösungen bieten sich an und wie sind die Erfahrungen?
Bei anderen selbstbuchenden Mandanten arbeiten diese auf einer eigenen (Unter-) Beraternummer und wir holen uns für den Jahresabschluss die Daten. Gewünscht wäre nun bei diesem Mandanten aber eben, dass wir laufend auf die Buchhaltung zugreifen können. Beide Parteien sollen also mit demselben Bestand arbeiten.
Mit freundlichen Grüßen,
Florian Mayer
Hallo Herr Mayer,
das geht meines Wissens nach nur wenn der Mandant Ihnen regelmäßig die gebuchten Daten zur Verfügung stellt und sie diese dann bei sich einlesen.
Wobei ich das für einen ziemlichen Mehraufwand für beide Seiten halte, da Sie wiederum Ihre Korrekturen auch regelmäßig dem Mandanten zukommen lassen müssen.
Gruß
Björn Niggemann
Sehr geehrter Herr Björn,
genau dieses umständliche hin- und hersenden wollen wir nach Möglichkeit vermeiden. Seitens der DATEV scheint es das Verfahren "Mandantenanbindung" (LEXinform- Dokument 0903153) zu geben, entspricht dies unserer Vorstellung? Hat jemand damit schon Erfahrung? Wenn man das Dokument liest hat man nicht gerade den Eindruck, dass die DATEV dieses Verfahren empfehlen würde.
Zumal alles nachvollziehbar sein muss: Wer hat wann was geändert.
Ggf. funktioniert ja ihr Wünsch per Teamviewer (oder ähnliches): Ihr Mandant öffnet Ihnen einen Tunnel in sein Unternehmen zu irgendeinem PC, von dem aus an der Fibu gearbeitet werden kann; Sie arbeiten also so, als wenn Sie beim Mandanten am Schreibtisch sitzen würden.
Grüße M. Fehlau
Hi,
bei der Mandantenanbindung gibt es ein Lizenzierungsproblem!
Es wird hier die MS-Remotedesktopfunktion genutzt. Insbesondere Kanzleien mit Terminalservern dürfen KEINESFALLS Mandanten lizenztechnisch auf ihre Anlage lassen.
Auf umgekehrt, als Kanzlei bekommt einen RDP-Zugang, stellt sich hier die Lizenzierungsfrage.
Grüße
Chr.Ockenfels
evtl. handlungshilfe:
die ständige hin- und hergeschickerei von Daten kann schnell zu Problemen führen und auch zu abweichenden bestands-naht-stellen im RZ.
was halten sie davon: sie holen sich in regelmäßigen abständen übers RZ die fibu ins haus. prüfen alles und buchen um. schicken dem Mandanten die primanota der Umbuchungen zum nachholen und am Jahresende holen sie sich noch einmal den gesamten bestand.
so arbeiten sie zwar auch "hin- und her" aber nicht wirklich durch datenversand, sondern nur in eine Richtung? wenn der aufwand der Umbuchungen sich in grenzen hält und diese schnell abzutippen sind, finde ich das gar nicht schlimm.
wenn es krasse züge annimmt, sollte aber generell überdacht werden, ob der Mandant selbst buchen soll.
die mandantenanbindung halte ich für zu teuer und schwierig wegen der lizenzen
Sehr geehrter Herr Ammon,
vielen Dank, Ihr Weg scheint mir der praktikabelste, (hoffentlich) mit der Variation, dass der Mandant unsere Buchungen als Datei zum einspielen erhalten.
Sehr geehrter Herr Ockenfells,
vielen Dank für den Hinweis, in dem oben genannten Dokument wurde zwar auf die Problematik mit den Lizenzen und Beschränkungen hingewiesen, dass dieses aber bei Terminalservern besonders akut ist muss ich überlesen haben.
Hi,
noch ein kleiner Hinweis zu den abzutippenden Primanoten: Buchungsstapel können auch im RZ bereitgestellt werden (Bestand | Exportieren | DATEV-Format) in dem Dialogfenster statt dem Laufwerkspfad das RZ verwenden:
Die "gegenüberliegende Seite kann dann über Mandant ergänzen die Buchungsstapel abholen und verarbeiten.
Das funktioniert innerhalb von Minuten, eine "Wartezeit" wie beim normalen Senden (gem. Datenfahrplan ) entfällt.
Grüße
Chr.Ockenfels
ja stimmt, das geht ja mittlerweile auch und das würde ich auch der variante mit den primanoten als daten vorziehen. so hat man zwar den datenaustausch aber nicht das problem, dass immer alles (also der ganze bestand) hin und her gesendet wird. das wäre doch DIE lösung für das problem des TE