Das sind gute und u.U. durchaus hilfreiche Gedanken, lieber Allwissender und liebe andere! Ich will noch folgende Aspekte ergänzen, um euch allen ein besseres Gefühl für die Sachlage zu geben. Viel wichtiger als die korrekte Berücksichtigtigung / Einspielung von Entgeltanteilen ist das Thema der Arbeitsbewertung. Hier sind Fragen zu klären, welche Faktoren diesem Arbeitswert zugrunde liegen. Diese Fragestellung kann oftmals nur innerhalb des Unternehmens und dort nur von den Führungskräften vor Ort wirklich objektiv und detalliert erledigt werden. Daher habe ich Zweifel, ob ein Steuerberatungsbüro mit nicht 100%igem Detaileinblick in das Unternehmen, die Tätigkeiten der einzelnen Beschäftigten wirklich absolut korrekt bewerten kann. Jedes Defizit hier kann zu Nachforderungen von Beschäftigten und rechtlichen Auseinandersetzungen führen. Auch ich als Unternehmensberater kann hier nur Fragen stellen und bin auf Antworten der Insider angewiesen, die selber oftmals noch intensiv über die Antworten auf meine Fragen diskutieren müssen. Zudem ist zu beachten, dass die Bewertung von Arbeit zu einem unternehmensweiten Vergleich führt. Die EntgTranspRL fordert grundsätzlich, dass alle mit einem Arbeitswert von z.B. 5,0000 vollkommen identisch mit einem Entgelt von z.B. € 3.000 vergütet werden. Arbeitswerte werden dabei vollkommen unabhängig vom Jobtitel berechnet. Zwei z.B. Controller können dabei abweichende Arbeitswerte aufweisen. Es kann auch sein, dass beide Controller einer vollkommen identischen Stelle zugeordnet sind, die Personen-Controller jedoch unterschiedlich bewertet werden müssen. Zudem ist auch Transparenz auf dem "Gebiet" von Bewerbenden zu gewährleisten. Auch hier ist viel Beratung erforderlich. Es gibt daher in der Summe **bleep** viel zu tun. Wenn man ansonsten keine Aufgaben hat, kann das ein willkommener Anlass sein. Ich würde jedoch in der Summe wirklich das Fazit ziehen, dass diese Aspekte, so sehr sich der Kunde das auch wünscht, in einer Steuerberatung nichts zu suchen hat. Man sollte auch mal NEIN sagen können und eine klare Grenze ziehen. Es ist nicht leicht, diese wirklich sehr komplexen Gesichtspunkte hier zu transportieren. Ich hoffe, es gelingt mir zumindest in Ansätzen!? Ich muss jetzt ins nächste Webinar 🙂
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