Hallo zusammen,
was ist das korrekte Feld für die Angebotsnummer, auf die sich die Rechnung bezieht? Und wie kann ich Skonto eintragen?
Danke!
Gelöst! Gehe zu Lösung.
Hallo,
mit welchem Programm arbeiten Sie?
Schöne Grüße
Kerstin Schulz
DATEV eG
Ich erstelle die Xml Datei per Hand aus Access heraus.
Hallo,
da muss ich leider passen. Vielleicht kann die Community weiterhelfen.
Schöne Grüße
Kerstin Schulz
DATEV eG
@Kerstin_Schulz : Na dann aber mal los, mit der Masse an Infos lässt sich sicherlich eine umfassende, vollständige Hilfeleistung geben; also ich bin überfragt, bin aber auf die Antwort gespannt.
Was ich mit meiner Frage meine ist: Die Rechnungsnummer wird in Feld BT-1 angegeben, aber ich finde kein Feld für die Angebotsnummer?
Skonto hab ich mittlerweile gefunden:
Die zusätzlich ergänzende nationale deutsche Geschäftsregel BR-DE-18 definiert daher
Die Informationen zur Gewährung von Skonto müssen wie folgt im Element „Payment terms“ (BT-20) übermittelt werden:
Anzugeben ist im ersten Segment „SKONTO“, im zweiten „TAGE=n“, im dritten „PROZENT=n“. Prozentzahlen sind ohne Vorzeichen sowie mit Punkt getrennt von zwei Nachkommastellen anzugeben.
Liegt dem zu berechnenden Betrag nicht „Amount due for payment“ (BT-115) zugrunde, sondern nur ein Teil des fälligen Betrags der Rechnung, ist der Grundwert zur Berechnung von Skonto als viertes Segment „BASISBETRAG=n“ gemäß dem semantischen Datentypen Amount anzugeben.
von https://n4.de/blog/e-rechnung-zulaessige-formate-in-deutschland/
Ah, ok. Verstehe.
Belegfeld 1 wird in der Tat für die Rechnungsnummer genutzt, aber ich könnte höchstens vermuten, dass gar kein Feld für die Angebotsnummer bestimmt ist, weil diese formell keine Bedeutung hat; auch in den Buchführungen meiner Mandanten, wird bei keinem die Angebotsnummer, für was auch immer genutzt.
Sie könnten hierzu ggf. Belegfeld 2 nutzen. Aber Achtung: In OPOS-Buchführungen wird dies wiederum für Fälligkeitstermine genutzt. Die FiBu in Rechnungswesen umfasst folgende Felder:
Ich weiß nicht, ob Sie grundsätzlich die Möglichkeit haben, ein Angebotsdatum in die Buchung zu bekommen; ich denke eher nein.
edit: Ich habe kurz die Inhalte Ihres Links überflogen für die E-Rechnungs-Angaben, aber auch dort ist ein "Angebots-Datum" auch nicht erwähnt.
Erstmal Hut ab, sich da selber dran zu wagen und es offensichtlich auch "durchziehen" zu wollen. 👍
Die "unveränderbare" (keine Datei ist unknackbar und unveränderbar) Speicherung ist eine Hürde für die ich noch keine Idee hatte. Eine XML ausgeben lassen --> ok das kriegt man mit Fleiß und Know How hin.
Wie kriegen Sie die in Access erstellte XML Datei revisionssicher gespeichert? @mael15
Wie kriegen Sie die in Access erstellte XML Datei revisionssicher gespeichert? @mael15
Über Revisionssicherheit habe ich mir ehrlich gesagt noch keine Gedanken gemacht. Musste man PDFs verschlüsseln bisher?
Eine erste Idee wäre die Datei mir Winrar und der entsprechenden Option "vor Veränderung schützen" zu packen.
@deusex schrieb:
edit: Ich habe kurz die Inhalte Ihres Links überflogen für die E-Rechnungs-Angaben, aber auch dort ist ein "Angebots-Datum" auch nicht erwähnt.
Okay, danke! Dann suche ich was Benutzerdefiniertes, ich glaube ich hatte da mal was gesehen. Finde ich eigenartig, ist doch recht nahliegend, dass sich eine Rechnung auf ein spezifisches Angebot bezieht? Naja...
Ein Angebot ist fiskalisch irrelevant und zumeist wird darauf im Rechnungstext eingegangen; zumal dieser Angebotsverweis nur in wenigen Branchen tatsächlich benötigt wird.
Ein benutzerdefiniertes Feld werden sie für den Buchungssatz auch nicht vorfinden; Sie könnten hier maximal m.E. im Debitorenstamm auf das Angebot hinweisen und/oder dies "irgendwo" (Rechnungstext) einfließen lassen.
Nur meine Einschätzung. Ggf. weiß ein findiger Kollege hier mehr . . .
Der Thread ist schon etwas älter, aber er taucht bei der Suche nach genau diesen Fragen weit oben auf, deshalb ergänze ich hier mal ein paar Punkte. Die Diskussion ist damals in Richtung DATEV-Buchungsfelder abgebogen, die eigentliche Frage war aber ja: Wo gehört die Angebotsnummer in der XRechnung-XML selbst hin? Und da gibt es durchaus eine Antwort.
Zur Angebotsnummer:
Ein eigenes Feld "Angebotsnummer" hat die EN 16931 tatsächlich nicht. Es gibt aber mehrere Referenzfelder, die dafür in der Praxis genutzt werden:
<ram:SellerOrderReferencedDocument>
<ram:IssuerAssignedID>AN-2025-0042</ram:IssuerAssignedID>
</ram:SellerOrderReferencedDocument>
<ram:AdditionalReferencedDocument>
<ram:IssuerAssignedID>Angebot AN-2025-0042</ram:IssuerAssignedID>
<ram:TypeCode>916</ram:TypeCode>
</ram:AdditionalReferencedDocument>
Ein Stolperstein, weil Sie die XML per Hand aus Access erzeugen: Das volle CII-Datenmodell kennt sogar ein ram:QuotationReferencedDocument, das klingt perfekt. Nur liegt dieses Element außerhalb des EN-16931-Subsets, der KoSIT-Validator lehnt die Datei damit ab. Also nicht verwenden, auch wenn es im Schema auftaucht.
Zum Skonto:
Das gefundene BR-DE-18-Zitat stimmt, aber es fehlt darin der Teil, an dem in der Praxis die meisten Rechnungen scheitern: die exakte Zeichensyntax. Jede Skonto-Zeile in BT-20 beginnt mit einer Raute, die Segmente sind mit Rauten getrennt, die Zeile endet mit Raute und Zeilenumbruch. Prozentwerte ohne Vorzeichen, mit Punkt und genau zwei Nachkommastellen, alles in Großbuchstaben, kein zusätzliches Leerzeichen:
#SKONTO#TAGE=14#PROZENT=2.00#
Geprüft wird das per regulärem Ausdruck, ein einziges Zeichen Abweichung genügt für die Ablehnung. PROZENT=2 statt PROZENT=2.00, ein Komma statt des Punkts oder ein Leerzeichen nach der Raute sind die Klassiker. Der menschenlesbare Satz ("Zahlbar innerhalb von 30 Tagen netto") darf zusätzlich als eigene Zeile im selben Feld stehen. Zwei Skontostufen werden zu zwei Zeilen.
Kurz noch zur Revisionssicherheit, weil das hier auch aufkam: Eine mit WinRAR "geschützte" Datei ist nicht das, was die GoBD unter Unveränderbarkeit versteht. Es geht nicht um Verschlüsselung der einzelnen Datei, sondern um ein Ablageverfahren, bei dem nachträgliche Änderungen ausgeschlossen oder protokolliert sind, plus eine Verfahrensdokumentation, die das beschreibt. Ein selbstgebautes Access-Setup bekommt man da ehrlicherweise nur mit einem ordentlichen DMS oder Archivsystem dahinter sauber.
Falls jemand seine selbst erzeugten Dateien testen will, bevor der erste Empfänger sie ablehnt: Wir haben einen kostenlosen Validator, der gegen das komplette KoSIT-Regelwerk prüft und zu jedem Fehlercode erklärt, was er bedeutet und wie man ihn behebt, inklusive der BR-DE-18-Details mit XML-Beispielen:
https://belegschmied.de/tools/validieren
https://belegschmied.de/e-rechnung-fehler/br-de-18
Ich bin GF bei Belegschmied. Der Validator und das Fehler-Lexikon sind aber ohne Konto und ohne Kosten nutzbar, die Links stehen hier, weil sie die Fragen aus dem Thread direkt beantworten.