Hallo Community,
nur mal kurz und vorsichtig nachgefragt:
hat die Sparkasse evtl. aktuell technische Probleme bei der Bereitstellung von Bankumsätzen im CAMT-Format ?
... oder anders gefragt:
Gibt es Kanzleien, die mit Sparkassenkonten null Probleme bei dem Abruf von Bankumsätzen oder bei der Erstellung von Buchungsvorschlägen haben ?
Wir sind nämlich zur Zeit ziemlich irritiert, dass das, was schon jahrelang reibungslos funktioniert hatte, nun etwa seit Ende 2025 öfters mal "zickt".
Bei uns geht es hauptsächlich um Duplikate bei den Buchungsvorschlägen, die sich nicht 'begründen' lassen und die zu Mehraufwand führen (wir rufen die Bankumsätze per Bankingsoftware ab, exportieren bei Bedarf im MT940-Format und importieren die MT940-Dateien in Kanzlei-REWE)
Das funktioniert bei den anderen Bankkonten wie bisher, trotz CAMT-Umstellung, aber leider nicht zuverlässig bei der Sparkasse.
Inzwischen habe ich über 'Umwege' erfahren, dass die Sparkasse zur Zeit an anderen 'Kontenmodellen' für Businesskunden arbeitet, also andere Zugänge, andere Bankparameter, andere Zugriffsberechtigungen etc.
Als Anwender hat man hier wohl wenig Chancen, Erkenntnisse zu gewinnen, aber möglicherweise bereitet das CAMT-Format noch ein paar technische Probleme im Zusammenspiel mit der Datev bzw. mit Kanzlei-REWE.
Gibt es denn vielleicht 'Verständigungsprobleme' zwischen dem Sparkassen-CAMT-Format und dem von der DATEV erwarteten CAMT-Format ?
Ich könnte mir nämlich gut vorstellen, dass das CAMT-Format nicht so 100% standardisiert ist, wie man es als "Klein Erna" oder als "Klein Ernst" erwarten würde.
Jede Bank hat ja vermutlich einen individuellen Algorithmus für die Konvertierung 'auf der Pfanne'
Wenn man sich nämlich die zu importierenden MT940-Dateien der jeweiligen (unterschiedlichen) Banken näher (in einem Editor) anschaut, fallen einem sofort große Unterschiede bei den Feldinhalten auf. Also ist es wohl teilweise der Bank überlassen, welche Inhalte in welcher Form bereitgestellt werden.
Das könnte (rein spekulativ) der "Casus Knacksus" sein
Gelöst! Gehe zu Lösung.
Hallo,
meinst Du Lerndateien? Die musste ich teilweise neu anlegen bei der Sparkasse, da die alten nicht mehr erkannt wurden. Das war es aber auch schon.
Der Rest funktioniert genau so gut / genau so schlecht wie vorher 😄
24.03.2026
06:02
zuletzt bearbeitet am
24.03.2026
07:55
von
Sabine_Enachesc
Hallo, das Problem mit den Duplikaten nach der CAMT-Umstellung bei der Sparkasse kenne ich von mehreren Kanzleien. Der Hintergrund ist häufig, dass sich durch die Umstellung die Struktur der Referenzfelder (z.B. End-to-End-ID, Mandatsreferenz) in den exportierten MT940-Dateien ändert. Dadurch erkennt DATEV bereits importierte Umsätze nicht mehr als identisch — und erzeugt Duplikate. Ein paar Ansätze, die in der Praxis helfen: 1. **Lerndateien neu aufbauen** (wie bereits erwähnt) — nach der CAMT-Umstellung greifen die alten Zuordnungen oft nicht mehr. 2. **MT940-Dateien vor dem Import prüfen** — ein Vergleich der Feldinhalte (z.B. :86:-Feld) vor und nach der Umstellung zeigt meist schnell, wo die Sparkasse die Struktur geändert hat. 3. **Bankumsätze normalisieren** — Tools XXXXXXXXXXX können helfen, Bankdaten verschiedener Formate (CSV, MT940, CAMT) in ein einheitliches DATEV-kompatibles Format zu bringen und dabei solche Inkonsistenzen auszugleichen. Sie haben übrigens recht: Das CAMT-Format ist zwar standardisiert (ISO 20022), aber die Banken haben erheblichen Spielraum bei der Befüllung optionaler Felder. Das führt genau zu den Unterschieden, die Sie im Editor sehen. Viele Grüße
Werbelink geXt, Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen , Punkt 5, werbliche Beiträge.
... erst dachte ich, dass die Duplikate durch zeitliche Überschneidungen beim Umsatzabruf entstehen können, aber sogar bei einem einzigen neuen Umsatzabruf eines SPK-Kontos können mehrere Duplikate entstehen, obwohl in der MT940-Datei keine Duplikate zu erkennen sind
... wirkt, als ob der Datev-Algorithmus zur Erzeugung von Buchungsvorschlägen mehrmals die selbe MT940-Datei durchsucht und für manche Buchungen mal einen "sicheren" und beim nächsten Durchlauf nochmal einen "unsicheren" Buchungsvorschlag erzeugt ...
... keine Ahnung, ob das Löschen von Lerndateien hier hilft
Hallo zusammen, das Duplikat-Problem nach der CAMT-Umstellung bei Sparkassen sehen wir ebenfalls bei mehreren Mandanten. Aus unserer Erfahrung liegt die Ursache meist an einer Kombination aus zwei Faktoren: **1. Geänderte Strukturierung im :86:-Feld (MT940) bzw. in den RemittanceInformation-Feldern (CAMT)** Durch die CAMT-Umstellung hat sich bei vielen Sparkassen die Art geändert, wie Verwendungszweck, Mandatsreferenz und End-to-End-ID in die exportierten Dateien geschrieben werden. Selbst wenn Sie weiterhin MT940 exportieren, werden die Daten im Hintergrund aus CAMT konvertiert - und dabei gehen teilweise Strukturinformationen verloren oder werden anders aufgeteilt. **2. Duplikaterkennung in Kanzlei-REWE basiert auf Feldkombinationen** DATEV erkennt bereits importierte Umsätze anhand bestimmter Feldkombinationen (Datum, Betrag, Referenzen). Wenn sich die Referenzfelder durch die Umstellung ändern, wird ein bereits importierter Umsatz nicht mehr als Duplikat erkannt. Was konkret helfen kann: - **Lerndateien für betroffene Sparkassen-Konten komplett neu aufbauen** (nicht nur ergänzen) - **MT940-Dateien vor und nach der Umstellung im Editor vergleichen** - besonders das :86:-Feld. So sehen Sie genau, welche Felder sich geändert haben - **Beim Import den Zeitraum möglichst präzise eingrenzen**, um Überschneidungen mit bereits importierten Umsätzen zu minimieren - **Prüfen, ob Ihre Bankingsoftware ein Update für die CAMT-Konvertierung anbietet** - manche Versionen haben nach der Umstellung fehlerhafte MT940-Exporte erzeugt Zum Thema Standardisierung: Sie haben völlig recht. ISO 20022 (CAMT) definiert zwar ein Schema, aber viele Felder sind optional und die Befüllung liegt im Ermessen der Bank. Das :86:-Feld in MT940 war schon immer ein 'Freitextfeld mit Empfehlungscharakter' - mit CAMT wurde es leider nicht besser, nur anders. Viele Grüße
danke, @maddie !
Meine Erkenntnisse (aus Anwendersicht) gehen in die selbe Richtung.
Allerdings habe ich nicht die Zeit und nicht den Ehrgeiz, die genaue Ursache für die Duplikate bei den Buchungsvorschlägen zu finden bzw. diesen Effekt durch einen 'selbstgestrickten Würgaround' zu vermeiden.
Ich gehe davon aus, dass der Algorithmus der Datev beim Import von MT940-Dateien zur Erstellung von Buchungsvorschlägen nicht mehr 'angefasst' bzw. nicht mehr angepasst wird.
Es wird wahrscheinlich auch nicht mehr lange dauern, bis die Datev generell und unter irgendeinem Vorwand die Möglichkeit des Imports von MT940-Dateien in Kanzlei-REWE abkündigen wird.
Bis dahin nutze ich diese Funktion noch mit den Mandaten und mit den Banken, bei denen sie noch zuverlässig und effektiv funktioniert und verfolge aufmerksam und kritisch die weitere technische Entwicklung der diversen Software-Anbieter und -Produkte