Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir haben regelmäßig folgendes Problem bei selbst buchenden Mandanten (Datev wird genutzt):
1) Wir erhalten in 2023 eine Datensicherung für den Jahresabschluss 2022
2) Wir spielen die Datensicherung ein und bearbeiten den Fall (inklusive Nachaktivierungen, Korrekturen von Abschreibungen etc.)
3) Wir geben den Buchungsvorlauf mit den Abschlussbuchungen an den Mandanten zurück, BWA Ergebnis bei Kanzlei und Mandant sollte nun übereinstimmen.
Das Problem ist Anlag, da man diesen Teil des Rechnungswesen Programms nicht jahresweise sichern kann, sondern nur komplett für alle Jahre (oder eben gar nicht).
Das führt dazu, dass in den Unternehmen nach der Erstellung des Jahresabschlusses die von uns vorgenommenen Änderungen im Anlag dort manuell in der Inventarübersicht als Bewegungen nacherfasst werden müssen.
Eine Übergabe von unserem (durch JA Buchungen korrigierten) Anlag Bestand kommt nicht in Betracht, da das Unternehmen während der Erstellung des Abschlusses in 2023 selbst bereits weiter Anlagegüter erfasst, welche bei der Rückgabe unseres Bestandes gelöscht werden würden.
Ich habe hierzu nur folgendes gefunden:
https://apps.datev.de/help-center/documents/1070327
2.2
| 6 | Im Unternehmen: Die Anpassungen in DATEV Anlagenbuchführung werden nacherfasst. Verwenden Sie dazu die Dokumentationen aus der Kanzlei. |
Ist das der aktuelle Stand? Könnte man nicht irgendwann mal eine jahresweise Sicherung ermöglichen? Oder habe ich ein praktisches Tool übersehen, mit dem man das lösen kann?
Das dürfte schwierig werden, da die Anlagengüter über die Jahre hinweg existieren und Änderungen in einem Jahr zu Auswirkungen in den Folgejahren führen. Diese werden jedoch schon bei Änderung ausgelöst und nicht beim Einspielen.
Außerdem kann es dann leicht zu Durcheinander bei der Vergabe der Inventarnummern führen.
Um jahresweise speichern, auslagern und einspielen zu können, müsste DATEV die Systematik von Anlag komplett neu denken.
Nicht umsonst haben die Grundversionen von Rewe beim Mandanten kein Anlag.
@mehrkaffee schrieb:....
Ist das der aktuelle Stand? Könnte man nicht irgendwann mal eine jahresweise Sicherung ermöglichen? Oder habe ich ein praktisches Tool übersehen, mit dem man das lösen kann?
Ich habe diese Frage schon vor 25 Jahren mal gestellt. Seinerzeit (der damalige DATEV-Mitarbeiter, eine "Anlag-Koryphäe") die kurze und knappe Auskunft: "...das liegt an der RZ-Logik von Anlag"...
"Wir werden das nicht mehr in unserer aktiven DATEV-Zeit erleben, dass Anlag jahresweise abgespeichert werden kann".
Ist ja auch nicht so profan, wie es scheint.
Letztendlich kann man es nur mit guter Kommunikation zum Mandanten in den Griff bekommen (Anlag-Buchungssperre in der Zeit der Jahresabschlusserstellung).
Mal gespannt, ob DATEV hier eine Aussage wagt.....